Aue vor zweitem Matchball: Mit 3.000 Fans nach Köln

Nach einer schwachen ersten Hälfte hat sich der FC Erzgebirge Aue beim Auswärtsspiel in Dresden noch einen Punkt erarbeitet. Durch das 1:1-Unentschieden kann die Dotchev-Elf den Aufstieg im nächsten Spiel perfekt machen. Rund 3.000 Fans werden die Veilchen am Samstag begleitet.

Zwei Punkte auf Würzburg eingebüßt

Im Halbfinale des Sachsenpokals war es am Ostersonntag schon einmal zu diesem Duell gekommen – nun, nur fünf Wochen später, die Neuauflage des Spiels Dynamo Dresden gegen den FC Erzgebirge Aue. Nachdem sich die Veilchen im K.O.-Spiel noch mit 3:0 durchsetzten, gab es diesmal eine Punkteteilung. Während sich die Dresdner damit die Drittliga-Meisterschaft sicherten, büßte die Dotchev-Elf zwei Zähler Vorsprung auf die Würzburger Kickers ein. Vor den entscheidenden beiden Saisonspielen hat der Kumpelverein nun noch vier Zähler Vorsprung vor dem fränkischen Aufsteiger.

Dotchev: "Die Moral stimmte“

Dabei konnte der FC Erzgebirge mit einem Punkt nach 90 Minuten hochzufrieden sein. Hätten die Dresdner ihre Chancen konsequent genutzt, Dynamo hätte das Spiel wohl schon in der ersten Halbzeit entschieden. "Sie haben heute ein anderes Gesicht gezeigt als im Pokal“, sagte Martin Männel nach dem Spiel über den frisch gebackenen Drittliga-Meister.  Und Trainer Pavel Dotchev ergänzt: "Man hat ganz deutlich gesehen, dass wir anfangs ziemlich große Schwierigkeiten hatten, ins Spiel zu kommen. Zum Glück haben wir da kein Gegentor bekommen.“ Dynamo-Kapitän Hefele ließ es in der 26. Minute nach einer Flanke von Kreuzer schließlich doch klingeln. Dass es dennoch zum Punkt reichte, lag an der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. "Da haben wir mit den Dresdnern auf Augenhöhe gespielt und sind letztendlich für diese Mühe belohnt worden“, sagte Pavel Dotchev. "Für mich ist es wichtig, dass die Moral stimmte.“

Anführer Männel stärkt das Selbstvertrauen

Selbst wenn das Auer Team im Spiel gegen die SGD eine insgesamt eher durchschnittliche Leistung ablieferte, war auf einen Mann wie immer Verlass: Torhüter Martin Männel. Dabei hatte sich der Kapitän recht früh im Spiel einen Fauxpas erlaubt: In der 22. Minute rutschte Männel bei einem Abschlag weg, Dynamos Stefaniak kam an den Ball, scheiterte aber an den postwendend glänzend parierenden Keeper. Auch nach dem Gegentreffer zeigte Männel seinen Wert als Antreiber für das Team. Er klopfte sich auf die Brust und signalisierte seinen Mitspielern: Brust raus, Haltung zeigen! Auch dieses über die Saison erarbeitete Selbstvertrauen der Veilchen führte in der 66. Minute zum Ausgleich, als Kvesic routiniert von der Strafraumgrenze abzog und den Ball unhaltbar für Patrick Wiegers im rechten unteren Toreck platzierte.

Adler und Kvesic fehlen gegen Köln

Am kommenden Samstag steht für die Dotchev-Elf ein Matchballspiel an: Mit einem Sieg bei Fortuna Köln kann Aue den Wiederaufstieg perfekt machen. Für die Veilchen spricht sicherlich, dass es bei Fortuna um nichts mehr geht und sich die Domstädter in ihren letzten Heimspielen nicht mit Ruhm bekleckert haben. Vier Niederlagen in Folge steckte Köln zuletzt im Südstadion ein, davon drei gegen Teams aus den neuen Bundesländern (Chemnitz, Halle und Erfurt). Vor dem vielleicht entscheidenden Spiel um die Rückkehr in die zweite Liga wird Pavel Dotchev allerdings seine Stammelf umstellen müssen, da Adler und Kvesic gegen Dresden ihre jeweils fünfte Gelbe Karte sahen und in Köln zuschauen müssen. Über 3.000 Fans werden Aue am Samstag nach Köln begleiten.

 
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