FCK gewinnt Derby, 1860 nur noch ein Punkt hinter Rang drei

Derby-Sieg für den 1. FC Kaiserslautern! Gegen den 1. FC Saarbrücken setzen sich die Roten Teufel am Samstag mit 2:1 durch und sind damit punktgleich mit dem rettenden Ufer. An der Spitze hat 1860 München mit einem 2:0 gegen Türkgücü den vierten Sieg in Folge eingefahren und liegt nur noch einen Zähler hinter Rang 3. Uerdingen verliert auch ohne Stefan Krämer mit 0:3 in Verl, während Viktoria Köln mit 2:0 gegen Halle gewinnt. Das Ostduell in Magdeburg endete mit einem torlosen Remis.

Kaiserslautern 2:1 Saarbrücken: FCK rückt ans rettende Ufer heran

Das Süd-West-Duell zwischen dem FCK und dem FCS brauchte eine Anlaufphase von etwa zehn Minuten, ehe es mächtig zur Sache ging. Zimmer trieb die Kugel auf der rechten Seite durchs Mittelfeld und legte auf Sessa ab. Dessen Flanke an den Fünfer landete bei Hanslik, der die Kugel im Fallen im Tor unterbrachte (11.). Der FCS antwortete robust mit zwei gelben Karten kurz nacheinander, ehe der Aufsteiger zum Ausgleich kam. Ein Standard von Barylla fiel am Fünfer auf den Kopf von Zeitz, der das Leder rechts im Torwinkel einnetzte (22.). Quasi im Gegenzug holten sich die Lauterer die Führung zurück. Zimmer hatte nach Kombination mit Pourié das Spielgerät zu Hercher abgelegt. Der hatte selbst schon viel zu viel Zeit und behielt selbst das Auge für Hanslik, der am zweiten Pfosten nur noch zum 2:1 einschieben musste (24.). In einer ausgeglichenen Folgephase kam wieder die Heimelf zu nächsten Chance. Zucks Flanke wurde in den Rückraum abgewehrt, wo Götze aus 20 Metern abzog und den rechten Pfosten knapp verfehlte (37.). Auf der Gegenseite fischte Spahic einen Schlenzer von Shipnoski aus der rechten Ecke (39.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es noch einmal hektisch, als Zimmer und Perdedaj im Mittelfeld aneinander gerieten. Bundesliga-Schiedsrichter Schröder beruhigte die Gemüter aber schnell wieder, sodass es ohne Hinausstellung und mit 2:1 in die Kabinen ging.

Nach dem Pausentee wären die Gastgeber beinahe erneut perfekt gestartet. Einen wuchtigen Schuss von Pourié konnte Batz nur nach vorne prallen lassen, doch den Nachschuss konnte Hanslik nicht mehr kontrolliert aufs Tor bringen (46.). Der offene Schlagabtausch ging auch in der Folge weiter. Spahic musste mit einer Flugeinlage gegen Jänicke parieren (54.), ehe auf der Gegenseite nach einer feinen Kombination der eingewechselte Bakhat aus zehn Metern per Flachschuss haarscharf den rechten Pfosten verfehlte (66.). Das Auf und Ab hielt weiter an, doch weder Jänicke (67.) noch Pourié (69.) konnten für ihre Farben Zählbares auf die Anzeigetafel schreiben. Auch in der Schlussphase war es ein spannendes und hitziges Süd-West-Derby. Die letzten Chancen des Spiels vergaben Barylla per Kopf (85.) sowie Hanslik (89.), sodass der FCK den knappen Sieg am Ende über die Zeit retten und in der Tabelle zu Bayern II aufschließen konnte. Saarbrücken bleibt Fünfter.

Türkgücü 0:2 TSV 1860: Löwen nur noch einen Punkt hinter Ingolstadt

Im Münchner Stadtduell entwickelte sich von Beginn an eine sehr unterhaltsame und offene Partie. Maiers Abschluss aus 18 Metern flog nur knapp am linken Torwinkel vorbei (4.). Wenige Minuten später musste Vollath eine von Tosun abgefälschte Flanke parieren (12.). Der Druck der Löwen nahm auch im Anschluss immer mehr zu. Wieder musste Vollath gegen Neudecker parieren (19.), ehe er eine Minute später gerade noch eine Flanke über Belkahia hinweg wischen konnte (20.). Sieben Minuten später verpasste auch Mölders mit einem Schlenzer den rechten Pfosten nur haarscharf. Die Heimelf spielte bis zum letzten Drittel der Gäste ordentlich mit, kam aber überhaupt nicht in Abschlusspositionen. So traf vor dem Tor wiederum Mölders nach 37 Minuten den Ball nicht richtig und verpasste erneut das 1:0. Das torlose Remis war für den Aufsteiger zur Pause dadurch sehr schmeichelhaft.

