Eric Agyemang: Auf der Suche nach dem Glück

Zweitligaabsteiger Arminia Bielefeld steckt derzeit in einer sehr schwierigen Phase. Nach dem die Ostwestfalen innerhalb von nur 24 Monaten von der ersten Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht worden sind, stehen sie nach sieben Spieltagen bereits wieder in der Tabellenregion, mit der sie in den letzten Jahren oft Bekanntschaft gemacht haben: der Tabellenkeller. Das große Problem bei den Bielefeldern in dieser Saison ist die Offensive. Erst fünf Treffer konnten nach sieben Spieltagen verbucht werden.

Über St. Pauli zu Kickers Emden

Vor der Saison krempelte man bekanntlich den kompletten Kader um: einer der Neuen war auch Eric Agyemang, den der DSC vom Ligakonkurrenten Wacker Burghausen nach Ostwestfalen lotste. Für den 31-jährigen Stürmer ist die Arminia bereits der zehnte Club in seiner Profilaufbahn. Der ghanaische Fußballspieler kam über seinen Jugendverein "Goldfields Obuasi" 1999 zum FC St. Pauli. Nach Zwischenstationen bei einigen Hamburger Amateurvereine, wechselte er 2004 zum Oberligisten Kickers Emden, wo er seine bisher wohl schönste Zeit erlebte. So verhalf Agyemang den Kickers in der Saison 2004/2005 mit 18 Toren zum Aufstieg in die damals drittklassige Regionalliga Nord. Dort kam er dann allerdings gar nicht zum Einsatz. Konsequenterweise zog es den 31-jährigen weiter und er landete nach Stationen in Pullendorf und Magdeburg 2008 bei Erzgebirge Aue. Bei den Sachsen kam er in zwei Jahren zu 48 Einsätzen und erzielte dabei 17 Tore. 2009 verhalf mit seinen Treffern dem FCE gar zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.

"Hohe Bälle bringen nichts!"

Doch wiederum versperrte man Agyemang die Chance auf eine höherklassige Liga und so zog er weiter zum SV Wacker Burghausen, wo er in der vergangenen Spielzeit in 29 Einsätze 13-mal einnetzte. Schließlich wurden die Verantwortlichen von Arminia Bielefeld auf ihn aufmerksam. Auch in dieser Saison sollte wieder der Toptorjäger werden – doch davon ist er bisher weit entfernt. Machte er in den Testspiele vor Beginn der Saison noch mit seinen guten Leistungen auf sich aufmerksam (unser Foto zeigt ihn beim Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg) – kam er in der Liga bisher noch nicht in Schwung. Fünf Einsätze stehen bei ihm zu Buche – bei den Toren steht aber noch die Null. Ein Arminia-Fan erklärte gestern auf der Facebook-Seite von liga3-online.de auf die Frage, warum er den bisher noch ohne Tor in der 3. Liga blieb: " Hohe Bälle aus dem Mittelfeld auf einen Stürmer von 1,80 m Körpergröße, der Verteidigern gegenübersteht, die meistens einen Kopf größer sind – Effizienz = 0″.

"Die Gespräche mit Markus von Ahlen waren überragend"

Agyemang selber erklärte unmittelbar nach seiner Verpflichtung: „Die Gespräche mit Samir Arabi und Markus von Ahlen waren überragend und haben mich absolut überzeugt. Arminias Konzept, die sportliche Perspektive und die Tatsache, dass ich nun wieder sehr viel näher an meiner Heimat Hamburg und meiner Familie sein kann, waren ausschlaggebend dafür, dass ich mich für Arminia entschieden habe." Da bleibt aus Sicht der Arminia-Fans wohl nur zu hoffen, dass seine Leistungen bald auch überragend werden.

FOTO: Marvin Wellhausen

 

 
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