Erfurt gewinnt Derby – Hansa und der Jahn melden sich zurück

Schluss mit der Winterpause – der Ball rollte am Samstag wieder in der Dritten Liga. Sechs Partien standen am 23.Spieltag auf dem Plan. Das Derby zwischen dem VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld, sowie die Partie zwischen Sonnenhof Großaspach und der SpVgg Unterhaching mussten witterungsbedingt leider ausfallen. Gespielt wurde dagegen in Erfurt, wo Rot-Weiß seine Heimstärke mit einem 2:0 gegen Energie Cottbus erneut unter Beweis stellte. Auch der MSV Duisburg startete gut ins neue Jahr und siegte beim Halleschen FC mit 2:1. Hansa Rostock sorgte für eine faustdicke Überraschung und siegte bei Wehen Wiesbaden mit 2:1. Ein Lebenszeichen gab Jahn Regensburg von sich. Das Schlusslicht siegte im Kellerduell gegen die U23 von Borussia Dortmund mit 3:0. Außerdem siegte Chemnitz gegen Köln mit 3:1, Holstein Kiel und VfB Stuttgart II trennten sich mit 1:1.

Laurito ist zur Stelle – Kammlott trifft vom Punkt

Mit viel Vorsicht gingen Rot-Weiß Erfurt und Energie Cottbus in die Restrückrunde. Folglich brachten die ersten Minuten des Spiels keine Höhepunkte. Nach zwanzig Minuten nahmen die Gastgeber dann allmählich das Heft in die Hand. Simon Brandstetter und Carsten Kammlott konnten dann die erste Großchance des Spiels ihr eigen nennen, verpassten aber beide knapp vorm Tor der Gäste. RWE wurde nun stärker und näherte sich der Führung minütlich an. Schließlich durften sich die Hausherren noch vor der Pause belohnen. Steve Gohouri verlängerte einen Standard zu André Laurito, der cool blieb und den Kugel ins Netz legte (37.). Nach der Pause versuchte Cottbus zwar mehr, kam aber weiter nicht gegen die Defensive der Erfurter an. Im Gegenteil: RWE blieb die gefährlichere Mannschaft. Kammlott scheiterte alleine vorm Energie Tor (57.), konnte aber zwei Zeigerumdrehungen später für das vorentscheidende 2:0 sorgen. Leonhard Kaufmann foulte Brandstetter im Strafraum, den fälligen Strafstoß verwandelte Kammlott sicher. In den Schlussminuten wirkte es dann so als ob Erfurt nicht mehr müsste und Cottbus heute schlicht nicht konnte. RWE feiert somit einen gelungenen Jahresstart und holt den Gegner in der Tabelle ein.

Lomb mit kurzem Debüt – Strafstoß-Tor genügt MSV

In Halle blieben feierte Niklas Lomb einen sehr kurzen Einstand im Tor des HFC. Die Leihgabe von Bayer Leverkusen durfte vier Einsatzminuten genießen, dann kam Duisburgs Steffen Bohl in den Strafraum, Lob brachte ihn zu Fall – Platzverweis und Elfmeter. Zlatko Janjic verwandelte diesen souverän und machte den Fehlstart für den HFC perfekt. Danach ließ das Spiel jedoch deutlich nach. Halle versuchte ins Spiel zu finden, während die Gäste auf Fehler und Kontergelegenheiten lauerten. Einziger Aufreger vor der Pause blieb eine strittige Handspielsituation im Strafraum der Gäste – die Pfeife von Schiri Benjamin Brand blieb jedoch stumm. Auch nach Wiederanpfiff blieb es ein sehr ereignisarmes Fußballspiel. Nach einer knappen Stunde versuchte es Kruse mal aus der Distanz und zwang MSV-Schlussmann Michael Ratajczak zu einer Parade. Furuholm verpasste kurz darauf eine Flanke nur knapp (70.). Der HFC hatte also seine Gelegenheit war aber alles in allem nicht zwingend genug. Der MSV musste also nachhelfen, indem ich Kevin Wolze in der Schlussphase also die gelb-rote Karte abholte (79.). Doch auch die erneute Gleichzahl der Spieler änderte nichts mehr. Im Gegenteil: Onuegbu legte in der Nachspielzeit das 2:0 nach. Auch wenn Furuholm im Gegenzug wieder auf 2:1 verkürzen konnte, änderte es nicht am Sieg der Gäste. Duisburg brachte den Sieg über die Zeit und startet siegreich ins neue Jahr.