Nach der Pause brauchten die Löwen fünf Minuten, um sich wieder zu finden, ehe Neudecker (53.) und Lex (57.) zwei Chancen liegen ließen. Nach knapp einer Stunde belohnte sich der TSV schlussendlich für den betriebenen Aufwand. Mölders wuselte sich im Strafraum gegen drei Mann durch und ließ den Ball an die Strafraumkante zu Neudecker flippern, der das Leder aus 14 Metern links unten vom Schützen aus gesehen im Kasten unterbrachte (59.). Nur zwei Minuten später hätte die Heimelf zwingend ausgleichen müssen. Eine Vorlage von Sikaric rutschte zu Maier durch, der am herausstürmenden Hiller scheiterte (61.). Es wurde ein immer offeneres Spiel. Neudeckers Querpass auf Biankadi verpasste dieser im Zentrum nur knapp (70.), während auf der anderen Seite im Gegenzug Salger per Grätsche vor Kircicek retten musste (71.). Beinahe hätte Türkgücü-Keeper Vollath die Löwen zum Toreschießen eingeladen, als er weit vor dem Tor einen steilen Pass abfing. Den geklärten Versuch schob Lex aus 25 Metern einen Meter links am Tor vorbei (74.). Kurz vor dem Ende entschieden die Löwen die Partie final für sich. Einen Flachschuss von Mölders konnte Vollath nur klatschen lassen, sodass Belkahia aus wenigen Metern nur noch abstauben musste (83.). Kurz vor dem Ende hätte Mölders alleine vor dem Tor noch auf 3:0 stellen können, scheiterte aber an Vollaths Beinabwehr (88.). Durch den vierten Sieg in Folge rückt der TSV (bei einem Spiel mehr) bis auf einen Zähler hinter Rang drei heran – selbst Dynamo Dresden (2.) ist nur noch zwei Zähler entfernt.

Magdeburg 0:0 Zwickau: FCM holt Remis in Unterzahl

Im Ostduell in Magdeburg hätte der heimische FCM beinahe einen Start nach Maß hingelegt. Nach einer Ecke kam Andreas Müller 18 Meter vor dem Tor zum Schuss, scheiterte aber an Brinkies im FSV-Tor (4.). Die Schwäne brauchten eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Ein Distanzschuss von Schröter landete als erster Versuch in den Armen von Behrens (17.). Spielerisch besser blieb im Anschluss der FCM, der viele vielversprechende Aktionen über Atik nicht in Torchancen ummünzen konnte. So hätte es auf der Gegenseite beinahe geklingelt, als Könnecke sich aus 20 Metern ein Herz fasste und den linken Innenpfosten des Magdeburger Tores traf (35.). Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch auf dem Rasen. Bittroff trat in der eigenen Hälfte Stanić auf den Fuß und wurde mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen (41.). Er war der einzige Spieler auf dem Rasen, der bereits verwarnt gewesen war. In Unterzahl nahm die Titz-Elf das 0:0 erst einmal mit in die Pause.

Zwickau versuchte im zweiten Durchgang die zahlenmäßige Überlegenheit zu nutzen. Eine Hereingabe von Drinkuth auf König zog dieser sofort aufs kurze Eck, wo Behrens aber aufmerksam parierte (54.). Insgesamt wirkte die Unterzahl des FCM nicht so schwerwiegend wie anzunehmen war. Die Qualität des Spiels und auch die Anzahl der Chancen waren indes nicht mehr mit der ersten Halbzeit vergleichbar. Erst in den letzten zehn Minuten wurde es offensiv wieder spannender auf beiden Seiten. Contehs Schuss aus 15 Metern flog am Tor vorbei (79.), während auf der Gegenseite Lokotsch einen Querpass von Schröter haarscharf verpasste (82.). Es blieb am Ende beim torlosen Remis, mit dem der FCM ob der Unterzahl besser leben können dürfte und sich in der Tabelle vorerst auf Rang 13 schiebt.

