FCK in Abstiegsgefahr: Statistiken geben Anlass zur Sorge

Mit großen Ambitionen gestartet, findet sich der 1. FC Kaiserslautern zum Ende der Hinrunde auf einem enttäuschenden 16. Tabellenplatz wieder und schwebt in Abstiegsgefahr – zumal sämtliche Mannschaften hinter dem FCK noch Nachholspiele haben und dementsprechend vorbeiziehen könnten. Auch die Statistiken geben Anlass zur Sorge.

Schwächste Hinrunde seit dem Abstieg

"Wir wollen eine der Top-Mannschaften der Liga sein." Diese Aussage tätigte Boris Schommers Mitte August. Wie realitätsfern sie war, zeigte sich schon nach beiden Niederlagen zum Auftakt der Saison, die Schommers den Job kosteten. Zu diesem Zeitpunkt belegten die Roten Teufel den letzten Platz – und so richtig bergauf ging es seitdem nicht. Nur drei Partien konnte die Elf von Trainer Jeff Saibene bislang gewinnen – so wenige wie kein anderer Klub. Zum Vergleich: Auch der FC Carl Zeiss Jena, der am Ende der vergangenen Saison als abgeschlagenes Schlusslicht den Weg in die Regionalliga antreten musste, hatte zum Ende der Hinrunde nur drei Partien für sich entschieden.

Ein Grund für die schwache Bilanz ist vor allem die harmlose Offensive: Gerade mal 17 Tore hat Kaiserslautern bislang erzielt, nur Uerdingen und Zwickau (bei drei Spielen weniger) trafen noch seltener. Viel zu oft – nämlich elfmal – teilte die Betze-Elf die Punkte. Gut möglich, dass Kaiserslautern den Drittliga-Allzeit-Rekord was Unentschieden angeht knacken wird. Dafür müssten lediglich acht der noch ausstehenden 19 Partien des FCK Remis enden. Dass gerade mal fünf Spiele verloren wurden, hilft Kaiserslautern aufgrund der hohen Anzahl an Unentschieden dagegen nicht wirklich weiter. Selbst Meppen hat mit mehr als doppelt so vielen Niederlagen (11) immerhin zwei Punkte mehr auf dem Konto. Insgesamt blickt Kaiserslautern auf seine schlechteste Hinrunde seit dem Abstieg aus der 2. Liga im Jahr 2018 zurück.

Böse Erinnerungen und ein schlechtes Omen

Bei vielen älteren FCK-Fans werden bereits Erinnerungen an die Saison 1995/96 wach, als die Roten Teufel in 34 Partien 18 Mal Unentschieden spielten und am Ende erstmals aus der Bundesliga abstiegen. Nun droht der erstmalige Abstieg in die Regionalliga – ein absolutes Horror-Szenario für den vierfachen Deutschen Meister. Und der Blick in die Historie der 3. Liga verheißt nichts Gutes: Fast die Hälfte aller Mannschaften, die nach dem 19. Spieltag so wie der FCK maximal 20 Punkte auf dem Konto hatten, sind am Saisonende abgestiegen (27 von 56). In der vergangenen Saison erwischte es mit Chemnitz, Münster, Großaspach und Jena gleich alle vier Teams.

Noch steht der FCK zwar nicht auf einem Abstiegsplatz, doch der Schein trügt: Denn alle Mannschaften unterhalb des Strichs haben noch mindestens ein Nachholspiel, Zwickau sogar derer drei. Durchaus möglich also, dass Lautern die Hinrunde nachträglich doch noch in der roten Zone abschließen wird. Schon am Dienstag könnte es soweit sein, falls Zwickau sein Nachholspiel gegen Verl gewinnen sollte. In der Rückrunde wird sich der FCK deutlich steigern müssen, um den Total-Absturz zu verhindern.

   
  • Detlef Heins

    der Schuldenverein soll in der Kreisklasse wieder anfangen, ach nee Corona hats ja möglich gemacht zu bleiben, dann eben sportlich runter

  • Michael Vogel

    Gleich kommt Luziferchen und erzählt was vom Aufstieg, der noch möglich ist :-)

    • Günther1987

      Der OFC freut sich bestimmt auch schon auf den FCK :-)

    • Luzifer98

      Herr Vogel, 15 Siege reichen. Und außerdem haben es Würzburg und Bayern 2 vorgemacht, dass es gehen kann. Ich bleibe bei meiner Meinung, unsere Mannschaft ist eine der besten der gesamten Liga, nur fehlt ein guter Trainer, der alles aus den Spielern rauskitzelt. Im Übrigen gibt es auf dbb Gerüchte, dass Armin Veh Sportdirektor und Lieberknecht neuer Trainer bei uns wird. Mit den zwei wird es bei uns mit Sicherheit viel besser laufen.

      • PeterPlys

        Ihr könnt euch auch Felix Magath als Sportdirektor und Pep Guardiola als Trainer holen, mit der "Mannschaft" ist ein Aufstieg ausgeschlossen. Wenn es nächste Saison nicht gegen Bahlingen & Balingen gehen soll, dann empfehle ich, endlich auf Realismus zu setzen.
        15 Siege? Im höchstfall werden es FÜNF

      • MUTOB MUT

        Ach was….. kein Trainer der Welt kann diese Mannschaft helfen. Die Spieler sind für die 3 Liga viel zu schlecht (schlechte Einkaufspolitik). Hier hat Notzon und Schommers alles zu veratworten. Wenn die Offensive nicht trifft, kann Saibene auch Lieberknecht nicht viel machen. Ich bin ein Betzebub und liebe diesen Verein aber Luzifer98 kann die Realität nicht erkennen und träumt von irgendwelche Trainern die zumteil erfolgreich waren aber nicht konstant erfolgreich geblieben sind, was aber nicht heissen soll, dass sie diese Gurkentruppe zu Sieger machen können.

      • Günther1987

        Ich finde schon das Ihr gute bis sehr gute Spieler habt, leider passen die nicht auf den Betze.
        Egal ob Röser oder Huth das sind 2 Stürmer die von der Flanke oder dem Zuspiel leben und das bringen eure Außen aktuell nicht, denke Ihr hättet euch mehr um Shiponski bemühen müssen.
        Dann war eine lange Zeit Baris Atik frei (jetzt FCM) das genau der Spieler der diese Pässe kann aber Ihr holt Sessa aus Aue.
        Notzon müsste am Ender der Saison gehen und Ihr solltet beginnen in der RL und 3. Liga nach Verstärkungen suchen, diese sind Günstiger und weisen Spielpraxis vor was die Teuren Bankdrücker aus der 2. Liga nicht haben.

      • Robert B.

        Ich empfehle eher die Kombination Mario Kallnik und Ismail Atalan

      • Nikita

        15 Siege aus 19 Spielen, wo Kaiserslautern bisher 3 aus 19 geschafft hat? Sicher.
        Übrigens hatte Würzburg nicht 20 Punkte nach der Hinrunde, sondern 26. Mit sechs Punkten weniger wären die Kickers am Ende auf Rang sechs oder sieben gelandet. Mal abgesehen davon, dass sie eine funktionierende Mannschaft hatten.
        Und Bayern, v.a. die Mannschaft der letzten Saison, hat ganz andere Möglichkeiten.

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