Magdeburg besiegt Haching, Antwerpens Debüt glückt

Nach der Länderspielpause kehrte auch die 3. Liga mit sechs Partien am Samstag wieder auf den Rasen zurück. Während Magdeburg im Spiel des Tages Unterhaching keine Chance ließ (3:0), drehte Braunschweig beim Debüt von Trainer Marco Antwerpen das Spiel gegen Chemnitz (2:1). Meppen, Zwickau und Uerdingen verschärfen mit Siegen die Abstiegssorgen von Großaspach, Münster und jetzt auch Würzburg, während es in Mannheim keinen Sieger gab.

Magdeburg 3:0 Unterhaching: FCM lässt keine Zweifel aufkommen

Das Spitzenspiel des Samstags stieg in der MDCC-Arena in Magdeburg, wo der FCM den perfekten Spielstart für sich verbuchen konnte. Nach einem feinen Solo vollendete Rico Preißinger, der noch kurz vor die gelbe Karte gesehen hatte, aus dem Strafraum heraus ins lange rechte Toreck (4.). Haching probierte über Hain zu antworten, der allerdings an Alexander Brunst scheiterte (6.). Es ging weiter auf und ab. Beck forderte nach 16 Minuten ein Strafstoß, bekam diesen aber nicht, auf der Gegenseite wurde ein Abschluss von Hain in der 30. Minute gerade noch geblockt. Zehn Minuten vor der Pause legten die Hausherren nach. Eine Ecke wurde am ersten Pfosten von Beck verlängert, sodass am zweiten Pfosten Müller per Kopf vollenden konnte (34.). Der FCM drängte auch noch auf das dritte Tor, doch Preißinger konnte mit einem sehenswerten Distanzschuss Mantl im Tor der Gäste nicht überwinden (40.).

Direkt nach der Pause konnte der Schlussmann die Entscheidung aber nicht verhindern. Zweimal konnte er noch gegen Sebastian Ernst parieren, doch der dritte Schuss in der selben Szene kam von Chahed, der den Keeper überwinden und das 3:0 erzielen konnte (47.). Unterhaching fehlte in der Offensive jede zwingende Aktion nach der Pause, während Magdeburg die Partie kontrollierte. Den Ehrentreffer für Haching vergab Stroh-Engel in der 79. Minute, als der Stürmer von Schröter in Szene gesetzt aus nächster Distanz nur Engel auf der Linie abschoss. Es blieb somit beim verdienten 3:0-Heimsieg des FCM. Während Magdeburg auf Rang sechs vorrückt, fällt Haching auf den fünften Platz.

Braunschweig 2:1 Chemnitz: Doppelschlag rettet Antwerpen-Debüt

Nach dem Trainerwechsel in der Länderspielpause versuchten die heimischen Braunschweiger von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Schon nach zwei Minuten prüfte Kessel das erste Mal Jakubov im CFC-Tor, der aber auf dem Posten war. Nach 22 Minuten überschlugen sich dann aus dem Nichts die Ereignisse. Nach einem Kobylanski-Freistoß scheiterte Ziegel an Jakubov auf der Linie (22.) und im Gegenzug flankte Garcia das Leder auf Hosiner, der es per Kopf unten rechts im Tor versenkte (23.). Das Tor tat den Himmelblauen sichtlich gut, wohingegen Braunschweig verunsichert wirkte. Tallig und Langer wurden in der 38. Minute beide gerade noch am Torschuss gehindert, Garcias Abschluss der Gäste wurde von Fejzic gerade noch geklärt (40.). Die Führung hätte zur Pause auch noch höher ausfallen können.

Der Frust der Braunschweiger wurde auch nach der Pause erstmal nicht weniger. Nach einem Freistoß von Kobylanski bekam Hoheneder das Leder an den Arm, einen Elfmeter gab es aber nicht (49.). Die Heimelf tat sich weiterhin schwer. Kessels Flanke landete am langen Pfosten bei Feigenspan, der per Halbvolley das Leder ans Außennetz setzte (57.). Chemnitz verlegte sich keineswegs nur auf die Defensive. Bonga legte mit der Hacke zu Itter ab, dessen Flanke Tallig in der Box aber verpasste (63.). Eine Viertelstunde vor Schluss stellte die Eintracht die Partie kurz mal auf den Kopf. Binnen einer Minute drehte Mike Feigenspan die Partie quasi alleine. Nach einer Ecke zog der Offensivmann aus dem Rückraum ab und lupfte das Leder krumm ins Tor zum 1:1 (75.). Keine 60 Sekunden später war er wieder zur Stelle. Jakubov konnte noch stark gegen Bär parieren, aber Feigenspan stand wieder richtig und köpfte das Leder in die Maschen (76.). Chemnitz konnte sich von dem Schock nicht mehr erholen, verlor am Ende höchst unglücklich gegen den BTSV, für dessen Trainer Marco Antwerpen es somit ein gelungenes Debüt war. Braunschweig ist nun Vierter, Chemnitz bleibt unter dem Strich.

