Einbruch! Zuschauerzahlen gehen deutlich zurück

Volle Ränge wie hier auf dem Foto gab es in der 3. Liga zuletzt immer weniger zu sehen. Im Schnitt fanden sich in den bisherigen 11 Spieltagen gerade mal 4.682 Fans pro Spiel im Stadion ein. Noch in der letzten Saison lag der Schnitt mit 5.584 Zuschauern pro Partie deutlich höher. Der Grund für den Rückgang der Zuschauerzahlen um immerhin rund 15 Prozent ist schnell ausgemacht: Die drei Aufsteiger Eintracht Braunschweig, Hansa Rostock und Dynamo Dresden gehörten in der abgelaufenen Saison zu den größten Zuschauermagneten. Eintracht und Dynamo zogen im Schnitt mehr als 17.000 Fans pro Spiel an – Hansa Rostock starke 14.000.

Osnabrück mit den meisten Zuschauern

Von diesen Werten sind wir in der aktuellen Spielzeit meilenweit entfernt. Mit bisher 11.300 Zuschauern pro Partie belegt der Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück derzeit die Spitzenposition in der Zuschauertabelle. Dahinter folgen Bielefeld (7.565), Münster (7.144) und Darmstadt 98 (7.080). Am unteren Ende der Rangliste sind, wie nicht anders erwartet, die beiden Zweitvertretungen der Bundesligisten zu finden. Bremen II und Stuttgart II liegen noch nicht Mal bei einem Schnitt von 1.000 Zuschauern.

Bisher schlechtester Schnitt der Geschichte

Positiv dürfte aber immerhin die Tatsache stimmen, dass in den kommenden Wochen noch einige Derbys auf dem Programm stehen werden: Beim Spiel zwischen Darmstadt und Offenbach werden ebenso wie bei der Partie Münster gegen Bielefeld 15.000 Fans erwartet. Doch dauerhaft nach oben treiben würden den Schnitt aber nur sportliche Erfolge der Zuschauermagneten wie Bielefeld, Osnabrück, Darmstadt, Münster aber auch Offenbach und Saarbrücken. Sollte sich der Wert von 4.700 Fans im Schnitt nicht erhöhen, würde er als der schlechteste der noch jungen Drittligageschichte eingehen.

Hat sich die Einführung der 3. Liga gelohnt?

Verstecken muss sich die als Premiumprodukt angekündigte 3. Liga daher aber nicht (zumindest Zuschauertechnisch). Denn in der Regionalligasaison 2004/2005 (damals noch die 3. Liga) erreichte man am Ende beispielsweise trotz namenhafter Zuschauermagneten wie St. Pauli, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück und Union Berlin nur einen Schnitt von 4.504 Fans. Die Gründung der 3. Liga hat sich also zuschauertechnisch durchaus gelohnt. Doch ob sie langfristig gesehen das gute Zuschauer-Niveau der letzten Jahren halten kann, wird sich erst noch zeigen.

 FOTO: www.braunschweig1895.de

   
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