Gedenkmarsch für Hannes – Zugkamera abgeklebt?

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© imago/Schroedter

Auch neun Tage nach dem Tod von FCM-Fan Hannes ist die Trauer noch immer groß. Um dem 25-Jährigen zu gedenken, soll es am Samstag vor dem Spiel gegen Chemnitz einen stillen Gedenkmarsch vom Hauptbahnhof zum Stadion geben. Unterdessen sind neue Ermittlungsdetails bekannt geworden.

Schweigeminute vor Anpfiff

Vom Hauptbahnhof aus wollen die Fans des 1. FC Magdeburg am Samstag ab 12 Uhr den Weg gehen, den Hannes regelmäßig zu den Heimspielen bestritt. Am Stadion werden Kondolenzbücher ausliegen, zudem werden Gedenkschleifen für Hannes verkauft. Die Einnahmen sollen der Familie zugutekommen. Darüber hinaus wird es vor Spielbeginn eine Schweigeminute geben.

Überwachungskamera offenbar abgeklebt

Die Ermittlungen, wie es Anfang Oktober zu dem folgenschweren Sturz aus dem fahrenden Zug kommen konnte, laufen unterdessen weiterhin auf Hochtouren. Wie die "Bild" aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, soll die Überwachungskamera an der Tür, an der Hannes aus dem Zug stürzte, während der entscheidenden Szene abgeklebt worden sein – offenbar von einer HFC-Fangruppe. Somit fehlen entsprechende Bilder vom Sturz des FCM-Anhängers. Ein Gutachten soll indes klären, warum der Zug trotz geöffneter Tür weitergefahren ist. Bei einem Runden Tisch im Innenministerium Sachsen-Anhalt wurde am Donnerstag außerdem eine gemeinsame Erklärung gegen Gewalt verabschiedet. Darin wird ein grundsätzliches Umdenken in den Fanszenen gefordert.

 

   

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