Bayern II überrollt Meppen, Aspacher Hoffnung lebt

In den ersten drei Mittwochsspielen des 33. Spieltags kamen die Verfolger Unterhaching und Mannheim in einem schwachen Spiel nicht über ein 0:0 hinaus. Die Bayern Amateure setzten ihren Sturmlauf ungehindert fort und schossen den SV Meppen mit 5:1 aus dem eigenen Stadion. Die zarte Hoffnung auf den Klassenerhalt bei Großaspach lebt durch einen 1:0-Sieg gegen Zwickau weiter.

Bayern II 5:1 Meppen: FCB zerlegt SVM in drei Minuten

Die Mannschaft der Stunde aus München übernahm auch gegen die zuletzt schwächelnden Meppener von Beginn an das Kommando im Spiel. Die erste Chance ging nach sieben Minuten allerdings an die Gäste, als Undav nach einer Ecke über das Tor köpfte (7.). Zehn Minuten später war es wieder Undav nach einer Ecke, der jedoch an der Latte des Bayern-Tores scheiterte (17.). Der SVM schnürte den kleinen FCB zeitweise in der eigenen Abwehr ein. Guder scheiterte aus 20 Metern an Hoffmann (20.) und im Zentrum verpassten Guder und Undav eine Hereingabe von Leugers frei vor dem Kasten (26.). Nach einer halben Stunde zog die Elf von Trainer Hoeneß selbst wieder das Tempo an. Nachdem Köhn im Strafraum von El-Helwe gefoult worden war, gab es Strafstoß. Kwasi Wriedt nahm sich der Sache an und verwandelte halbhoch links ins Tor (35.). Meppen versuchte sofort zu antworten und scheiterte in der 37. Minute frei vor Hoffmann. Im direkten Gegenzug bediente Köhn von rechts den startenden Wriedt, der das Leder an Domaschke vorbei ins Tor zum 2:0 spitzelte (37.). Der Doppelschlag nahm dem SVM den Schwung aus dem Spiel, sodass bis zur Pause keine weiteren Tore mehr fielen.

Das änderte sich sofort mit Beginn des zweiten Durchgangs. Undav schickte mit einem starken Pass Guder auf die Reise, der vor Hoffmann die Nerven behielt und zum 1:2 einschob (49.). Kurz darauf hätte Osée eigentlich den Ausgleich erzielen müssen, sein Kopfball ging aber haarscharf am linken Pfosten vorbei (52.). Was folgte war ein absolutes Desaster für den SVM. Drauf und dran den Ausgleich zu erzielen, fingen sich die Emsländer binnen drei (!) Minuten drei Gegentreffer durch Wriedts Hattrick nach Köhn-Vorlage (55.), Köhns Direktschuss nach Osée-Fehler (56.) und Kühns Schlenzer aus 16 Metern (58.). Für die Gäste war die berühmte Messe damit gelesen. Undav probierte es nochmal mit einem Fernschuss aus 20 Metern, zog aber über das Tor (66.). Ansonsten drängten eher die jungen Münchner auf einen weiteren Treffer, den Meppen tunlichst zu verhindern versuchte. Es blieb am Ende beim 5:1, das den Spielverlauf nicht korrekt wiedergab, da Meppen mindestens bis zum 3:1 gleichwertig oder etwas besser gewesen war. Während die Bayern vorerst die Tabellenführung übernehmen, ist der Aufstiegszug für die Emsländer angesichts von neun Punkten Rückstand nun endgültig abgefahren.

Unterhaching 0:0 Mannheim: Dombrowka an die Latte, SVW zu zerfahren

Im Duell der schwächelnden Verfolger der Spitzengruppe hatte die heimische SpVgg die erste dicke Chance der Partie. Schröter überlupfte nach acht Minuten Königsmann im Tor, traf allerdings nur den Pfosten des Mannheimer Gehäuses (8.). Auf der Gegenseite brachte Bouziane das Leder per Grätsche aufs Tor, aber Mantl war auf dem Posten (13.). In der Folge verflachte die Partie allerdings deutlich. Mannheim war um Spielkontrolle bemüht, konnte sich aber nur über Distanzschüsse dem Tor annähern. Die besseren Nadelstiche dagegen setzten die Münchner Vorstädter. Stroh-Engels Kopfball ging knapp am Tor vorbei (37.) und Königsmann konnte einen Schultz-Kopfball aufs eigene Tor nach einem Freistoß gerade noch an die eigene Latte lenken. Auch den Nachschuss von Greger konnte ein Mannheimer vor der Linie blocken (43.).

