"Mehr, als wir uns erträumt haben": FCS stellt Liga-Rekord auf

Zehn Spiele, 22 Punkte und Tabellenplatz 1: Der 1. FC Saarbrücken befindet sich im Höhenflug und setzte diesen am Freitagabend mit einem 2:0-Erfolg bei Viktoria Köln fort. Dabei stellten die Saarländer einen neuen Liga-Rekord auf.

Shipnoski ragt heraus

Es waren drei Szenen, die den dritten Sieg des Aufsteigers in Folge begünstigten: Erst traf Kölns Marcel Gottschling nach 24 Minuten ins eigene Tor und sorgte damit für die Saarbrücker Führung, dann flog Viktoria-Keeper Sebastian Mielitz nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums kurz vor der Pause mit Rot vom Platz, sodass der FCS eine komplette Halbzeit lang in Überzahl war, ehe Nicklas Shipnoski unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 2:0 erhöhte und die Weichen für den siebten Sieg im zehnten Saisonspiel damit früh stellte.

Schon am Führungstreffer hatte der 22-Jährige Aktien und bestätigte damit seine starke Form: In den letzten drei Partien war Shipnoski an sechs der sieben FCS-Tore beteiligt, insgesamt sammelte er in zehn Spielen bereits neun Scorerpunkte. Der Neuzugang aus Wiesbaden ist ein Grund, warum der 1. FC Saarbrücken an der Tabellenspitze steht und vor den weiteren Partien des Spieltages fünf Punkte Vorsprung auf die direkte Konkurrenz hat. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auch das Team dahinter. Ich denke dieser Zusammenhalt ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte Shipnoski, der mit fünf Toren und neun Vorlagen nun zu den Top-Scorern der Liga gehört, im "MagentaSport"-Interview. "Der Trainer lässt extrem geilen Fußball spielen."

Noch nie zuvor in der Geschichte der 3. Liga hatte ein Aufsteiger nach zehn Spieltagen 22 Punkte auf dem Konto – ein neuer Rekord also. Der SC Verl kann aber noch gleichziehen und ebenfalls auf 22 Punkte nach zehn Spielen kommen. Der bis dato beste Aufsteiger war der KFC Uerdingen in der Saison 2018/19 (19 Punkte nach 10 Spielen).

"Hervorragend gemacht"

Kwasniok wurde auf der Pressekonferenz im Anschluss der Partie derweil für einen kurzen Moment euphorisch: "22 Punkte nach zehn Spielen sind mehr als wir uns erträumt haben". Die Folge: "Die Mannschaft hat jetzt erstmal drei Tage frei. Das ist nach der Leistung auch angemessen." Dabei war der FCS-Coach mit dem Auftreten seiner Jungs im ersten Durchgang nur bedingt zufrieden. "Ich will nicht das Haar in der Suppe suchen, aber wir hatten fußballerisch schon bessere Spiele", meinte er bei "MagentaSport".

Im zweiten Durchgang habe es seine Mannschaft dann aber "hervorragend gemacht" und "weitgehend Spielkontrolle" gehabt. Entsprechend sprach Kwasniok von einem "absolut verdienten" Sieg und kündigte an: "Wir werden unsere Position nicht kampflos hergeben." Zeitgleich warnte er aber: "Wir können nicht davon ausgehen, dass es immer so laufen wird." Doch gegen die Aufstiegskandidaten lief es bisher: Sowohl gegen Rostock (2:0), als auch gegen 1860 (2:1), Dresden (2:1) und Köln nahm der FCS alle drei Punkte mit. Am nächsten Samstag wartet mit dem SV Wehen Wiesbaden die nächste Mannschaft, die oben mitspielen will.

   
  • Jürgen Heckmann

    Shipnoski ist nur ein Teil einer aktuell sehr gut funktionierenden Mannschaft – nicht mehr und nicht weniger!

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