FCM landet Big-Points, FCK verpasst Sieg, HFC verliert 0:4

Wichtiger Sieg für den 1. FC Magdeburg: Bei der SpVgg Unterhaching setzten sich die Elbstädter am Samstag mit 2:0 durch. Während Kaiserslautern den Sieg in Verl verpasste und nur 1:1 spielte, kam Halle gegen Bayern II mit 0:4 unter die Räder.

Verl 1:1 Kaiserslautern: FCK wieder nur Remis

Gegen den kriselnden 1. FC Kaiserslautern hätte der SC Verl seine starke Saison beinahe perfekt fortsetzen können. Sickingers Rückpass auf Spahic nach neun Minuten geriet viel zu kurz, sodass Rabihic frei vor dem Schlussmann an die Kugel kam. Gegen den heraus eilenden Keeper scheiterte der Verler im ersten Versuch und brachte den zweiten Ball nicht an Kraus auf der Linie vorbei (9.). Auch der FCK bekam eine Viertelstunde später seine Großchance zur Führung. Ritter lupfte einen Freistoß über die Mauer hinweg auf Pourié, der per Direktabnahme links vorbei zog (24.). Im Anschluss wurde die Partie deutlich ruhiger, ohne das eines der beiden Teams eine weitere Großchance erspielen konnte. Zehn Minuten vor dem Pausentee zogen die Gastgeber das Tempo wieder etwas an. Rabihic hatte das Auge für den mitgelaufenen Ritzka, der mit seiner Hereingabe im Zentrum Taz bediente. Dessen Kopfball konnte Spahic sehenswert von der Linie kratzen (35.). Auch die letzte Aktion vor der Pause ging an die Verler. Eine Flanke von Schikowski konnte Taz per Kopf aber nicht mehr gefährlich auf den Kasten bringen (44.).

Im zweiten Durchgang lief der FCK deutlich höher gegen die Verler an und machte deren Spielaufbau dadurch deutlich schwieriger. Auch selbst kamen die Gäste immer wieder in der Offensive zu Szenen. Eine Ecke von Çiftçi landete am zweiten Pfosten bei Hercher, der allerdings nur in die Arme von Brüseke köpfte (53.). Kurz darauf konnte Verl sich offensiv mal wieder zeigen. Corboz bediente mit einem Flachpass Rabihic, dessen Direktschuss Bachmann gerade noch am Einschlag hindern konnte (59.). Nur zwei Minuten später ging auf der anderen Seite die Saibene-Elf durch Marvin Pourié in Führung. Neuzugang Jean Zimmer brachte von der Grundlinie eine Flanke auf den Kopf des Stürmers, der aus zwei Metern nur noch einnicken musste (61.). Fünf Minuten später bekamen die Roten Teufel sogar noch einen Elfmeter nach einem Handspiel von Mehmet Kurt. Allerdings scheiterte Pourié am stark reagieren Brüseke im Verler Tor (66.). Wieder nur fünf Minuten später hatte auch Ritter eine gute Chance auf 2:0 zu stellen, zog aber knapp am rechten Pfosten vorbei (71.). Die vergebenen Chancen rächten sich zehn Minuten vor dem Ende. Lannert legte auf rechts zum auffälligen Corboz heraus, der wiederum von der Grundlinie in die Mitte flankte. Dort stand am zweiten Pfosten Taz sträflich frei und versenkte humorlos links unten im Tor (81.). Nur drei Minuten später traf der Torschütze zum Ausgleich auch noch den linken Pfosten des FCK-Tores (84.). Somit trauerte am Ende Lautern dem vergebenen Elfmeter und Verl dem Pfostenschuss hinterher und müssen beide mit einem Remis leben. Lautern bleibt damit 16., Verl ist nun Fünfter.

