Enochs nach bereits neunter Heimpleite: "Ärgern uns sehr"

Durch die 1:2-Niederlage gegen Viktoria Köln verpasste der FSV Zwickau einen vorentscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt. Entsprechend bedient war Trainer Joe Enochs.

"Ärgern uns über abgegebene Punkte“

"Wir können nicht zufrieden sein", klagte FSV-Trainer Joe Enochs auf der Pressekonferenz nach dem vierten Spiel seiner Mannschaft nacheinander ohne Sieg (zwei Punkte) über die ausgelassene Gelegenheit zum vermutlich schon vorentscheidenden Befreiungsschlag: "Wir ärgern uns sehr, dass wir die Punkte zuhause abgegeben haben."

Seine Unzufriedenheit ist nachvollziehbar. Im Falle eines Erfolgs gegen die nunmehr fast schon geretteten Gäste hätten die Sachsen auch angesichts der Punktverluste ihrer Konkurrenten im Tabellenkeller gelassen auf die Zielgeraden der Saison einbiegen können. Gleichwohl sind immer noch acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze ein ausreichend großes Polster, um noch nicht in Panik geraten zu müssen. Doch Enochs will möglichst vor den nervenzerreißenden Schlussrunden schon auf der sicheren Seite sein und seinem Team mögliche Endspiele wie zuletzt erst in der vergangenen Spielzeit ersparen. "Wir wollen so schnell wie möglich die notwendigen Punkte holen", sagte der Kalifornier.

Mangelnde Effizienz als Kernproblem

Gegen Köln hätte zumindest ein weiterer Zähler auf das Konto gebucht werden können. Doch gegen die beherzten Rheinländer rächte sich außer Zwickaus erneute Schwäche bei Standardsituation auch der fahrlässige Umgang mit den durchaus vorhandenen Möglichkeiten. "Wir müssen effektiver sein", beschrieb Enochs am "MagentaSport"-Mikrofon das Manko seines Teams, und Stürmer Ronny König schlug mit Blick auf den nicht ausreichenden Ehrentreffer durch Las Lokotsch erst in der Nachspielzeit (90.+3) in die gleiche Kerbe: "Daran müssen wir arbeiten."

Andererseits schätzt Enochs seine Spieler trotz der Rückkehr ihrer bereits überwunden geglaubten Heimschwäche – gegen die Viktoria kassierte der FSV schon sein neunten Niederlage im eigenen Stadion und ist damit in dieser Kategorie zusammen mit dem KFC Uerdingen und eben Köln Liga-Schlusslicht – als gefestigt genug für eine erfolgreiche Bewältigung des Abstiegskampfes ein. "Die Mannschaft", sagte der Coach mit Überzeugung, "ist klar im Kopf."

Mentale Stärke soll im anstehenden Gastspiel am Samstag beim formstarken Rivalen 1. FC Magdeburg jedoch nur ein Baustein zur Beendigung der Durststrecke sein. "Wir werden sehr vernünftig arbeiten", versprach Enochs und kündigte eine kämpferische Einstimmung auf die Begegnung an: "Wir werden in Magdeburg alles auf den Platz bringen."

   
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