FCM besiegt Köln, Paderborn marschiert, RWE verliert erneut

Spieltag16c

Big-Points für Paderborn und Magdeburg! Während der SCP in Unterhaching mit 3:0 gewann, setzte sich der FCM in Köln mit 2:1 durch. Lotte und Meppen trennten sich 2:2, Chemnitz unterlag Würzburg mit 0:3, Karlsruhe besiegte Zwickau mit 1:0, Erfurt musste sich in Großaspach geschlagen geben (0:1) und Jena setzte sich gegen Bremen II durch (2:1).

SpVgg Unterhaching 0:3 SC Paderborn: Paderborn knackt 40-Punkte-Marke

Der Spitzenreiter aus Paderborn erwischte in Unterhaching einen Glanzstart. Schon nach elf Minuten konnte Ritter mit einem Distanzschuss aus 18 Metern den SCP in Führung bringen. Paderborn blieb weiter am Drücker, doch Bertels scheiterte in der 14. Minute an Müller im Hachinger Tor. Die Heimelf brauchte eine halbe Stunde für die ersten gefährlichen Aktionen, doch Bigalkes Abschluss wurde geblockt. Auch der Abschluss von Porath kurz darauf mutierte eher zur Halbchance für die Heimelf. Erst in der Schlussminute wäre ein Weitschuss der Gastgeber beinahe gefährlich geworden, da Zingerle weit vor dem Tor stand. Da der Ball auf dem Tor landete, blieb es zur Pause beim 1:0 für den SCP.

Auch in den zweiten 45 Minuten blieben die Gäste tonangebend. Ein schöner Schuss von Michel landete aus spitzem Winkel nur an der Latte. Erst in der 63. Minute gab es die erste echte Chance der Heimelf, doch Bigalke traf nur die Latte und Hain köpfte den Abpraller am Tor vorbei. Quasi im Gegenzug entschieden die Gäste die Partie, als Marlon Ritter nach schöner Flanke per Kopf das 2:0 erzielte. Keine drei Minuten später wurde es richtig bitter für Unterhaching. Ritter steckte den Ball per Hacke auf Bertels durch, der Müller im Tor der SpVgg keine Chance ließ und auf 3:0 stellte. Das Spiel plätscherte im Anschluss dem Ende entgehen, sodass die Gäste als verdienter Sieger vom Feld gingen. In der Tabelle liegt Paderborn nun neun Punkte vor Platz drei und kann bereits nächste Woche Herbstmeister werden.

Fortuna Köln 1:2 1. FC Magdeburg: FCM siegt im Spitzenspiel

Das Spitzenspiel des Spieltags zog von Beginn an am Tempo. Bereits nach fünf Minuten musste Boss gegen Beck parieren. Völlig verdient gingen die Gäste nach 16 Minuten auch in Führung. Michel Niemeyer traf im 1-gegen-1 gegen Boss zum 1:0. Knappe zehn Minuten später hätte es dann 2:0 heißen müssen, doch Boss konnte einen abgefälschten Kopfball von Beck grandios parieren. Von der Heimelf kam weiterhin erschreckend wenig, sodass in der 33. Minute wieder Beck per Kopf eine Chance vergab. Aus dem Nichts kam die Fortuna dennoch zum Ausgleich. Nach einem Foul von Hammann an Scheu gab es Elfmeter für die Heimelf, den Keita-Ruel zum höchst schmeichelhaften 1:1-Pausenstand verwandelte (43.).

In den zweiten 45 Minuten war das Spiel deutlich ausgeglichener und mutierte immer mehr zum Kampfspiel. Chancen ergaben sich erst nach einer Stunde als Glinker einen Distanzschuss von Ernst über die Latte lenken konnte. Kurz zuvor hatte Niemeyer mit einem Aufsetzer Boss geprüft. Nur eine Minute später gingen die Gäste wieder in Führung. Niemeyer scheiterte noch an Boss, doch den Abpraller konnte Düker im Tor unterbringen. Fortuna warf in der Schlussphase alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich, doch dieser wollte gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Magdeburger nicht mehr gelingen. Somit springt Magdeburg wieder auf den zweiten Tabellenplatz.

