Es geht wieder los: Preußen Münster startet Projekt Aufstieg

Neun Wochen bzw. 63 Tage nach dem Abschluss der vergangenen Saison beginnt am Samstag für den SC Preußen Münster die Spielzeit 2013/2014. Die Adlerträger empfangen am ersten Spieltag Wacker Burghausen (live auf sportschau.de). Während es für die Gäste auch im kommenden Jahr vor allem darum gehen dürfte, nichts mit dem Abstieg zu tun haben, wollen die Münsteraner sich ihren großen Traum von der 2. Bundesliga endlich erfüllen. Alles ist in der neuen Spielzeit auf dieses Unternehmen Aufstieg ausgelegt. Mit Dimitrij Nazarov (Karlsruher SC) muss das Team von Coach Pavel Dotchev nur einen wirklich schmerzhaften Abgang ertragen, dem Gegenüber stehen aber auch neun Neuzugänge, darunter auch die beiden Hochkaräter Marcus Piossek und Gaetano Manno, die im vergangenen Jahr noch zu den absoluten Leistungsträgern beim Erzrivalen VfL Osnabrück gehörten.

"Kämpferisch, läuferisch und spielerisch stark auftreten"

In der rund fünfwöchigen Vorbereitungsphase zeigte das in der Offensive auf vielen Positionen nun viel flexiblere Preußen Münster einige gute Ergebnisse. Gegen die Zweitligisten 1. FC Köln und VfL Bochum trennte man sich jeweils leistungsgerecht Unentschieden, zum Abschluss konnte am vergangenen Samstag der niederländische Topclub Twente Enschede mit 1:0 besiegt werden. Mit solch einem Erfolgserlebnis würden Dotchevs Jungs nur allzu gerne auch in die neue Spielzeit starten. Von den am Ende der letzten Saison bekannt gewordenen Probleme innerhalb der Mannschaft soll keine Rede mehr sein, stattdessen verspricht der Bulgare ein Team, das in jedem Spiel auf Sieg spielen und dabei „kämpferisch, läuferisch und spielerisch stark auftreten will.“ Mit welchen elf Spielern er dieses Projekt über die gesamte Saison hinweg angehen möchte, ist noch nicht klar. Aufgrund der Ausfälle von Julian Riedel, Kevin Schöneberg und Manno dürfte es in der Startaufstellung für Samstag allerdings keine allzu großen Überraschungen geben. Benjamin Siegert wird voraussichtlich die Rolle des Rechtsverteidigers übernehmen und damit direkt hinter Neuzugang Piossek auflaufen. Auf der linken Außenbahn scheint Dennis Grote ebenso wie Mehmet Kara im Sturm seinen Platz zunächst einmal sicher zu haben. Auf weitere Neuzugänge wird Dotchev wohl verzichten, sodass sich die Startelf nicht allzu sehr von der beinahe üblichen des vergangenen Jahres unterscheiden sollte.

Wacker Burghausen vor einer ungewissen Saison

Ganz anders sieht es da bei Wacker Burghausen aus. Elf neue Spieler und 13 teilweise sehr schwer zu verkraftende Abgänge haben Coach Georgi Donkov das Leben im Sommer nicht leicht gemacht. Er wird in seiner Startaufstellung voraussichtlich gleich sieben Neuzugängen das Vertrauen schenken. Größte Baustelle bleibt trotz der vielen Neuen und einiger torreicher Vorbereitungsspiele(u.a. Ein 11:0 gegen den DJK SV Emmerting) die Offensive: Angelo Hauk (letzte Saison 22 Spiele, null Tore für den Halleschen FC), Olcay Turhan (ein Spiel in 2012/13 für Arminia Bielefeld), Stephan Thee (33 Spiele, sechs Tore für die SpVgg Unterhaching) und Ioannis Simosis (sieben Spiele, kein Tor für den griechischen Erstligisten AO Kerkyra) gelten allesamt nicht unbedingt als Knipser, dürfen sich aber dennoch Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen. Beruhigen dürfte Donkov die Situation nicht gerade, dass man mit Preußen Münster auch noch auf eins der defensivstärksten Teams der 3. Liga trifft. In der vergangenen Spielzeit kassierte der SCP lediglich 33 Gegentreffer (0,87/Spiel), im heimischen Preußenstadion sogar nur 15 (0,79/Spiel). Auch in den beiden direkten Duellen im letzten Jahr ließ die Preußen-Defensive gegen Burghausen nichts zu und feierte jeweils souveräne und verdiente 2:0-Erfolge. Es deutet nur wenig daraufhin, dass das Spiel am Samstag mit einem völlig anderen Ergebnis zu Ende gehen wird…

FOTO: Flohre Fotografie

   
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