Ex-Drittligist Chemnitz: Insolvenzverfahren vor Abschluss

Gute Nachrichten für Ex-Drittligist Chemnitzer FC: Das 2018 eröffnete Insolvenzverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Am Dienstag stimmte die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan des CFC, der mit rund 2,4 Millionen Euro verschuldet war, zu.

99 Prozent Zustimmung

Wie die Himmelblauen mitteilten, gaben 61 der 62 anwesenden oder anwaltlich vertretenen Gläubiger grünes Licht, was einer Quote von 99 Prozent entspricht. Sollten innerhalb der nächsten 14 Tage keine Beschwerden eingelegt werden, kann das Amtsgericht Chemnitz das Insolvenzverfahren endgültig aufheben – das könnte Anfang des kommenden Jahres der Fall werden. Anschließend erfolgt die Auszahlung der 164 Forderungen in Höhe von insgesamt rund 145.000 Euro an die 124 Gläubiger, was einer Quote von 5 Prozent entspricht.

Hinzu kommen noch so genannte bevorrechtigte Forderungen, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind, wie etwa Löhne und Sozialversicherungsbeiträge. Diese sind neben den Verfahrenskosten und der Vergütung des Insolvenzverwalters in voller Höhe auszuzahlen (rund 362.000 Euro). Alle Forderungen werden hauptsächlich aus den eingegangenen finanziellen Unterstützungen der CFC-Fans bezahlt. Die Mitglieder, Fans und Unterstützer des Chemnitzer FC hatten im Sommer innerhalb weniger Wochen über 540.000 Euro gesammelt. Dadurch konnten die erforderlichen Mittel für die Beendigung des Insolvenzverfahrens mittels Schuldnerinsolvenzplan nachgewiesen werden. Anfang des kommenden Jahres könnte das Verfahren dann abgeschlossen sein.

"Wir erleben heute einen absolut historischen und positiven Tag in der Geschichte des Chemnitzer FC. Die harte Arbeit in den vergangenen Monaten hat sich ausgezahlt", so Vorstandsvorsitzende Romy Polster. "Wir haben immer daran geglaubt, das Insolvenzverfahren mit Geschlossenheit erfolgreich zu beenden. Der CFC ist wieder da. Wir haben unsere Chance auf eine positive Zukunft genutzt, wir haben den Absprung gerade nochmal geschafft! Der Grundstein ist heute gelegt. Jetzt gilt es, einen funktionierenden Verein wieder aufzubauen!"

Wohl kein direkter Wiederaufstieg

In der derzeit unterbrochenen Saison der Regionalliga Nordost belegt der CFC den neunten Tabellenplatz, der Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Berlin beträgt bei zwei Spielen mehr bereits 16 Punkte. Entsprechend werden die Himmelblauen – anders als nach dem letzten Regionalliga-Jahr – wohl nicht direkt wieder in die 3. Liga aufsteigen. Zuletzt spielten die Sachsen in der vergangenen Saison in Liga3, mussten aber nach einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag direkt wieder runter.

   
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