Ernüchterung bei Hansa nach verpasstem Sieg: "Das war blöd"

Mit einem Sieg gegen Unterhaching wollte Hansa Rostock den Rückstand zu den Spitzenplätze wieder verkürzen, am Ende reichte es jedoch nur zu einem 1:1. Zwar gestaltete die Hansa-Kogge die Partie über weite Strecken überlegen und ließ kaum etwas zu, doch sowohl die eigene Chancenverwertung als auch eine Unachtsamkeit kostete die Rostocker am Ende den Dreier.

Chancenverwertung wieder ein Thema

Von der ersten Minute an übernahmen die Norddeutschen gegen den Tabellendritten die Spielkontrolle und hatten insbesondere über den aktiven Opoku einige vielversprechende Ansätze und erste Abschlüsse. Erst nach gut 20 Minuten schalteten die Rostocker ein wenig zurück, als das vermeintliche 0:1 durch Stephan Hain fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen wurde und die Gastgeber vor den gefährlichen Kontern der Hachinger warnte.

Bis zur Pause bekamen beide Teams durch Breier (39.) und Schröter (45.) jeweils noch eine Chance zur Führung, wenngleich Hansa insgesamt deutlich das Spielgeschehen unter Kontrolle hatte, wie Trainer Härtel auch im Nachhinein auf der Pressekonferenz feststellte: "Wir waren griffig und mit viel Spielfreude unterwegs." Der spätere Torschütze Nico Neidhart empfand die erste Hälfte nach dem Spiel bei "Magenta Sport" als "eine richtig gute Leistung". Allerdings zeigte sich schon wie in den Spielen gegen Halle und Bayern II, dass sich Hansa mit dem Erspielen und Verwerten von Torchancen schwer tut und aus den ersten drei Spielen des Jahres nur zwei Tore mitnehmen konnte: "Im Fußball zählen Tore und wir haben wieder nur eins gemacht", so Härtel weiter. Spielerisch war die Leistung der ersten 45 Minuten mehr als ansprechend.

"Schon richtig bitter"

Im zweiten Durchgang änderte sich daran zunächst auch nichts. So kam die fällige Führung nach einer Stunde völlig verdient zustande. Opoku setzte nach einer Energieleistung Hanslik am Fünfer in Szene, der das Leder direkt zu Neidhart weiter leitete. Aus wenigen Metern drückte der Mittelfeldmann das Leder zur Führung über die Linie (60.). Im Bestreben auf das zweite Tor zu gehen fing sich die Kogge aber zehn Minuten vor Schluss den unnötigen Ausgleich. Bigalke – der nach Meinung von Härtel von Vollmann hätte zugestellt werden müssen – hatte das Leder an die Grundlinie gelegt, von wo es im Fünfer zu Stroh-Engel kam, der nur noch ins Tor schieben musste.

Trotz der guten Leistung sollten die drei Punkte den Rostockern somit erneut verwehrt bleiben, was den Übungsleiter doch sichtlich ärgerte: "Wir sind verdient in Führung gegangen. Danach kriegen wir den Ausgleich. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen." Torschütze Neidhart pflichtete seinem Coach bei und empfand den einen Punkt als deutlich zu wenig: "Wir haben Haching ein bisschen ins Spiel kommen lassen. Das war blöd. Das ist jetzt schon richtig bitter, dass du dann nur 1:1 spielst." Dass es während der Partie von den Rängen einzelne Pfiffe gab, konnte Härtel in Gänze nicht nachvollziehen. Am nächsten Spieltag gastieren die Rostocker bei der SG Sonnenhof Großaspach. Ein Sieg ist dann schon Pflicht, möchte man nochmal im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mit reden. Derzeit beträgt der Rückstand auf Platz drei acht Punkte.

 
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