Erster FCC-Sieg? "Ärmel hochkrempeln und nicht viel reden"

Zwölf Tage nach dem Amtsantritt von Trainer Rico Schmitt wird es für den FC Carl Zeiss Jena am Sonntag beim Heimspiel gegen die Würzburger Kickers ernst: Im zwölften Anlauf soll endlich der erste Sieg her. Schmitt zeigt sich optimistisch.

Marschieren und arbeiten

Viel hat der neue FCC-Coach seit Anfang Oktober mit der Mannschaft gesprochen, nun zählt es: "Wir alle wollen am Sonntag eine Mannschaft sehen, die marschiert und die arbeitet", blickt der 51-Jährige voraus. "Es kommt, und da spreche ich sicher aus dem Herzen vieler Fans, auf den Gesamtauftritt der Mannschaft an – und das nicht nur über 20  Minuten sondern möglichst über das gesamte Spiel hinweg." Dass Fehler passieren, sei durchaus eingeplant. "Aber dann kommt es letztlich auf die darauffolgende Reaktion an", macht Schmitt klar. Dass Jena in vier Spielen gegen Würzburg noch ohne Sieg ist, interessiert den FCC-Coach nicht – seine Devise: "Für uns heißt es einfach Ärmel hochkrempeln und nicht so viel reden." Eine Chance für den FCC besteht sicherlich in der wackligen Defensive der Kickers: Bereis 28 Mal schlug es ein. Gleichzeitig warnt Schmitt aber: "Würzburg hat 15 Punkte und damit 14 Punkte mehr als wir auf dem Konto. Sie haben eine starke Offensive, und die ist diese 15 Punkte wert. Würzburg geht als Favorit ins Spiel."

Kapitänsfrage offen

Wer die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führen wird, ist derweil noch offen. "Das machen wir am Samstag in aller Ruhe in der Bewertung der letzten Tage und werden das dann den Jungs mit auf den Weg geben", kündigt Schmitt an. Somit bleibt vorerst offen, ob Dominic Volkmer die von René Eckardt übernommene Binde wieder abgeben muss. Doch letztlich, so Schmitt, sei nicht entscheidend, wer die Binde trägt. "Entscheidend sind die, die dahinter und daneben auf dem Platz stehen." Auch die Fans will Schmitt mit ins Boot nehmen: "Es geht für uns darum, jeden einzelnen Fan wieder zurückzugewinnnen, dass er wieder ins Stadion kommt." Bisher sind allerdings erst rund 3.000 Tickets verkauft – eine durchaus ernüchternde Zahl. Die Skepsis nach den Enttäuschungen kann Schmitt zwar "sehr gut nachvollziehen", betont aber: "Auf der anderen Seite braucht die Mannschaft eben auch die Unterstützung von den Fans. Dafür, und das setzen wir als Trainerteam voraus, muss die Mannschaft fighten. In der 3. Liga geht es noch um andere Dinge als mal gefällig nach vorn zu spielen. Und diese Tugenden will das Publikum auch sehen."

Grösch droht längere Pause

Verzichten muss der FCC-Coach bei seinem Liga-Debüt auf die Langzeitverletzten Matthias Kühne, Jannis Kübler (Schulterverletzung) sowie Eroll Zejnullahu (Leisten-OP) und Julian Günther-Schmidt (Knieverletzung). Auch Marius Grösch, der sich am Mittwoch im Training eine Knieverletzung am Meniskus zuzog, wird ausfallen. Möglicherweise droht dem 25-jährigen Innenverteidiger sogar eine längere Pause. Eine genaue Diagnose soll es am Montag geben. Während hinter Tim Kircher wegen muskulärer Probleme noch ein Fragezeichen steht, sind die zuletzt fehlenden bzw. angeschlagenen Dominik Bock, Daniele Gabriele und Meris Skenderovic wieder einsatzfähig. Ob Jena erstmals in dieser Saison drei Punkte mitnimmt, wird sich am Sonntag ab 14 Uhr zeigen.

   
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