"Einfach von allen zu wenig": Großer Pokal-Frust beim FC Ingolstadt

Durch eine 3:4-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Viertligist FV Illertissen hat der FC Ingolstadt am Samstag nach schwacher Leistung nicht nur den erstmaligen Gewinn des Landespokals, sondern auch den Einzug in den lukrativen DFB-Pokal verpasst. Im Nachgang fanden die Beteiligten klare Worte.

"Nie richtig in die Begegnung gefunden"

Ein Fehlversuch von Tobias Bech direkt zu Beginn des Elfmeterschießens und nicht verwandelter Schuss von Jeroen Krupa waren es, der für die Niederlage des FC Ingolstadt im Elfmeterschießen bedeuteten. "Unsere Enttäuschung ist natürlich riesengroß", so Denis Linsmayer auf der Homepage der Schanzer. "Nach dem Klassenerhalt, haben wir uns als nächstes Ziel gesetzt, dass wir unbedingt auch nächstes Jahr im DFB-Pokal vertreten sein wollen." Das wird nach der Niederlage nun erstmals seit der Saison 2007/08 nun jedoch nicht der Fall sein.

Vorausgegangen war eine schwache und enttäuschende Leistung. "Von Beginn an haben wir nie richtig in die Begegnung gefunden", findet Linsmayer deutliche Worte. "Illertissen hat es dagegen recht ordentlich gemacht und sich insgesamt die klareren sowie besseren Chancen erspielt und dementsprechend auch verdient gewonnen. Es war einfach von allen zu wenig." Unter dem Strich sei es ein "bitterer Saisonabschluss".

Offensiv völlig harmlos

Verloren habe der FCI die Partie aber nicht im Elfmeterschießen, "sondern in den 90 Minuten zuvor verloren", so Torhüter Marius Funk. "Denn wir hatten nahezu keinen Torschuss. So können wir am Ende des Tages nicht als Sieger vom Platz gehen." Ab der 86. Minute waren die Schanzer zudem in Unterzahl, nachdem Nduka für eine Notbremse die rote Karte gesehen hatte.

Trainer Michael Köllner hebt derweil hervor, dass wieder deutlich geworden sei, "dass wir viele Verletzte und eine schwierige Saison hinter uns haben. Der Klassenerhalt hatte stets oberste Priorität, das hat natürlich in den letzten Wochen an den Kräften gezehrt, zeigt aber auch, dass wir an einigen Stellschrauben zu drehen haben". Mit der Leistung könne der FCI "nicht zufrieden" sein. "Jetzt gilt es, den Blick in die Zukunft zu richten." In der nun anstehenden Sommerpause dürfte es zu einem großen Umbruch kommen, die Schanzer werden sich im Kader wohl nahezu komplett umstellen, um einerseits den Aufstieg anpeilen zu können – und andererseits die Rückkehr in den DFB-Pokal zu schaffen.

   
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