Ziemer und Schwertfeger bestrafen Wiesbaden – Blacha macht es spannend

Sehr zerfahren begann die Partie zwischen Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock. Die Gäste spielten zunächst sehr defensiv, agierten aber kämpferisch und ließen so den Hausherren kaum Raum zur Entfaltung. Folgerichtig musste der erste Höhepunkt aus einem Standard resultieren. Patrick Funk zimmerte einen Freistoß direkt ans Lattenkreuz (22.). Der SVWW war nun besser im Spiel, kam jedoch gegen gut verteidigende Gäste nicht gefährlich vors Tor. Nach dem Wiederanpfiff sorgte ein Fehler der Gastgeber schließlich für Rostocks Führung. Sebastian Mrowca spielte einen katastrophalen Rückpass, den sich Marcel Ziemer sicherte, den Weg zum Tor fand und sicher verwandelte (50.). Im Gegensatz hätte Luca Schnellbacher bereits ausgleichen können, verfehlte jedoch knapp. Doch die Gäste waren nun gut im Spiel und wurden mutiger. Kai Schwertfeger belohnte sein Team folgerichtig mit dem 2:0 (62.). Rostock war nun Herr im Hause und fast hätte das 3:0 alle Zweifel beseitigt, aber ein Freistoß von Christian Bickel verpasste das Gehäuse knapp. Kurz darauf war jedoch ausgerechnet der Ex-Hansa Spieler und Wehen-Neuzugang David Blacha zur Stelle und verkürzte nochmals auf 1:2 (79.). Eine spannende Schlussphase inklusive Pfostentreffer von Torhüter (!) Kolke änderte nichts mehr am Spielstand. Hansa feiert einen wichtigen Auswärtssieg und versetzt den Hessen einen Dämpfer im Aufstiegskampf.

Palionis bringt den Jahn auf Kurs – Solga fliegt vom Platz

Mit sieben Neuzugängen im Kader wollte Jahn Regensburg mit der Partie gegen die U23 von Borussia Dortmund die Mission Aufholjagd in Angriff nehmen. Und bereits früh zeigte sich, dass die veränderte Elf der Gastgeber durchaus funktionierte. Zunächst auf defensive Stabilität fixiert, versuchte die Hausherren mitten der ersten Hälfte mehr nach vorne und waren prompt gefährlich. Zunächst wurde ein Schuss von Daniel Steininger noch von der Linie gekratzt, die darauf folgende Ecke brachte Markus Palionis dann jedoch im Tor der Gäste unter (25.). Regensburg wurde jetzt selbstbewusster, brachte aber vor der Pause nicht mehr viel zu Stande. Stattdessen sorgten die Gäste für Aufregung. David Solga foulte zweimal gelbwürdig und musste somit kurz vorm Halbzeitpfiff unter die Dusche. Die zweite Hälfte gehörte dann zunächst den Gästen, während der Jahn lediglich lauerte. Dennoch trafen erneut die Gastgeber – Kolja Pusch traf im Nachsetzen zum 2:0 (64.). Danach hatte der Jahn alles im Griff und legte durch Marcel Hofrath in der Schlussminute sogar noch das 3:0 nach. Mit dem Sieg zum Start können die Spieler also wieder im Mut fassen im Kampf um den Ligaverblei

Torreiche fünf Minuten in Chemnitz – Fink macht den Deckel drauf

Der Chemnitzer FC feierte gegen Fortuna Köln einen gelungenen Start ins neue Fußballjahr. Mitte der ersten Hälfte ging es Schlag auf Schlag. Zunächst brachten Marc Endres und Philip Türpitz (25./28.) die Himmelblauen mit 2:0 in Front, dann kamen die Gäste im Gegenzug durch Johannes Rahn zurück (29.). So blieb die Partie offen bis zum Ende. Dann erlöste Anton Fink den CFC mit dem 3:1 in der Schlussminute.

Kiel legt vor und Stuttgart antwortet

In einer munteren und offensiv geprägten Partie trennten sich Holstein Kiel und die U23 des VfB Stuttgart mit 1:1. Manuel Schäffler ließ die Fans der Störche bereits nach acht Minuten jubeln. Bereits im direkten Gegenzug glichen die Stuttgarter aber durch Boris Tashchy wieder aus. Trotz vieler Offensivszenen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim Unentschieden.

 

   
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