Nach dem Pausentee wurde die Chancenqualität deutlich besser. Zuerst versuchte es Korte nach einer flachen Hereingabe aus zwölf Metern mit einem Schuss, traf aber nur das Außennetz (55.). Vier Minuten später köpfte Dombrowka das Leder nach einer Ecke an die Latte, Team-Kollege Hufnagel traf beim Abpraller nur das Außennetz (59.) In der Folge verlor das Spiel sein gewonnenes Tempo wieder, weil vor allem der Spielaufbau der Mannheimer fehlerhaft und durcheinander wirkte. Zum Ende der Partie witterte vor allem die Elf von Claus Schromm die Chance auf die drei Punkte. Fuchs zwang Königsmann zu einer Parade und den Nachschuss setzte Jim-Patrick Müller aus 16 Metern links am Tor vorbei (78.). Es blieb am Ende beim torlosen Remis, das beiden Teams im Aufstiegskampf nicht weiter hilft.

Großaspach 1:0 Zwickau: Hingerl hält die Hoffnung am Leben

Im Spiel um die vermutlich letzte Chance auf den Klassenerhalt trat die SGS gegen Mitkonkurrenten Zwickau von Beginn an sehr ordentlich auf. Besonders über den agilen McKinze Gaines II und die Flügel liefen die Angriffe der Gastgeber, denen aber im letzten Drittel klar die Präzision fehlte. Die ersten Torabschlüsse des Spiels gingen ebenfalls auf das Konto der Heimelf. Ein Kopfball von Jüllich (17.) und ein Distanzschuss von Gerezgiher (22.) verfehlten aber ihr Ziel. Genauer im Zielen war kurz darauf FSV-Akteur Schröter, der von rechts außen aufs Tor zog und an Frommann im SGS-Tor scheiterte (26.).  Kurz darauf lag der Ball das erste mal im Tor der Aspacher, als Coskun die Kugel vor Frommann erreichte und einschob, allerdings stand der Zwickauer zuvor im Abseits. Das Tor zählte entsprechend nicht (33.). Kurz vor der Pause bekam auf der Gegenseite wieder der Dorfklub zwei Möglichkeiten zur Führung. Frick konnte gerade noch einen Schuss von Gerezgiher blocken (42.) und McKinze Gaines II scheiterte frei vor dem Tor an Brinkies (42.).

Auch im zweiten Durchgang blieb die SGS spielerisch das bessere Team, allerdings vor dem Tor erschreckend harmlos. Bester Mann der Heimelf war wieder einmal Vlachodimos, der es mehrfach mit scharfen Hereingaben von den Außen probierte, wie in der 59. Minute. Einen Abnehmer fanden die Flanken jedoch nicht. Zwei Minuten später war es eben jener Vlachodimos, der durch eine Lücke in der Abwehr aufs Tor schoss. Brinkies konnte das Leder gerade noch an die Latte lenken (61.). Die SGS drückte immer weiter auf die Führung und diese gelang schließlich auch. Martinovic konnte einen weiten Pass erlaufen und das Leder direkt in die Mitte spielen, wo Marco Hingerl eingelaufen war und das Leder ins leere Tor schieben konnte (71.). Danach überschlugen sich die Ereignisse. Bösel probierte gleich zweimal Leon Jensen taktisch zu foulen. Dieser sprang daraufhin auf und stieß den Aspacher zu Boden. Während Bösel für beide Fouls jeweils die gelbe Karte und somit Gelb-Rot sah, wurde Jensen für seine Tätlichkeit mit glatt Rot vom Platz gestellt (74.). Erst nach dieser Szene wachte der FSV ein wenig auf und bekam in der Nachspielzeit sogar die Chance auf den Ausgleich. Jäpel verpasste eine Kopfballchance nach einer Ecke nur um wenige Zentimeter (90+2.). Kurz darauf handelte sich Davy Frick für eine Notbremse noch die glatt rote Kate ein, sodass die Schwäne die Partie zu Neunt beendeten. Entsprechend knapp, aber verdient nahm die SGS den Sieg mit über die Zeit und erhält die kleine Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben. Bei noch fünf ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer elf Punkte, Zwickau liegt drei Zähler hinter Rang 16.

   
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