FCE-Präsident Neubert: "Werden nicht tatenlos zuschauen"

In Cottbus herrscht Alarmstimmung. Das 0:4 gegen Aalen vergangenen Samstag hat die Dämme zum Brechen gebracht. Die Unzufriedenheit über die Punktausbeute und das Auftreten der Mannschaft an den ersten sechs Spieltagen hat durch die Klatsche eine neue Dimension bekommen: Energie-Präsident Wolfgang Neubert spricht auf der Vereinshomepage Klartext und nimmt Trainer Stefan Krämer sowie die Spieler gleichermaßen in die Pflicht.

„Diese Leistung ist durch nichts zu entschuldigen“, schreibt der Klubchef auf der Vereins-Webseite. Wie angefressen Neubert ist, beweisen die Formulierungen, mit denen er die aktuelle Lage des FC Energie Cottbus umschreibt. "Ich habe dem Trainer unmissverständlich mitgeteilt, dass wir weitere Auftritte dieser Art wie gegen Aalen nicht akzeptieren. Die Mannschaft hat etwas gutzumachen bei den Fans und unseren treuen Partnern.“ Neubert betont, er halte nichts vom Begriff Ultimatum – seine Worte drücken allerdings das Gegenteil aus. Trainer Stefan Krämer wisse, "dass wir nicht tatenlos zuschauen werden, sofern wir die Krise nicht zeitnah beenden“. Mit sieben Punkten aus sieben Spielen und Tabellenplatz 17 sind die Lausitzer bislang weit hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben.

Spieler müssen sich hinterfragen

Es ist aber nicht nur der Coach, den der Energie-Präsident in die Pflicht nimmt – laut Neubert sind vor allem die Spieler gefordert. Selbst ohne Trainer an der Seitenlinie hätten individuelle Fehler wie im Aalen-Spiel nicht passieren dürfen. Jeder einzelne Spieler müsse sich hinterfragen und dürfe sich nicht hinter dem Trainer verstecken. Nötig sei jetzt eine erkennbare Reaktion der Mannschaft. Neubert wörtlich: „Wir erwarten keinen Zauberfußball, aber ehrliche Arbeit, die dem Motto 'Hart an der Grenze' zur Ehre gereicht.“ Schon am Freitag beim Auswärtsspiel in Rostock (19 Uhr, live im Ticker bei liga3-online.de) kann das Team zeigen, ob es eine solche Reaktion zeigen kann. Setzt es erneut eine Niederlage, dürfte Krämer nicht mehr zu halten sein.

 
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