FCM und Paderborn im Gleichschritt – Meppen schlägt KSC

Am Sonntag standen zum Abschluss des 11. Spieltags drei Partien auf dem Programm: Während der FSV Zwickau Spitzenreiter Paderborn lange ärgerte, am Ende aber 1:3 verlor, entschied Magdeburg das Ostderby gegen Jena vor heimischer Kulisse für sich (2:0) und bleibt dem SCP auf den Fersen. Unterdessen gewann Meppen nach einer starken zweiten Hälfte gegen den Karlsruher SC (2:0). 

FSV Zwickau 1:3 SC Paderborn: Schonlau und Srbeny lassen Paderborn jubeln

In Zwickau übernahmen die favorisierten Gäste zu Beginn die Kontrolle. Collins prüfte FSV-Keeper Brinkies bereits nach drei Zeigerumdrehungen erstmals (3.). Der Paderborner Debütant agierte schwungvoll und legte wenig später nach einem temporeichen Vorstoß auf der linken Seite quer auf Michel, der gekonnt zur Führung für die Ostwestfalen einschob (13.). Auf der Gegenseite ging Königs Kopfball am Tor vorbei (19.). In einer hitzigen Partie kamen die Hausherren mit zunehmender Spielzeit zwar besser in die Begegnung, allerdings zu keinen zwingenden Torgelegenheiten. Paderborn nahm derweil den Druck aus der Partie und machte im Abwehrverbund nicht immer den sichersten Eindruck. Noch vor der Pause dann große Aufregung: Paderborns Strohdiek blieb am Boden liegen, Zwickau spielte dennoch weiter. Michel provozierte ein Foul, um das Spiel schließlich zu unterbrechen, ein Freistoß war die logische Folge. Und genau dieser sorgte für den Ausgleich: Lange zog das Leder in die Gefahrenzone, der Ball flog an Freund und Fein vorbei und zappelte dann im Netz (39.). Noch bevor der Pausenpfiff ertönte, wurde SCP-Coach Baumgart nach hitzigen Szenen auf die Tribüne verwiesen.

Nach der umkämpften Schlussphase der ersten Hälfte begann der zweite Durchgang gemächlicher, es entwickelte sich eine ausgeglichene und torchancenarme Partie. Nach einer knappen Stunde war Zingerle aufmerksam, als er bei einen langen Ball früh aus seinem Kasten kam und die gefährliche Situation so clever entschärfte (64.). Gerade als es so schien, als ob keine der beiden Mannschaften mit aller Macht in Führung gehen wollte, ertönte der Elfmeterpfiff: Michel ging nach einer Grätsche von Schröter zu Boden. Zwar konnte Brinkies den Elfmeter von Srbeny noch parieren, beim Nachschuss von Schonlau hatte der Keeper aber das Nachsehen (79.). Ähnlich wie im ersten Durchgang sorgte die Schlussphase für ordentlich Furore: Auf der Gegenseite hatte Tekerci noch die Chance zum Ausgleich, sein Kopfball fand aber nicht den Weg ins Tor (85.). In den Schlussminuten bekam der SCP erneut einen Elfmeter zugesprochen, wieder trat Srbeny an. Der Angreifer entschied sich für das gleiche Eck und war diesmal erfolgreich! Mit dem 3:1 setzte der Stürmer den Schlusspunkt in einer nervenaufreibenden Partie.

1. FC Magdeburg 2:0 FC Carl Zeiss Jena: Eiskalter Türpitz entscheidet Ostderby

Im Ostderby wurde der Favorit seiner Rolle gerecht. Der FCM bestimmte das Geschehen vom Anpfiff weg, störte die Gäste sehr früh und riss die Spielkontrolle direkt an sich. Stürmer Beck hatte die ersten beiden guten Gelegenheiten, seine Flachschüsse wurden aber jeweils von Koczor pariert (9./15.). Im Anschluss blieben die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft, insbesondere mit hohen Bällen setzte die Härtel-Elf Jena unter Druck. Der Aufwand wurde schließlich belohnt, als Türpitz nach einem missglückten Klärungsversuch cool blieb und das Leder im Tor der Gäste unterbrachte (36.). Kurz vor der Pause wurde auf der anderen Seite ein Abseitstor von Günther-Schmidt zurecht nicht anerkannt (44.), sodass Jena mit einem Rückstand in die Kabine ging.

Im zweiten Durchgang investierten die Gäste mehr für die Offensive, fanden aber kein Rezept gegen die gut gestaffelten Magdeburger, die nicht so offensiv agierten wie zuvor. Flanken aus dem Halbfeld sorgten zwar immer wieder für Gefahr, blieben letztlich aber ohne Erfolg. Auch ein Kopfball von Erdmann war nicht zwingend genug (66.). Auch anschließend waren Torchancen Mangelware, die Partie verflachte. Kurz vor Schluss aber machte Hammann mit einem sehenswerten Freistoßtreffer von der Strafraumkante den Deckel drauf (85.). Am Ende feierte Magdeburg einen souveränen Sieg und holte den sechsten Dreier in Folge vor heimischer Kulisse.

SV Meppen 2:0 Karlsruher SC: Doppelschlag leitet SVM-Sieg ein

Meppen und Karlsruhe lieferten sich derweil eine umkämpfte Partie. Durch ein Missverständnis in der KSC-Abwehr bekamen die Hausherren die erste Großchance, der Versuch von Kleinsorge konnte aber noch gerade so von Uphoff entschärft werden, ehe Girth den Abpraller aus kürzester Distanz am Kasten vorbeischob (8.). Auf der Gegenseite zog Lorenz aus spitzem Winkel ab, Domaschke war aber zur Stelle (18.). Da sich beide Teams im Spielaufbau viel Zeit ließen, war die Begegnung von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, zahlreichen Fouls und wenigen Torchancen geprägt. Nach einer knappen halben Stunde scheiterte Mehlem  aus spitzem Winkel an Domaschke (33.). Der bis dahin harmlose KSC drehte fortan auf. Fink setzte das Leder nur knapp vorbei (37.), auch die Flanken von Lorenz waren gefährlich (38./42.). Letztlich endete die erste Hälfte aber torlos.

Im zweiten Durchgang änderte sich das aber umgehend: Nach einem Konter landete ein Schuss von Granatowski im Netz, Girth hatte den Ball noch entscheidend zur Meppener Führung abgefälscht (51.). Die Emsländer waren nun die aktivere Mannschaft und erhöhten nur kurz darauf, als Kleinsorge eine Flanke von Granatowski verwertete (61.). Nun ging es drunter und drüber: Auf der Gegenseite hatte Fink die Chance zum Anschluss, doch der KSC-Stürmer scheiterte per Elfmeter an Domaschke (64.). Der SVM setzte weiter auf schnelles Umschaltspiel: Nach einem Gegenangriff zappelte das Rund nach einem Schuss von Girth erneut im Netz, allerdings stand dieser zuvor im Abseits, weshalb der Treffer nicht zählte. Nach diesen furiosen Minuten verflachte das Spielgeschehen zunehmend. Während Meppen nicht viel für die Offensive tun musste, fanden die Gäste keine Mittel im Offensivspiel und blieben ohne nennenswerte Torchance. Der SVM ging schließlich als verdienter Sieger vom Platz.

 
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