Unterhaching 0:2 Magdeburg: FCM siegt im 6-Punkte-Spiel

Im Kellerduell der Samstagsspiele erwischten beiden Mannschaften einen durchaus aktiven Start. Bereits nach vier Minuten musste Behrens eine Hereingabe von Anspach abfangen und damit eine gefährliche Aktion unterbringen (4.). Auch die nächste Chance ging auf das Konto der Gastgeber. Grauschopf behielt nach einem Ballgewinn die Übersicht und setzte Schwabl 15 Metern vor dem Tor im Szene. Der zog sofort aufs Tor ab und verfehlte den linken Pfosten knapp (17.). Fünf Minuten später unterlief Behrens eine Ecke von der linken Seite, sodass Grauschopf aufs Tor köpfen konnte, dieses aber um einen Meter verfehlte (22.). Etwas überraschend ob der Chancen, nicht aber aufgrund der Spielanteile, fiel die Führung kurz darauf auf der anderen Seite. Neuzugang Granatowski nahm auf der rechten Seite Ernst mit, der im Rückraum das Auge für Saliou Sané hatte. Frei vor dem Tor vollendete der Stürmer aus 15 Metern oben links zum 1:0 (29.). Magdeburg kontrollierte im Anschluss weiter die Partie und die SpVgg kam nicht mehr zu eigenen Chancen vor der Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel wirkten die Gäste sicherer in ihrem Spiel. Ein erster Kopfball von Sané wurde von Mantl gegen die tiefstehende Sonne fallen gelassen, doch kein Magdeburger konnte davon profitieren (48.). Im Anschluss wachte auch Haching wieder auf und wurde deutlich mutiger. Nachdem ein vielversprechender Angriff über Grauschopf, Schwabl und Anspach noch wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (55.), musste kurz darauf Behrens einen Distanzschuss von Grauschopf parieren (57.). Zehn Minuten später hätte es eigentlich den Ausgleich geben müssen. Marseiler brachte das Spielgerät im Zentrum zu Hufnagel, der aber aus fünf Metern und spitzem Winkel vorbei schoss (66.). In einer durchaus munteren Schlussphase zeigte sich auch der FCM wieder in der Offensive. Nach einer Ecke bekam Hasenhüttel den Ball im Strafraum der Gastgeber an die Hand, doch ein Elfmeterpfiff blieb aus (78.). Kurz vor dem Ende entschieden die Magdeburger die Partie allerdings endgültig. Sören Bertram markierte in der 85. Minute nach schöner Vorarbeit von Sané das 2:0 und machte den verdienten Sieg der Elbstädter an der Isar perfekt. In der Tabelle rückt der FCM bis auf einen Punkt an das rettende Ufer heran, Haching belegt weiterhin Platz 15.

Halle 0:4 Bayern II: Schwarzer Tag für den HFC

Mutig und ohne den Rucksack der schwachen Saisonphase begannen die Gäste aus München in Halle. Schon nach neun Minuten belohnten sich die kleinen Bayern mit der Führung. Staller nahm einen verlorenen Ball von Scott auf und zog die Kugel scharf vor das Hallenser Tor, wo Jastremski aus zwei Metern mit der linken Pike die Führung markierte (9.). Nur drei Minuten später hätte Stanišić sogar schon auf 2:0 stellen können, verpasste aber eine Hereingabe von Kern haarscharf (12.). Es blieben weiter nur die Münchener aktiv. Lindenhahn leitete mit einem Ballverlust einen Angriff über Kern und Jastremski ein. An dessen Ende zog Letztgenannter einen Meter am Tor vorbei (20.). Fünf Minuten später wurde es auch im anderen Strafraum knifflig. Zuerst forderte Halle einen Elfmeter, nachdem Boyd gegen Lungwitz zu Fall kam. Ein möglicher, aber sicher nicht zwingender Pfiff, blieb indes aus (25.). Es folgten weitere knifflige Entscheidungen. Der vermeintliche Ausgleich des HFC durch Papadopoulos zählte zurecht wegen Abseits nicht (31.) und ein Ellbogenfoul von Vučur auf der Strafraumkante gab nur Freistoß und keinen Elfer (36.). Die Bayern besonnen sich danach wieder auf ihrem starken Offensivspiel. Kern versprang völlig frei vor dem Tor der Ball, sodass er das sicher geglaubte 2:0 nicht erzielen konnte (37.). Auf der Gegenseite legte Boyd frei vor dem Tor noch einmal quer anstatt selbst zu schießen, sodass Feldhahn gerade noch klären konnte (39.). Wieder nur zwei Zeigerumdrehungen später tunnelte Kern vom linken Strafraum aus Müller im HFC-Tor. Kurz vor der Linie drückte Zaiser den abgefälschten Ball über die Linie und markierte den durchaus verdienten 2:0-Pausenstand für den FCB II.

Für Halle wurde es auch nach dem Pausentee nicht besser. Keine sechs Minuten waren gespielt, da erhöhte Maxi Zaiser schon auf 3:0 und entschied die Partie vor. Erneut leitete der auffällige Scott die Szene ein und bediente im Strafraum Zaiser, der mit viel Wucht den abgefälschten Schuss im linken Eck unterbrachte (51.). Halle versuchte zwar sofort über Lindenhahn und Boyd zu antworten, doch beide Male scheiterten die Offensivspieler bei ihren Abschlüssen (55.). 20 Minuten vor dem Ende wurde es richtig bitter für Halle. Nietfeld verlor die Kugel im Mittelfeld, sodass Stiller seinen Kollegen Jastremski auf die Reise schicken konnte. Der zog bis in den Strafraum und vollendete flach ins rechte Eck zum 4:0 (72.). Das Tor zog dem – freilich nicht so schlecht spielenden – HFC endgültig den Zahn. Bayern spielte es ruhig zu Ende und hatte sogar noch die eine oder andere Chance zu erhöhen. Am Ende war der Sieg der Gäste zwar verdient, in der Höhe aber zu deutlich, da der HFC viel Engagement gezeigt und selbst einige Chancen vergeben hatte. In der Tabelle bleibt Halle Neunter, Bayern II rückt einen Platz dahinter bis auf zwei Zähler ran.

   
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