Erneute Herzprobleme: Engelbrecht muss vorerst kürzertreten

Bei Kickers-Stürmer Daniel Engelbrecht traten während des Trainingslagers letzte Woche in Südtirol wieder Herzprobleme auf, der 24-Jährige reiste deshalb vorzeitig zurück nach Stuttgart. Er fühlte einen anderen Herzschlag und Trainer Horst Steffen möchte bei dem mit Defibrillator spielenden Engelbrecht kein Risiko eingehen. Der Stürmer ließ sich das ganze Wochenende über in einem Stuttgarter Krankenhaus untersuchen, allerdings gibt es bisher noch keine neuen Ergebnisse. "Ich habe vor kurzem wie geplant die Medikamente reduziert, es wäre möglich, dass dies die Ursache ist“, vermutet Engelbrecht im Gespräch mit liga3-online.de. Ebenso könnten aber auch die hohen Temperaturen in Tirol eine Rolle gespielt haben. Für den 24-Jährigen waren die erneuten Herzprobleme zwar erst einmal ein kleiner Schock, doch er wusste gut damit umzugehen. "Natürlich kommen da die Erinnerungen an meinen Zusammenbruch und die schlimme Zeit danach noch einmal intensiver hoch, doch ich bin auch psychisch stark genug um damit umzugehen. Das habe ich in den letzten anderthalb Jahren gelernt“, berichtet der gebürtige Kölner.

Steffen "gibt mir viel Zeit und macht mir Mut"

Nun muss der Stürmer, der bei den Fans den Spitznamen „Engel“ trägt, erst einmal eine Woche individuell trainieren. Dabei ist er die die ganze Zeit unter der Aufsicht von Athletik-Trainer Marc Rösgen, der Engelbrecht auch schon letztes Jahr auf seinen Weg zurück in den Profi-Fußball begleitet hat. Zu ihm, aber auch zu dem Rest des Trainerteams, hat Engelbrecht eine sehr gute Beziehung. "Ich rede viel mit Cheftrainer Horst Steffen und er muss mich manchmal bremsen, wenn ich zu viel will. Er hat immer Verständnis für meine Situation, gibt mir viel Zeit und macht mir Mut“, schwärmt Engelbrecht von seinem Trainer.

Fans unterstützen Engelbrecht

An Ehrgeiz mangelt es dem Kickers-Stürmer jedenfalls nicht, denn sein Ziel ist weiterhin so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen."Dafür werde ich wieder alles geben“, erklärt er, jedoch ohne eine genaue Zeitangabe machen zu können. Dafür muss der 24-Jährige erst die Ergebnisse der gemachten Tests abwarten. Unterstützung erhält der Kickers-Profi derweil auch von den Fans der Blauen. "Viele wünschen mir Glück und ich bekomme immer wieder zu hören, dass ich das schwerste schon einmal geschafft habe“, erzählt er über die Zuversicht aus dem Blau-Weißen Umfeld. Viel geschafft hat er in jedem Fall schon, schließlich war er der erste Profifußballer der in Deutschland mit Defibrillator spielte. Mit dieser Erfolgs-Geschichte, die er laut eigener Aussage schon über 300-Mal erzählte, macht „Engel“ auch vielen anderen Mut und diente dadurch als Vorbild. Bleibt zu hoffen, dass er baldmöglichst wieder auf den Fußball-Platz zurückkehrt. Dass er ausreichend Willen und Glaube daran hat, hat er ja schon einmal bewiesen.

 

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