Eintracht Braunschweig trennt sich von Christian Flüthmann

Paukenschlag bei Eintracht Braunschweig! Der Tabellenfünfte hat sich von Cheftrainer Christian Flüthmann getrennt. Das gab der BTSV am Sonntagabend bekannt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Entwicklung nicht wie gewünscht"

Es ist eine überraschende Entscheidung, die mit "reiflicher Überlegung und dem nötigen Abstand zum letzten Pflichtspiel in Münster (1:1, d. Red.)" getroffen worden sei, wie die Niedersachsen in einer Pressemitteilung bekanntgaben. "Die Entwicklung der Mannschaft verlief zuletzt nicht wie gewünscht", begründet Sportdirektor Peter Vollmann die Trennung. Nach sechs Siegen aus den ersten sieben Spielen und der Tabellenführung gewann der BTSV anschließend nur noch einmal und holte aus den acht Partien lediglich sieben Punkte.

Entsprechend sind die Niedersachsen aus den Aufstiegsrängen gefallen, liegen als Fünfter der Tabelle aber lediglich drei Punkte hinter dem zweiten Rang. Doch nach "Abwägung aller Argumente" seien die Verantwortlichen "nicht mehr zu der Überzeugung gekommen, dass Christian Flüthmann die Wende mit der Mannschaft schaffen wird", erklärt Vollmann. "Wir sehen die Risiken, aber auch die Chancen, die hinter so einem bedeutsamen Wechsel auf der Position des Cheftrainers stehen."

Nur 153 Tage im Amt

Flüthmann hatte das Traineramt beim BTSV erst im am 17. Juni nach dem kurzfristigen Abgang von André Schubert (Holstein Kiel) übernommen. Zuvor war er unter Schubert seit November 2018 bereits Co-Trainer. Aus den 16 Partien unter der Leitung des 37-Jährigen holte der BTSV acht Siege und vier Unentschieden – lediglich vier Partien gingen verloren. Nun ist der gebürtige Münsteraner, der eigentlich noch bis 2021 unter Vertrag stand, nach nur 153 Tagen schon wieder Geschichte.

Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. Ein Nachfolger soll "zeitnah" bekannt gegeben werden, wie es in einer Mitteilung des BTSV heißt. Vorerst wird Co-Trainer Frank Eulberg die Mannschaft betreuen und sie auf das kommende Heimspiel gegen den Chemnitzer FC (Samstag, 14 Uhr) vorbereiten.

   
  • Fat Tony

    Die wollen mit aller Macht in die Regionalliga. Nachdem man es in der Vorsaison fast geschafft hatte endlich wieder viertklassig zu werden, hat Flüthmann mit diesem schlechten Saisonstart schon früh alles zu nichte gemacht. Die Abstiegsplätze sind trotz der letzten Punktverluste noch viel zu weit weg. :-)

  • Nikita

    In Rostock haben wir auch nach einer kurzen Negativserie einfach mal den Trainer entlassen und erst danach geschaut, ob man überhaupt Ersatz findet. Immer und überall der gleiche Fehler.

  • Eiter Tom

    Es ist noch sehr viel Zeit und alles ist noch möglich. Ein neuer Trainer kann nur ein Teil der Lösung sein. In der Defensive muss in der Winterpause noch was passieren.

  • Remo Wiesner

    Oh man, was stimmt denn nicht mit denen? Sobald es nicht läuft, wird sofort der Trainer gekickt. Ich habe es vor der Saison gesagt und fühle mich bestätigt – BTSV wird nicht um den Aufstieg spielen. Die verantwortlichen Leute im Verein und das Umfeld sind viel zu unruhig, das wird nichts. Und wenn es gut läuft, spielen sie nächstes Jahr RL wegen Insolvenz^^

    • DM von 1907

      Jetzt spielt Braunschweig eher nicht mehr um den Aufstieg mit! Die Trainerentlassung war – zumindest zu diesem Zeitpunkt und in dieser Situation – panikartig und unbedacht. Ich hätte von Peter Vollmann mehr Augenmaß erwartet.

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