Sportfreunde Lotte 2:2 SV Meppen: Wetterchaos beim Auswärtsheimspiel

Beim Auswärtsheimspiel in Lotte – über 3500 Gästefans waren im Stadion –  konnte der SVM zu Beginn nicht an die Leistungen der Vorwochen anschließen. Die Sportfreunde aus Lotte dagegen übernahmen das Kommando. Das Spiel versank immer mehr in Sturm und Regen, sodass gepflegter Fußball beinahe unmöglich wurde. Erst in der 27. Minute ergab sich die erste Chance für die Heimelf, doch Al Ghaddiouis Kopfball landete nur in den Amen von Domaschke. Kurz vor der Pause wurde es dann endlich rasant. In der 43. Minute verpasste Granatowski das 1:0 für die Gäste, im Gegenzug scheiterte Freiberger an Domaschke und in der letzten Minute brachte Kleinsorge die Gäste tatsächlich in Führung.

Nach dem Pausentee drängte Lotte schnell auf den Ausgleich. Dieser fiel nach 52 Minuten mit einem tollen Hammer von Adam Straith, der eine Ablage von Al Ghaddioui volley ins Tor wuchtete. Die Heimelf blieb das klar bessere Team, vergab jedoch beste Chancen durch Freiberger, Dej und Al Ghaddioui. Erst nach einer Stunde wachte auf Meppen wieder auf und hatte in Person von Kleinsorge, der aber alleine vor Fernandez den Ball verstolperte (60.), eine gute Gelegenheit. Zehn Minuten vor dem Ende gingen die Gäste doch wieder in Führung. Kleinsorge setzte sich gegen die halbe Defensive der Lotter durch und überwand dann auch noch Fernandez im Tor der Westfalen zum 2:1. In der Schlussminute – als die mitgereisten Anhänger der Gäste schon feierten – fiel doch noch der Ausgleich für Lotte zum verdienten 2:2-Endstand durch Luka Tankulic.

Chemnitzer FC 0:3 Würzburger Kickers: Würzburg lebt weiter

Der CFC startete gegen die abstiegsbedrohten Kickers sehr engagiert und hätte schon in den ersten paar Minuten durch Slavov oder Frahn in Führung gehen können. Beide konnten ihre ersten Chancen aber nicht verwerten. Doch auch die Gäste meldeten sich früh an, nachdem Kunz einen Abschluss von Felix Müller nach sieben Minuten parieren musste. Fünf Minuten später hätte Mast die Gäste in Führung bringen müssen, brachte den Ball aus fünf Metern aber nur über das Tor. Es wogte weiter hin und her, sodass Leutenecker (18.) und Göbel (21.) für beide Teams gute Chancen vergaben. Der Chancenwucher auf beiden Seiten erinnerte an das 0:0 gegen Osnabrück. Sieben Minuten vor der Pause musste Kunz einen Schuss von Wagner noch aus dem Winkel kratzen. Es blieb beim rasanten 0:0 zur Pause.

Aus dieser kamen die Gäste zielstrebiger und belohnten sich in der 51. Minute selbst. Ademis Pass wuchtete Simon Skarlatidis per Traumtor in gen Torwinkel zum 1:0 für Würzburg. Direkt im Anschluss erhöhten die Gäste sogar auf 2:0. Einen Freistoß von Göbel köpfte Schuppan aus der Nahdistanz zum 2:0 ein. Chemnitz wirkte völlig von der Rolle, sodass Würzburg weiter hätte erhöhen können, doch Kunz rettete gegen Ademi mit einer starken Fußparade (68.). Kurz vor dem Ende gelang Skarlatidis doch noch das 3:0 und den Kickers ein verdienter Auswärtssieg in Chemnitz. Mit dem klaren Sieg verlassen die Kickers die Abstiegsplätze und sind jetzt 15., punktgleich mit Chemnitz.

Sonnenhof Großaspach 1:0 Rot-Weiß Erfurt: Nichts läuft bei RWE

Während die krisengebeutelten Erfurter ordentlich in die Partie starteten, leitete ein Fehlpass von Bergmann die erste Chance der Heimelf nach sechs Minuten ein. Klewin setzte sich im Laufduell gegen Gyau aber durch. Obwohl sich das Spiel im Anschluss deutlich beruhigte, war es eher die SG, die näher am Torerfolg schnupperte. Nach einem Standard in der 18. Minute musste Klewin erneut gegen Leist parieren. Aus dem Nichts wurden die Fans im Stadion aufgeweckt. Nach einem hohen Ball fasste sich Kammlott ein Herz und traf nur den Pfosten des SG-Tores. Vor der Halbzeit sollte ein Treffer aber keinem der beiden Teams mehr gelingen.

