Ex-Drittligist Alemannia Aachen zum zweiten Mal insolvent

Schock für Alemannia Aachen. Zum zweiten Mal seit 2012 musste der Viertligist am Dienstag einen Insolvenzantrag einreichen. Laut dem "RevierSport" soll im aktuellen Etat ein Betrag von 550.000 Euro fehlen.

Verhandlungen mit Investoren gescheitert

Wie die Alemannia in einer Pressemitteilung bekanntgab, sei der Antrag aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt worden. Zuletzt hatte der ehemalige Drittligist mit einer Investorengruppe verhandelt, um so die Rückkehr in den Profifußball anstreben zu können. Jedoch seien die Verhandlungen unter anderem "an der nach wie vor ablehnenden Haltung" vieler Fans gescheitert. Zeitgleich mit der Stellung des Insolvenzantrages hat der Aufsichtsrat der Alemannia Aachen GmbH seinen Rücktritt erklärt. Dessen Vorsitzender Dr. Christian Steinborn bezeichnete den Insolvenzantrag als "schweren Schritt", der aber die "einzige Handlungsalternative" dargestellt habe. "Wir bedauern zutiefst, dass diese Maßnahmen trotz des unermüdlichen Einsatzes von Mitarbeitern und der Unterstützung unserer Sponsoren (…) alternativlos geworden sind", so Steinborn weiter. Der Verein erwartet nun, "dass das Gericht die ersten Weichen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs stellen und einen vorläufigen Insolvenzverwalter ernennen wird."

Abzug von neun Punkten droht

Durch den Insolvenzantrag muss Alemannia Aachen nun mit einem Abzug von neun Punkten in der laufenden Saison rechnen. Damit würde der frühere Bundesligist vom 4. auf den 13. Platz der Regionalliga West zurückfallen. Bereits am 16. November 2012 hatte die Alemannia Aachen GmbH ein Insolvenzplanverfahren beantragt, das nach Ende der Saison 2012/13 eröffnet worden war – zuvor ist Aachen sportlich aus der 3. Liga abgestiegen. Erst am 21. Januar 2014 wurde das Insolvenzverfahren beendet, nun hat der Verein erneut mit finanziellen Problemen zu kämpfen.

   
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