FCI-Depression nach Traumstart: "Müssen schleunigst etwas ändern"

Der FC Ingolstadt ist nach seinem Traumstart in eine regelrechte Depression geraten. Nach den Siegen in den ersten drei Begegnungen ist der Zweitliga-Absteiger durch die zweite Niederlage in Serie mit 0:1 beim SC Freiburg II schon seit vier Spielen in Folge ohne Sieg und befindet sich in einer Abwärtsspirale.

"Irgendwie scheint der Wurm drin zu sein"

In der Mannschaft herrscht weitgehend Ratlosigkeit. "So lange sieglos zu sein, ist sicher nicht unser Anspruch", meinte Kapitän Tobias Schröck im "MagentaSport"-Interview: "Irgendwie scheint gerade ein bisschen der Wurm drin zu sein. Alles, was in den ersten Spielen geklappt hat, klappt jetzt gar nicht mehr. Es sieht dann auch so aus, dass wir keine Gier haben." Für eine Wende verlangt Schröck "mehr Intensität" von seinem gesamten Team: "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Jeder muss eine Schippe drauflegen. Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir unbedingt den Turnaround schaffen."

Tatsächlich können die Schanzer eine Trendwende eher heute als morgen brauchen. Durch seine Sommermisere liegt Ingolstadt nach erst sieben Runden schon fünf Punkte hinter der angepeilten Aufstiegszone zurück und muss um den Anschluss zur Spitzengruppe bangen. Wie Schröck schimpfte auch Trainer Rüdiger Rehm schimpfte über die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit im Angriff: "Ich kann nicht damit leben, was wir offensiv angeboten haben." In der Tat blieben die Schanzer im Spiel nach vorne vieles schuldig, sodass Freiburg der Treffer durch Lars Kehl nach 55 Minuten reichte, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Rehm plant Änderungen

Entsprechend deutete der Coach noch in der Pressekonferenz mit Blick auf das nächste Spiel am Samstag gegen Aufstiegsanwärter gegen für einige Spieler unangenehme Entscheidungen an. "Ich bin mit unserer Leistung überhaupt nicht zufrieden. Wir müssen schleunigst etwas ändern. Wir müssen die Konkurrenzsituation antreiben und hoffen, dass der eine oder andere verletzte Spieler zurückkommt. Es wird den einen oder anderen Wechsel geben, denn vielleicht fühlen sich manche zu sicher, immer zu spielen."

Rehm begründete seine Absichten mit seiner Enttäuschung über die misslungene Wiedergutmachung für die vorangegangene 2:3-Heimpleite gegen seinen Ex-Klub SV Wehen Wiesbaden. "Die, die auf dem Platz gestanden haben, hätten sich steigern können. Aber ich habe zum zweiten Mal keine Steigerung, also bekommen wir es so wohl nicht hin und müssen am Personal drehen“, erklärte der 43-Jährige und fügte hinzu: "Irgendwann ist dann eben mal jemand anderes dran."

 
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