Erste Hansa-Pleite: Kolke hadert mit Elfmeter-Entscheidung

Bitterer Nachmittag für den F.C. Hansa Rostock: Bei Aufsteiger Saarbrücken setzte es beim 0:2 die erste Saison-Niederlage. Dabei haderte die Kogge vor allem mit der Elfmeter-Entscheidung in der Anfangsphase.

"Linienrichter hat Ecke angezeigt"

Gerade mal vier Minuten waren gespielt, als Pascal Breier im eigenen Strafraum unter einer Flanke durchsprang, sich dann bei einem Schuss von Sebastian Bösel mit dem Rücken zum Ball drehte und das Spielgerät an den ausgefahrenen Ellenbogen bekam. Das Schiedsrichter-Team um Michael Bacher entschied zunächst auf Eckball, gab dann aber doch Elfmeter. "Schwierig", tat sich Kapitän Markus Kolke nach Spielende bei "MagentaSport" nicht leicht, die Szene nach einigen Wiederholungen zu bewerten. "Der Ball geht natürlich an den Ellenbogen. Aber bitter ist, dass der Linienrichter Ecke angezeigt hat", haderte Kolke. "Er stand eigentlich ganz gut. Vielleicht hätte man über das Headset kommunizieren können." Ein Austausch dürfte sicherlich stattgefunden haben, doch letztlich entschied Bacher auf Strafstoß. "Ich hoffe, dass sich das im Laufe der Saison wieder ausgleicht."

Gegen den sicher stehenden Aufsteiger aus der saarländischen Landeshauptstadt fand Hansa nach dem früheren Rückstand kaum Mittel. "Wir sind hinterher gerannt", befand Kolke, der sein 250. Drittliga-Spiel bestritt und damit der Keeper mit den meisten Einsätzen ist. Akzente im Spiel nach vorne konnte Hansa kaum setzen, ein "dummer Einwurf", wie der Hansa-Kapitän befand, besiegelte sieben Minuten vor dem Ende dann die Niederlage. 

Härtel: "Tut weh"

Entsprechend ernüchtert zeigte sich auch Trainer Jens Härtel auf der Pressekonferenz nach der Partie: "Die Niederlage tut weh, weil mehr drin war." Knackpunkt war neben dem Elfmeter die Anfangsphase: "Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen", lautete das Urteil des Rostocker Übungsleiters. "In der zweiten Halbzeit haben wir extrem viel Druck gemacht, aber wir hatten nur Halbsituationen." Und das reicht eben nicht, um zu punkten. "Am Ende zählen die Tore", wusste auch Härtel, der aber insgesamt "kein schlechtes Auswärtsspiel" von seiner Mannschaft sah. "Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit klar domminiert und wirklich guten Fußball gespielt." Dennoch bedarf es einer Steigerung – gerade vor dem Tor. Die nächste Chance dazu erhält Hansa am übernächsten Sonntag, wenn der KFC Uerdingen im Ostseestadion gastiert.

   
  • sig 60

    Leider ist es bei Hansa wie jedes Jahr, viele neue Spieler, aber nicht die Einheit die notwendig ist, um mal super gut zu starten. Es fehlt einfach die Galligkeit die es dazu braucht! Und wenn man sieht, wie wichtig es ist ein eingespieltes Team zusammenzuhalten und zu ergänzen (Saarbrücken), dann sollten sich die Verantwortlichen in der Verpflichtungsstrategie genau in dieser Richtung mal orientieren. Ich weiß das ist Klugscheißerei, aber das gelingt schon seit Jahren nicht mehr. Schade!!

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