FCM will Kader im Sommer verkleinern – Beck-Zukunft offen

Nach beeindruckenden 23 Punkten aus den letzten neun Spielen steht der 1. FC Magdeburg kurz vor dem Klassenerhalt – und kann deutlich früher als vor einigen Wochen gedacht mit der Planung für die kommende Saison beginnen. Klar ist bereits: Der Kader soll im Sommer verkleinert werden, wie die "Volksstimme" berichtet.

Was wird aus Beck?

30 Spieler umfasst das Aufgebot der Elbstädter derzeit – nur Unterhaching (36), Kaiserslautern (34), Türkgücü (32) und Bayern II (31) stehen noch mehr Spieler zur Verfügung. Entsprechend soll die Kaderstärke reduziert werden, während der Etat trotz der Corona-Pandemie wohl in etwa gleich bleiben wird. Gleich 17 Verträge laufen aus, darunter das Arbeitspapier von Ex-Kapitän und Publikumsliebling Christian Beck. Jahrelang galt der 33-Jährige aufgrund seiner Tor-Garantie als unersetzbar, in dieser Saison bestritt er allerdings erst 22 Partien, stand lediglich elfmal in der Startelf und erzielte nur einen Treffer.

Am aktuellen Höhenflug hat Beck keinen Anteil, stand er in sechs der letzten acht Partien doch nichtmal im Kader. Und in den übrigen beiden Spielen reichte es jeweils nur zu einem Kurzeinsatz von rund 15 Minuten. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Wege im Sommer nach acht Jahren, in denen Beck 299 Spiele bestritt und 183 (!) Scorerpunkte sammelte, trennen könnten. Bislang äußerte sich der Stürmer, der die Kapitänsbinde im Januar abgegeben hatte, nicht zu seiner Zukunft.

Granatowski und Sané kein Faktor mehr

Ebenfalls kein Faktor für die derzeitige Erfolgsserie sind Nico Granatowski und Saliou Sané, die beide erst im Winter kamen. Während es Würzburg-Leihgabe Sané nach zwei Toren und zwei Vorlagen in den ersten vier Spielen seit Mitte März nicht mehr in den Kader schaffte, ist Granatowski bereits seit Mitte Februar außen vor – sein Vertrag läuft noch bis 2022. Auch Daniel Steininger und Timo Perthel spielten unter Christian Titz zuletzt keine beziehungsweise nur eine untergeordnete Rolle. Ob ihre am Saisonende auslaufenden Verträge verlängert werden, erscheint daher fraglich.

Darüber hinaus enden die Arbeitspapiere von Jürgen Gjasula, Alexander Bittroff, Sören Bertram, Dustin Bomheuer, Dominik Ernst, Florian Kath (ausgeliehen vom SC Freiburg), Thore Jacobsen (ausgeliehen von Werder Bremen), Brian Koglin, Morten Behrens, Sirlord Conteh, Baris Atik, Maximilian Franzke (ausgeliehen vom FC St. Pauli) und Tom Schlitter. Vor allem Stammkeeper Behrens und Top-Scorer Atik (sechs Tore, fünf Vorlagen) will der FCM unbedingt halten. Sportchef Otmar Schork steigt in der neuen Saison durch den bevorstehenden Klassenerhalt derweil zum Geschäftsführer Sport auf und erhält damit zusätzliche Kompetenzen. Auf den 63-Jährigen wird in den nächsten Wochen viel Arbeit zukommen.

   
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