Erst Führung, dann Platzverweis: So lief der Saisonstart von Ulm

Nach dem zweiten Abstieg in Folge will der SSV Ulm zurück in die 3. Liga. Dafür setzen die Spatzen auf einen Mix aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten. Zum Auftakt bei den Stuttgarter Kickers sah es lange nach einem gelungenen Start aus. Doch eine Gelb-Rote Karte ließ alles kippen.

Mischung aus Jung und Alt

So kometenhaft der Aufstieg des SSV Ulm von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga war, so schnell und tief ging es anschließend wieder zurück. Entsprechend mussten sich die Fans der Spatzen nach dem zweiten Abstieg in Folge erneut an zahlreiche neue Gesichter gewöhnen. 21 Neuzugänge verpflichteten die Ulmer – Leih-Rückkehrer und Eigengewächse nicht mitgerechnet. Mit Kapitän Johannes Reichert, Dennis Chessa, Lucas Röser und Marcel Seegert sind nur noch vier Spieler aus der Vorsaison dabei. Beim neuen Kader setzt Ulm auf Erfahrung und Talent. So kam zum Beispiel mit Emanuel Taffertshofer ein namhafter Akteur hinzu.

Dazu kam mit Daniel Jungwirth ein neuer Trainer. Der 44-Jährige trainierte vorher die U17 des VfB Stuttgart, mit der er die deutsche Meisterschaft gewann. Nun soll der gebürtige Münchner Ulm zurück in die 3. Liga führen. Für einen anderen Neuzugang war der Auftakt derweil ein ganz besonderes Spiel: Per Lockl traf direkt auf seinen Ex-Klub, die Stuttgarter Kickers, für die er von 2024 bis Sommer 2026 auflief. Ein gutes Wiedersehen wurde es für den gebürtigen Hessen allerdings nicht. Nach 54 Minuten sah Lockl die Gelb-Rote Karte. Der Knackpunkt der Partie?

Ulm binnen sechs Minuten überrumpelt

Schließlich hatte Ulm zu diesem Zeitpunkt allen Grund zur Hoffnung auf einen Auftaktsieg. Nur drei Minuten zuvor hatte Chessa einen Strafstoß zur Führung verwandelt (51.). In Überzahl drehte Stuttgart die Partie jedoch binnen sechs Minuten komplett. Dejan Bozic (73.), ein Eigentor von Seegert (78.) und Maximilian Zaiser (79.) stellten auf 3:1. Zwar brachte Chessa die Spatzen in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch einmal heran (90.+2), doch Leandro Mendes Rangel erstickte die Hoffnungen auf einen Punktgewinn nur wenig später im Keim (90.+5). Die Mission Wiederaufstieg erhielt für Ulm damit gleich zum Auftakt einen herben Dämpfer.

   

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