Würzburg 1:2 Uerdingen: Boere entscheidet das Spiel

Am Dallenberg bekamen die Zuschauer zu Beginn ein sehr zerfahrenes Spiel ohne Höhepunkte zu sehen, bei dem die Kickers die etwas bessere Mannschaft stellten. Erst nach einer Viertelstunde kamen die Gäste besser in die Partie und holten sich nach 26 Minuten die Führung. Eine Ecke wurde von Lukimya auf Boere abgelegt, der am schnellsten reagieren konnte und sein viertes Saisontor erzielte. Würzburg kam in der Defensive überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe. Einen langen Ball in die Spitze klärte Hägele ohne Not ins eigene Toraus (35.) und drei Minuten später hatte der FWK Glück, dass Boere einen aussichtsreichen Konter verstolperte (38.). Selbst hatten die Kickers nur noch eine Direktabnahme von Herrmann, die aber von Bittroff zur Ecke gelenkt wurde.

Würzburg kam verbessert aus der Kabine. Schuppan verlängerte einen Kopfball am langen Eck vorbei (49.), Herrmanns Flanke musste Königshofer gerade noch am Tor vorbei fausten (56.). Wirklich zwingend wurden die Franken allerdings nicht, sodass Uerdingen sich befreien konnte. Tom Boere war es schließlich, der in der 76. Minute mit dem 2:0 den Deckel auf das Spiel setzte. Pflückes Steilpass landete bei Kinsombi, der quer zu Boere ablegte, sodass der Stürmer nur noch den Fuß hinhalten musste. Würzburg kam in der 90. Minute nur noch zum Anschlusstreffer, als Schuppan eine Flanke von links aus zehn Metern vollendete. An der Niederlage änderte der Treffer allerdings nichts mehr. Während Würzburg damit im Keller hängen bleibt, verschafft sich der KFC nach zuvor zwei Niederlagen wieder etwas Luft und ist nun Elfter.

Mannheim 0:0 Ingolstadt: FCI verpasst Spitze

Schon nach sechs Minuten des Spiels hätten beide Teams durchaus in Führung liegen können. Zuerst zog Eckert-Ayensa im Fallen am Pfosten vorbei (4.) und auf der anderen Seite bugsierte Korte mit dem Vollspann das Leder links am Aluminium vorbei (6). Es blieb eine Partie auf Augenhöhe, in der allerdings der letzte Pass beider Teams in schöner Regelmäßigkeit nicht beim Zielspieler ankam. So entwickelte sich ein sehr chancenarmes Spiel, dass nur durch einen Schuss von Koffi in der 36. Minute noch einmal Gefahr vor der Pause entwickelte. Dieser rauschte aber links am Pfosten vorbei und es ging torlos in die Kabine.

Nach dieser nahm das Spiel deutlich Fahrt auf, vor allem weil der FCI mit mächtig Druck aus der Kabine kam. Mitten in diese Drangphase hätten sich die Schanzer allerdings fast das 0:1 gefangen. Marx flankte nach innen auf Celik, der sofort rechts unten aufs Tor zog. Antonitsch konnte auf der Linie noch für seinen Keeper klären (54.). Auch der FCI bekam seine große Chance fünf Minuten später. Conrad unterschätzte einen langen Ball, sodass Gaus das Leder aus 30 Metern an den Pfosten hämmern konnte (60.). Insgesamt blieb es aber dabei, dass beide Mannschaften zwar auf Augenhöhe bewegten, aber kaum zielstrebig Chancen kreieren konnten. Ferati scheiterte aus 14 Metern an Königmann (78.) und Schuster per Kopf an Buntic (82.). Es blieb somit bei einem gerechten 0:0 Remis, mit dem Ingolstadt allerdings die Tabellenführung verpasste.

