"Einfach bitter": Horst Steffen hadert mit dem Schiedsrichter

Die Talfahrt des Chemnitzer FC geht weiter. Beim 2:3 gegen Magdeburg kassierten die Himmelblauen am Samstag die vierte Niederlage in Folge und rutschten auf den ersten Abstiegsplatz ab. Zwar war der CFC gegen den Tabellenzweiten nicht völlig chancenlos, lag aber schon nach nur zwölf Minuten in Rückstand. Die Entstehung des Treffers sorgte jedoch für Diskussionen und ließ Trainer Horst Steffen mit dem Schiedsrichter hadern.

Drei CFC-Spieler bleiben liegen

Was war passiert? Nach einem Angriff des 1. FC Magdeburg wollte Chemnitz einen Konter einleiten, jedoch wurden innerhalb weniger Sekunden mit Dennis Grote, Tom Baumgart und Julius Reinhardt gleich drei Spieler geblockt und zu Fall gebracht (Video unten). Vor allem beim Rempler von Hammann gegen Reinhardt war der Aufschrei groß, Schiedsrichter Henry Müller, der für den kurzfristig erkrankten Tobas Reichel pfiff, ließ die Partie jedoch weiterlaufen. Magdeburg hatte nun entsprechend Raum und trieb den Ball über Schäfer nach vorne. Über Niemeyer kam das Spielgerät schließlich zu Beck, der zum 1:0 traf. Während die Magdeburger jubelten, kam es zu hitzigen Diskussionen zwischen den CFC-Spielern und Schiedsrichter Müller. Doch es blieb dabei: Der Treffer zählte.

"Ich denke, man kann das pfeifen"

Entsprechend bedient war Trainer Horst Steffen. Angesprochen auf die Szene sagte er nach Abpfiff am "MDR"-Mikrofon: "Der Assistent hat mir gesagt, er hätte dem Schiedsrichter ein Foul signalisiert." Dieser habe sich jedoch darüber hinweggesetzt und das Spiel weiterlaufen lassen, zitierte Steffen den Assistenten. "Was soll ich dazu sagen? Das ist einfach bitter", haderte der CFC-Coach. Selbst Nico Hammann musste zugeben: "Ich denke, man kann das pfeifen. Glück für uns." Gleiches gilt für den nicht gegebenen Treffer von Daniel Frahn. Wie die TV-Bilder zeigten, stand der Angreifer nicht im Abseits.

Steffen sieht "engagierten und leidenschaftlichen" Auftritt

Am Ende war der Sieg des 1. FC Magdeburg, der auch höher hätte ausfallen können, jedoch verdient – darüber gab es nach Abpfiff keine Diskussionen. Steffen bescheinigte seiner Mannschaft auf der Pressekonferenz einen "engagierten und leidenschaftlichen" Auftritt, jedoch seien die Gegentore zu einfach gefallen. Dennoch steckte der CFC nicht auf und kam durch zwei Treffer von Daniel Frahn auf 1:2 und 2:3 ran. "Das ist nicht selbstverständlich", lobte Steffen und betonte: "Auf jeden Fall hat meine Mannschaft eine Reaktion gezeigt."

Für einen Punkt reichte es letztlich aber nicht, sodass Chemnitz die vierte Niederlage in Folge kassierte und nun auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Das selbsterklärte Ziel, mindestens sieben Zähler aus den letzten fünf Partien vor der Winterpause zu holen, kann der CFC schon nicht mehr erreichen. Und somit ist offen, wie lange Horst Steffen noch auf der Bank sitzen wird.

Die umstrittene Szene im Video:

   
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