FCM vor dem Auftakt: Königstransfer Ludwig in der Pflicht

Zwei Jahre in Folge wurde der 1. FC Magdeburg Vierter in der Liga, deshalb zählt der Verein jetzt beinahe automatisch zum Kreis der Aufstiegs-Favoriten. Trainer Jens Härtel kümmert das nicht, er hat genug damit zu tun, den Erwartungen Herr zu werden. Und den richtigen Job für Andreas Ludwig, den vermeintlichen Top-Transfer, zu finden.

Kann Magdeburg den Erwartungen standhalten?

Wenn Magdeburg am Sonntag um 14 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Großaspach in die neue Spielzeit startet, dann wird der Verein von vielen anders betrachtet werden. Die Mannschaft von Trainer Härtel ist dann kein Aufsteiger mehr, so wie noch 2015, sie steht auch nicht vor dem vermeintlich schwierigen zweiten Jahr, wie 2016. Nein, Magdeburg ist, so sieht es wohl nach einer überzeugenden Vorbereitung nicht nur die Mehrheit der Leser von liga3-online, einer der Favoriten auf den Aufstieg. Man betrachte das als Kompliment für die geleistete Arbeit, sagte Härtel bei der Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt, nur: "Am Sonntag in Großaspach werden wir das erste Mal gewogen, dann müssen wir schwer genug sein."

Konzentration auf Magdeburger Tugenden

Obwohl Magdeburg fußballerisch starke Neuzugänge wie Andreas Ludwig, Philip Türpitz oder Felix Lohkemper unter Vertrag genommen hat, wird sich die Mannschaft wohl auch künftig zuallererst über ein kompromissloses Zweikampfverhalten definieren, deutete Härtel an. "Das Hauptaugenmerk wird weiter auf Pressing und Gegenpressing und einer guten Kompaktheit liegen", sagte er. Heißt: Fußball der Marke Jens Härtel, umgesetzt auch von Neuen wie Dennis Erdmann, der für diesen Fußball gemacht scheint, wie kein anderer Spieler im Kader.

Wohin mit Ludwig?

Während auch Türpitz und Lohkemper davon ausgehen dürfen, am Sonntag in der Startelf zu stehen, muss ausgerechnet Ludwig, der vermeintliche Königstransfer, um seinen Platz zittern. Weil er für einen Sechser in Härtels System zu offensiv agiert, für eine hängende Spitze aber wiederum zu abwartend. Und weil es Ludwig noch nicht gelungen ist, sein Potential vollständig abzurufen. Man habe in der Vorbereitung sehen können, was Ludwig fußballerisch drauf habe, sagte Härtel: "Aber da ist noch Luft nach oben." Er wünsche sich von seiner Nummer 20, dass sie sich noch mehr in das Magdeburger System integriere und auf dem Platz vorangehe. Schließlich sei Ludwig, der in den letzten beiden Jahren immerhin 42 Erstligaspiele (4 Tore, 6 Vorlagen) für den niederländischen Erstligisten FC Utrecht absolvierte, nicht umsonst als einziger Neuer in den Mannschaftsrat gewählt worden, meinte Härtel: "Er muss jetzt Verantwortung übernehmen."

   
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