Meppen 2:1 Großaspach: SVM eiskalt

Im Emsland nahm sich die Partie eine viertelstündige Anlaufzeit. Erst dann probierten es Martinovic und Vlachodimos auf Seiten der Gäste mit Distanzschüssen, aber jeweils war Domaschke auf dem Posten (14.). Die Gäste blieben das deutlich gefährlichere Team, aber ein Schuss von Vlachodimos (23.) und eine von Ünlüfcifci aus 23 Metern gingen nicht einmal auf das Tor (30.). Das Chancenplus der SGS nahm weiter zu. Martinovic zog aus vollem Lauf aus zehn Metern ab, doch Domaschke parierte stark mit den Fingerspitzen. Im Gegenzug kam es, wie es kommen musste. Reule brachte Undav im Strafraum zu Fall und den fälligen Elfmeter wuchtete Leugers unten rechts ins Tor. Die Meppener Führung zur Pause war somit mehr als glücklich.

Auch in den zweiten 45 Minuten bekam die SGS deutlich mehr Zug ins Spiel. Martinovic scheiterte frei vor Domaschke (49.) und Brünker scheiterte vier Minuten später auch am Schlussmann, der mit vollem Einsatz aus der Nahdistanz parieren konnte (53.). Die Ereignisse wiederholten sich. Zuerst verpasste Kleinsorge auf Vorlage von Evseev noch das 2:0 (57.), doch fünf Minuten später ließ sich der SVM nicht nochmal bitten. Kleinsorges Flanke landete bei Undav, der völlig unbedrängt nur noch den Fuß hinhalten musste und das 2:0 markierte (61.). Es blieb eine hektische Partie, in der sich die SGS nicht aufgeben wollte. Amin konnte in der 75. Minute gerade noch Gehrings Kopfball auf der Linie klären und im Gegenzug traf Evseev für den SVM nur den Pfosten (76.). Wieder nur drei Zeigerumdrehungen später hätte Meppen das Spiel entscheiden müssen, doch Tankulic scheiterte am stark parierenden Reule (79.). Erst in der 89. Minute kam die SGS noch einmal zum Anschluss, als Imbongo Boele mit dem Knie aus neun Metern mehr oder weniger angeschossen wurde. Die Niederlage verhindern konnte der Anschluss allerdings nicht mehr, sodass sich Aspach unglücklich gegen Meppen geschlagen geben musste und Drittletzter bleibt. Meppen rückt derweil auf Rang sieben vor.

Zwickau 4:2 Münster: SCP-Krise verschärft sich

Gegen die seit August sieglosen Preußen erwischten die heimischen Schwäne aus Zwickau den perfekten Start. Nach drei Minuten schlenzte Fabio Viteritti einen Freistoß aus zentraler Position ins Toreck, wo SCP-Keeper Schnitzler nur noch mit den Fingerspitzen hinkam. Im direkten Gegenzug schlugen die Gäste aber zurück. Mörschels Abschluss nach Litka-Flanke wurde noch geblockt, aber der Rebound landete bei Öczan, der das Leder aus kurzer Distanz zum 1:1 einschob (4.). Die Zwickauer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und blieben das bessere Team. Nach einer Ecke legte König das Leder zurück zu Godinho, der aber aus zwölf Metern an Schnitzler scheiterte (23.). Wieder im Gegenzug scheiterte erst Dadashov an Brinkies und den Nachschuss setzte Scherder über das Tor (24.). Als das Spiel eigentlich schon in der Pause schien, schlugen die Schwäne nochmal zu. Reinhardts Abschluss wurde noch geblockt, sodass Godinho an den Abpraller kam und diesen für Huth auflegte. Der Stürmer ließ sich nicht bitten und vollendete per Kopf zum 2:1 (45.).

Schon fünf Minuten nach der Pause war das Spiel letztlich völlig entschieden. Schröter schlenzte zunächst aus 15 Metern das Leder in den Torwinkel (49.) und zwei Minuten später lupfte Viteritti einen Freistoß auf Huth, der frei vor Schnitzler das 4:1 erzielen durfte (51.). Die Preußen probierten noch einmal zurückzukommen, doch Scherders Kopfball nach einer Stunde war sichere Beute für Brinkies. Insgesamt wirkten die Gäste nur nach Standards wirklich gefährlich, während Zwickau gerne noch mehr Tore geschossen hätte. Godinho blieb aus 14 Metern allerdings an Schauerte hängen (64.). Zehn Minuten später kamen die Preußen noch zum 2:4, als Kittners Flanke in die Mitte von einem Zwickauer ins eigene Tor ablenkte (81.). Dennoch blieben die drei Punkte verdientermaßen in Zwickau, das sich damit Luft im Abstiegskampf verschafft und nun Neunter ist. Münster ist derweil seit zwölf Spielen sieglos und weiterhin Vorletzter.

   
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