FCC-Rückkehrer Klingbeil: "Brauchen ein Erfolgserlebnis“

Für eine Rückkehr zu Carl Zeiss Jena hätte sich Rene Klingbeil sicherlich günstigere Umstände vorstellen können. Als neuer Assistenztrainer des frisch verpflichteten Chefcoaches Rico Schmitt steht der frühere FCC-Profi beim abgeschlagenen Schlusslicht zusammen mit seinem Vorgesetzten vor einer enormen Herausforderung, für deren Bewältigung aus Klingbeils Sicht Fleiß und Zuversicht Grundvoraussetzungen sind.

"Man sollte an sich und sein Team glauben“

"Ich habe gelernt, das man immer kämpfen muss", sagt der 38-Jährige in einem Interview mit der "Ostthüringer Zeitung": "Man sollte an sich selbst und sein Team glauben. Dann ist vieles möglich.“

Trotz schon zwölf Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bedürfen seine neuen Schützlinge nach Klingbeils Ansicht noch nicht einmal einer besonders großen Extraportion Selbstbewusstsein. Zunächst soll vor allem die Abwärtsspirale angehalten werden: "Ich habe alle Spiele gesehen. Die letzten Partien waren mit riesigem Pech behaftet. Die Jungs brauchen ein Erfolgserlebnis – da setzen wir an. Wir müssen versuchen, ihnen Selbstvertrauen einzuflößen."

In der Mannschaft sei "natürlich" das Potenzial zu einem erfolgreichen Abschluss des Kampfes um den Klassenerhalt vorhanden, betont Klingbeil voller Überzeugung: "Wir haben viele junge Spieler neben einigen erfahrenen. Das Potenzial müssen wir einfach herauskitzeln."

Für diese Aufgabe hält Klingbeil den neuen Trainer Schmitt, unter dem der frühere Innenverteidiger während seiner aktiven Zeit zwischen 2008 und 2012 vier Jahre beim heutigen Zweitligisten Erzgebirge Aue spielte, bestens geeignet. "Ich habe ihn als sehr akribischen Arbeiter kennengelernt, der bei jeder Einheit mit viel Blick für die Details und vollem Einsatz bei der Sache ist.“

"Die richtigen, kleinen Dinge ändern“

Als hilfreich für die Eingewöhnung des neuen Duos auf Jenas Bank dürfte Klingbeil die laufende Saisonpause durch die Länderspiele empfinden. Bis zum nächsten Punktspiel am 20. Oktober (Sonntag) gegen die Würzburger Kickers "liegen das Pokalspiel und sehr viele Trainingseinheiten vor uns. Wir müssen viele Informationen sammeln, um die richtigen, kleinen Dinge zu verändern".

Einen Schlüssel zur Verhinderung des Abstiegs sieht Klingbeil, der für den Job in Jena seine Tätigkeit als Coach des Sachsenligisten FC 1910 Lößnitz vorzeitig beendete ("Es war Zeit, dem FC Carl Zeiss Jena etwas zurückzugeben"), dabei auch in der Stärkung des Teamspirits, wie der ehemalige Bundesliga-Profi mit Blick auf Jenas Aufstieg vor zwei Jahren unterstreicht: "Wir hatten einen tollen Zusammenhalt, sind gemeinsam durchs Feuer gegangen. Das war das Erfolgsrezept."

   
Back to top button