Fair-Play-Geste: Pfeffer verhindert Platzverweis für Menz

Mit einer nicht selbstverständlichen Fair-Play-Geste hat Sascha Pfeffer vom Halleschen FC am Samstag beim Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt dafür gesorgt, dass Gegenspieler Christoph Menz nicht vom Platz geflogen ist.

"Das hat etwas mit Respekt zu tun"

Was war passiert? Es lief die 70. Spielminute, als Sascha Pfeffer im Mittelkreis an RWE-Innenverteidiger Christoph Menz vorbei gehen wollte und dabei zu Fall ging. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die direkt daneben stand, zögerte nicht und zeigte Menz die gelbe Karte. Da der 28-Jährige jedoch bereits verwarnt war, hätte er folgerichtig Gelb-Rot sehen müssen. Doch dazu kam nicht. Kurz bevor Steinhaus die rote Karte aus der Tasche zog, ging Sascha Pfeffer zur Unparteiischen und wies sie daraufhin, dass Menz ihn nicht berührt hatte und somit kein Foulspiel vorliegt. "Ich hatte mir den Ball etwas zu weit vorgelegt. Und ich wollte nicht, dass mein Gegenspieler zu Unrecht vom Platz gestellt wird. Das hat etwas mit Respekt zu tun", wird Pfeffer von Vereinsseite zitiert.

Krämer zollt Pfeffer "großen Respekt"

Steinhaus war kurzzeitig irritiert, unterhielt sich mit weiteren Spielern und nahm daraufhin die gelbe Karte gegen Menz zurück. "Beim Spielstand von 1:0 in einem umkämpften Derby auf des Messers Schneide derartig fair aufzutreten, spricht für Größe", lobt der HFC auf seiner Homepage und bezeichnet die Aktion als "großartige Geste des Fairplays". Auch RWE-Trainer Stefan Krämer fand auf der anschließenden Pressekonferenz lobende Worte: "Das ist alles andere als selbstverständlich. Großen Respekt." Dem kann man sich nur anschließen.

   
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