FCK: Schommers trotz Pleite "stolz auf die Mannschaft"

Die Serie des 1. FC Kaiserslautern ist gerissen: Nach sieben Spielen in Folge ohne Niederlage standen die Roten Teufel beim 1:2 in Ingolstadt erstmals seit Anfang November wieder mit leeren Händen da. Eine überaus bittere und vermeidbare Pleite, wie die Beteiligten aus FCK-Sicht festhielten.

Knock-Out in der Nachspielzeit

Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit. Kaiserslautern war in Ballbesitz, verlor das Spielgerät jedoch und verursachte bei einem Angriff der Ingolstädter einen Freistoß. Diesen brachte Marcel Gaus ins Zentrum und fand dort Thomas Keller, der zum zweiten Mal an diesem Nachmittag traf und den Roten Teufeln damit in letzter Sekunde den Punktgewinn entriss. "Wir dürfen den Ball in dieser Situation niemals so leichtfertig herschenken", ärgerte sich Trainer Boris Schommers auf der Pressekonferenz nach dem Spiel über die Entstehung des späten Gegentreffers. "Wenn es 30 Sekunden vor Abpfiff beim Tabellenzweiten 1:1 steht, musst du den Punkt mitnehmen." So aber stand am Ende eine überaus bittere Niederlage. "Wenn du in der letzten Minute so einen Standard bekommst, obwohl wir wussten, dass Ingolstadt eine bei Standards starke Mannschaft ist, dann hast du es im Endeffekt auch nicht verdient", sagte Kapitän Carlo Sickinger.

Dennoch war die Pleite vermeidbar. Vor allem deswegen, weil der FCK über 90 Minuten die bessere Mannschaft war. "Wir haben ein top Spiel gemacht", fand auch Schommers. "Wir hatten mehr Spielanteile, mehr Chancen und lassen aus dem Spiel heraus nur eine Chance zu." Dementsprechend bitter sei es, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Der Ausgleich durch Timmy Thiele nach 80 Minuten war verdient, ins Ziel bringt der FCK den Punkt nicht. "Wir haben alles verdient, nur nicht die Niederlage", ärgerte sich Schommers.

Neun Punkte hinter Rang drei

Doch so enttäuscht der Lautrer-Trainer über das Ergebnis auch war, hielt er fest: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat gezeigt, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann. Am Ende haben Nuancen gefehlt". Dazu gehörte auch, dass die Roten Teufel nur eine ihrer Chancen genutzt haben. Die Möglichkeiten für weitere Treffer waren fraglos vorhanden. Und auf der anderen Seite stand der FCK beim 0:1 nach 68 Minuten nicht richtig. Den Start in das neue Jahr mit nur einem Punkt aus zwei Spielen hat sich der 1. FC Kaiserslautern nach der tollen Serie vor Weihnachten sicherlich anders vorgestellt. Doch wie schon nach dem 0:0 gegen Großaspach am vergangenen Montag betonte Schommers erneut: "Wir können viel aus dem Spiel mitnehmen."

Die zarten Aufstiegshoffnungen zur Winterpause müssen allerdings zunächst wieder beiseite geschoben werden, schließlich ist der Rückstand auf den Relegationsplatz mittlerweile wieder auf neun Punkte angewachsen. Mit dem Pokal-Achtelfinale gegen Bundesligist Fortuna Düsseldorf wartet am Dienstag jedoch ein echtes Highlight auf den FCK, das sich bei einem Sieg auch finanziell lohnen dürfte: 1,4 Millionen Euro würden die Roten Teufel für das Erreichen des Viertelfinales kassieren – zusätzlich zu den 1,18 Millionen Euro, die bereits auf dem Konto sind. In der Liga kommt es am kommenden Samstag zum Wiedersehen mit Ex-Coach Sascha Hildmann, der mit Preußen Münster auf dem Betzenberg gastiert. Dann soll eine neue Serie gestartet werden.

   
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