RWE zeigte sich nach dem Seitenwechsel etwas mutiger. Ein Heber von Kammlott landete nach 50 Minuten nur auf dem Tor. Es kam für Erfurt aber wieder alles anders. Nach einem Foul von Benamar an Sohm zeigte der Unparteiische in der 64. Minute auf den Punkt. Yannick Thermann nutzte die Chance zur etwas überraschenden Führung der Heimelf. Die Thüringer waren in der Folge absolut verunsichert, sodass sie kaum mehr ein Spiel in der Offensive zustande brachten. Erst in der 78. Minute sorgte ein Schuss von Menz für Gefahr, doch Broll parierte mit den Fäusten. Es blieb beim 1:0 für Großaspach, die Situation in Erfurt wird immer bedrohlicher. In der Tabelle liegen die Thüringer nun bereits sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Carl Zeiss Jena 2:1 SV Werder Bremen: Jena mit Big-Point im Abstiegskampf

Die erste Chance im Kellerduell in Jena ging auf das Konto von Günther-Schmidt, dessen Schuss nach neun Minuten am Tor vorbeiflog. Nicht überraschend gingen die Gastgeber nach einer Viertelstunde in Führung. Nach Vorarbeit von Brügmann vollendete Bock mit einem satten Schuss ins linke Eck. Nach einer halben Stunde hätte Cros eigentlich erhöhen müssen, doch sein Abschluss aus dem Rückraum ging knapp rechts am Tor vorbei. Die Führung zur Pause hatte sich die Heimelf schließlich redlich verdient.

Aus der Pause kamen die jungen Bremer deutlich verbessert, in Form eines wuchtigen Schusses von Eggersglüß, den Koczor parieren musste. Die jungen Werderaner wirkten wie ausgewechselt und drängten Jena in die eigene Hälfte. Eine Viertelstunde vor dem Ende fiel schließlich der hochverdiente Ausgleich. Nach einem schönen Pass von Brünning wuchtete Kazior den Ball aus 20 Metern ins Tor. Erst danach wachte Jena wieder auf, wurde aber trotzdem in der 87. Minute durch René Eckardt belohnt. Eine eigentlich harmlose Flanke von Cros ließ Oelschlägel passieren, sodass der Jenaer nur ins leere Tor schieben musste. Den nach der zweiten Hälfte glücklichen Sieg brachte der FCC  über die Zeit und distanziert die Abstiegszone nun auf fünf Punkte.

Karlsruher SC 1:0 FSV Zwickau: KSC mit Arbeitssieg über Zwickau

Die erste Chance des Spiels, das aufgrund einer Verspätung des Zwickauer Sonderzuges mit 30-minütiger Verzögerung angepfiffen wurde, hatte Wagner für die Gäste, doch sein Abschluss ging in der 12. Minute am Tor vorbei. Von der Heimelf kam lange Zeit zu wenig, während Zwickau sich aus einer kompakten Defensive heraus sicher präsentierte. Ein wirklicher Leckerbissen war die Partie im Wildpark aber nicht und große Chancen wurden den Fans lange Zeit gar keine geboten. Eine verunglückte Flanke von Camoglu in der 39. Minute sorgte noch am ehesten für Gefahr. Kurz vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst konnte Göbel einen Drehschuss der Gäste nicht zur Führung verwerten (41.), in der Schlussminute wuchtete Gordon nach einer Ecke den Ball zur Führung der Heimmannschaft ins Tor und damit auch zur Halbzeitführung.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht wirklich besser. Erst in der 60. Minute ging ein Kopfball von Schleusener in Richtung Tor, den Brinkies aber mühelos parieren konnte. Dennoch drückte Karlsruhe mehr und mehr auf die Entscheidung. Nach einer Ecke von Wanitzek verpasste Schleusener gegen Wachsmuth die große Chance zur Entscheidung und 17 Minuten vor dem Ende zog Lorenz knapp über die Latte. Karlsruhe spielte es am Ende sehr routiniert zu Ende, sodass Zwickau nach dem Seitenwechsel keine einzige echte Torchance gelang. In der Tabelle macht der KSC weiter Boden gut und rangiert jetzt auf Platz 8, Zwickau fällt auf den 17. Platz zurück.

 

   
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