Eintracht brilliert in Magdeburg: "Nicht erträumen lassen"

Das nennt man wohl einen Traumstart: Beim 4:2 in Magdeburg machte Eintracht Braunschweig am Samstagabend ein starkes Spiel und fuhr auf beeindruckende Weise die ersten drei Punkte dieser Saison ein. Zum Matchwinner avancierte mit Martin Kobylanski ein Neuzugang.

"Chapeau an die Truppe"

Bloß nicht wieder so eine Saison wie im letzten Jahr: Das ist die Devise, mit der Eintracht Braunschweig in die neue Spielzeit gegangen ist. Und zumindest nach dem Auftaktsieg beim 1. FC Magdeburg besteht berechtigte Hoffnung, dass es dazu auch nicht kommen wird. Vor allem Martin Kobylanski erwischte beim Pflichtspiel-Debüt von Trainer Christian Flüthmann einen bärenstarken Tag und steuerte einen Dreierpack zum Sieg bei. "Das hätte ich mir nicht erträumen können: So ein Spiel zu spielen", war der Neuzugang vom SC Preußen Münster nach Spielende sichtlich bewegt – und konnte es noch nicht so recht fassen. "Besser kann es nicht losgehen, bei mir ist die Stimme auch wirklich weg. Wir haben alle gerackert, gekämpft. Hut ab vor der Mannschaftsleistung."

Dass dem 25-Jährigen an diesem Abend so ziemlich alles gelang, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass er den Treffer zum 2:1 per Kopf erzielte. "Das passiert nicht alle Jahre, dass ich mal ein Kopfballtor mache", grinste der Matchwinner am "Telekom"-Mikrofon. "Ich bewege mich da aber einfach überragend zwischen den beiden Innenverteidigern und köpfe den wie ein Stoßstürmer ein. Ich hoffe, dass das nicht der letzte Kopfball der Saison war.“

Auch Neu-Kapitän Bernd Nehrig zog nach Abpfiff den Hut: "Chapeau an die Truppe. Heute in so einem Spiel, bei einem Absteiger und so einer Kulisse 4:2 zu gewinnen, ist nicht so einfach." Die Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen sei, "war sehr sehr stark", wird der 32-Jährige auf der Eintracht-Homepage zitiert. "Wir haben gekämpft, schnell umgeschaltet und die Konter perfekt ausgespielt." Auch defensiv überzeugten die Niedersachsen und ließen gegen den Zweitliga-Absteiger kaum etwas zu.

Wohl Gehirnerschütterung bei Fejzic

Und wie erlebte Christian Flüthmann seine erste Partie als Cheftrainer der Eintracht? "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Da haben heute viele Abläufe geklappt und der Plan ist aufgegangen. Wir haben das heute mit Bravour gemacht", stellte er seinen Jungs ein gutes Zeugnis aus. Auch im Hinblick auf den verletzungsbedingten Torwartwechsel, nachdem Jasmin Fejzic bei einer misslungenen Rettungsaktion unglücklich auf den Rücken gefallen, benommen liegengeblieben war und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Für ihn rückte Marcel Engelhardt nach 54 Minuten in den Kasten. "Die Mannschaft hat auf die Verletzung von Jasi gut reagiert, denn durch sowas kann ein Spiel natürlich kippen."

Doch das Spiel kippte nicht, obwohl der BTSV zu diesem Zeitpunkt nur noch einem Treffer Vorsprung hatte. "Man hat gesehen, was für eine Mentalität in der Mannschaft steckt", fand Marcel Bär, der das 3:1 erzielte. Matchwinner Kobylanski richtete die Auge bereits auf die kommende Aufgabe: "Ich hoffe, dass wir am Wochenende nachlegen können." Dann empfängt der BTSV den TSV 1860 München im heimischen Eintracht-Stadion – und will an die Leistung von Samstagabend anknüpfen.

 

   
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