FCM- und BFC-Hooligans kündigen Derby-Besuch in Halle an

Wenn es am Samstag zum mit Spannung erwarteten Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC kommt, werden die HFC-Ultras nicht im Stadion sein. Wie bereits berichtet, verzichten sie aus Respekt vor Hannes auf das Spiel. Im Gegenzug wird wohl auch "Block U" nicht zum Auswärtsspiel nach Halle fahren (Ende April 2017) – soweit das gemeinsame Abkommen. Die Hooligan-Szene des 1. FCM hat einen anderen Standpunkt.

Hooligans wollen Flagge zeigen

In einer Stellungnahme, die auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht worden ist, heißt es: "Die alte Garde und die Hooligans der Vereine 1.FC Magdeburg, BFC Dynamo Berlin und Braunschweig werden entgegen einer Erklärung von Angehörigen der beiden Ultra-Gruppen zu dem Auswärtsspiel nach Halle reisen, um unseren Verein zu supporten und entsprechend Flagge zu zeigen." Vornehmlich dürfte es sich bei dieser Gruppe um vermeintliche Fans handeln, die sich bei Risikospielen in der MDCC-Arena gern in unmittelbarer Nähe zum Gästeblock platzieren und dort die Auswärtsfahrer provozieren – so geschehen zum Beispiel beim DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt im August. Die Folge: ein Zuschauer-Teilausschluss.

"Weichgespülte" Erklärung

Das nun geschlossene Abkommen beider Ultra-Gruppen bezeichnen die Hooligans als "weichgespült" und tönen: "Die Sprecher der Ultraszene in Magdeburg haben keinen Einfluss auf die aktive und seit Jahren gewachsene Hooliganszene in Magdeburg und somit ist diese Erklärung für uns unwirksam und keineswegs hinnehmbar." Der Tod von Hannes sei zwar traurig, dennoch "sollten wir nicht in Schockstarre verfallen und Trübsal blasen". Vielmehr wolle man sich "auf kommende Ereignisse und Aufgaben vorbereiten." Welche Auswirkung die Ankündigung auf das am Samstag anstehende Derby hat, ist offen.

   
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