Emmerling nach 0:3-Pleite: "Haben uns ganz anders präsentiert"

Dem FC Rot-Weiß Erfurt gelingt in der Schlussphase der Saison nichts mehrt. Auch gegen Mitabsteiger SV Werder Bremen II verloren die Thüringer am Sonntag mit 0:3, somit die vergangenen fünf Partien und warten seit fast 500 Minuten auf einen eigenen Treffer.

RWE-Defensive nicht drittliga-tauglich

0:5, 0:6, 0:3 – so endeten die vergangenen drei Heimspiele von RWE. Nach den Blamagen gegen Chemnitz und Großaspach sollte wenigstens gegen Bremen II mal wieder gejubelt werden. Stattdessen gab es die nächste Niederlage vor diesmal nur 2.791 Zuschauern – neuer Negativrekord. "Das Ergebnis stellt nicht den Spielverlauf dar. In der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir sehr gut hineingekommen sind, dann hat Bremen umgestellt und dann sind wir etwas hinterhergelaufen. Das 1:0 für Bremen ging dann auch in Ordnung", sagte Luka Odak, der den Verein nach der Saison verlässt.

Denn wieder einmal zeigte sich die Erfurter Defensive, die mit 72 Gegentoren die schlechteste der Liga ist, nicht auf der Höhe, als Bremens Justin Eilers nach einer Flanke ungestört zur Führung einköpfen konnte. Kurz darauf verhinderte Torwart Philipp Klewin sogar das 0:2. Nach dem Seitenwechsel war Rot-Weiß das bessere Team, machte aber wieder keine Tore. Stürmer Elias Huth vergab aus wenigen Metern, Verteidiger André Laurito traf per Kopf nur die Latte. "In der zweiten Halbzeit waren wir gut im Spiel, haben auch zwei riesen Chancen. Da muss der Ball auch mal rein gemacht werden, wir haben zudem noch Alu-Pech. Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Und danach haben wir noch einmal alles versucht und haben noch eins kassiert. Das 0:3 hört sich natürlich brutal an", so Odak.

Emmerling: "Haben uns nicht aufgegeben"

Denn statt selber auszugleichen, erlaubte sich Laurito einen bösen Patzer, Werders Osabutey nutzte diesen, umspielte Klewin und sorgte nach 86 Minuten für die Entscheidung. Jensen setzte in der 90. Minute noch den Schlusspunkt, die niveauarme Partie wurde nicht einmal mehr angepfiffen.

Auch wenn es am Ende erneut eine deutliche Niederlage gab, war Trainer Stefan Emmerling nicht sauer: "Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch. Wir haben uns heute nicht aufgegeben. Klar ist, dass wir uns heute ganz anders präsentiert haben als letzte Woche. Zu Beginn hatten wir ein paar gute Halbchancen. In der Folge hatten immer weniger Zugriff auf das Spiel." Bei einem Ausgleich hätte das Spiel noch kippen können, so Emmerling, "doch so haben wir hinten aufgemacht und die Konter bekommen."

Nur noch zwei Spiele in Meppen und daheim gegen Würzburg muss RWE überstehen, dann ist die Saison, das Grauen endlich vorbei – auch wenn der Verein aktuell auf eine ungewisse Zukunft zusteuert.

   
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