Köln 2:0 Halle: Viktoria entledigt sich aller Abstiegssorgen

Am Sportpark Höhenberg übernahm die heimische Viktoria von Beginn an das Spielkommando. Nach gut einer Viertelstunde versuchte sich Risse mit einem Steilpass auf Thiele, den der Stürmer mit Wucht nur ans Außennetz setzte (16.). Auch zehn Minuten später spielte der ehemalige FCler einen feinen Pass auf den Ex-Lauterer, der aber an Sven Müller im HFC-Tor scheiterte (28.). Fünf Minuten später war es allerdings soweit. Einen weiten Abschlag von Mielitz verlängerte Risse auf den Flügel zu Thiele. Dessen präzise Flanke nickte Wunderlich völlig unbedrängt im Strafraum zum 1:0 in die Maschen (33.). Bis zur Pause bekamen die Kölner noch mehrere Halbchancen durch Handle (39.) und Wunderlich (45.), konnten daraus aber kein Kapital mehr schlagen.

Aus der Kabine kamen die Gäste ein wenig aktiver. Der eingewechselt Dehl setzte sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff einen ersten Kopfball über die Latte (51.). Trotzdem schlug auf der Gegenseite die Viktoria eiskalt zu. Eine Flanke von Risse von der rechten Seite rutschte im Zentrum an Thiele vorbei zu Handle, der aus sieben Metern nur noch einschieben musste (59.). Halle gab sich auch in der Folge nicht auf und suchte den Weg zum Anschlusstreffer. Mehr als ein wuchtiger Schuss von Papadopoulos von der Strafraumkante wollte aber zunächst nicht herausspringen (74.). Durch den am Ende ungefährdeten Sieg hat Viktoria Köln angesichts von zwölf Punkten Vorsprung wohl wirklich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. Halle bleibt Zwölfter und hat fünf Punkte Vorsprung auf die rote Zone.

Verl 3:0 Uerdingen: Kein Trainer-Effekt beim KFC

Nach dem Trainerwechsel unter der Woche tat sich der KFC Uerdingen mit Interimscoach Stefan Reisinger bei Aufsteiger Verl von Beginn an sehr schwer und kam offensiv kaum zur Geltung. Die Heimelf dagegen baute nach einer ruhigen Anfangsphase immer mehr Druck auf. Corboz steckte das Spielgerät in den Strafraum zu Janjić durch, der am herauseilenden Königshofer scheiterte. Den Abpraller staubte Corboz zum verdienten 1:0 ab (17.). Auch in der Folge hatten die Ostwestfalen beste Chancen auf das zweite Tor, doch gleich zweimal verpasste Janjic aus 22 Metern (21.) bzw. per Kopf (24.). Das fiel knapp zehn Minuten später aber doch. Nach einem Stellungsfehler von Dorda schickte Rabihic seinen Offensivkollegen Korb auf die Reise, der alleine auf Königshofer zulaufen und ins kurze Eck zum 2:0 vollenden konnte (36.). Gerade als sich die Uerdinger ein wenig zu fangen schienen, hätte es auch schon 0:3 stehen können, als Königshofer im Eins-gegen-Eins gegen Rabihic einen weiteren Gegentreffer verhindern musste (41.). Das 2:0 zur Pause war für den SCV daher mehr als verdient.

Uerdingen versuchte mit einem Vierfachwechsel zur Pause wieder ins Spiel zu kommen. Ein erster Abschluss von Lukimya per Kopf verpasste das Tor der Verler allerdings knapp (51.). Die Gäste wirkten in der Folge deutlich verbessert und kamen zu ihren Möglichkeiten. Kiprits Distanzschuss geriet etwas zu hoch (56.), während sieben Minuten später Pusch frei vor dem Tor am bärenstarken Brüseke scheiterte (63.). Während die Gäste weiterhin viel versuchten, war das Spiel eine Viertelstunde vor dem Ende aus dem Nichts entschieden. Ritzkas Distanzschuss aus 18 Metern war für Königshofer nicht zu halten (77.). Nur zwei Minuten später sah Haktab Traorè auf Seiten der Gäste die gelb-rote Karte. Durch die neuerliche Niederlage rutschen die Krefelder auf den drittletzten Rang ab, haben aber weiterhin nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer. Verl verbessert sich auf Rang 6.

   
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