"Ein bisschen kriminell": Rasen im Ludwigspark sorgt wieder für Ärger

Am Sonntag war es soweit: Gegen Arminia Bielefeld konnte erstmals seit Ende Januar im Saarbrücker Ludwigspark wieder gespielt werden, nachdem der ramponierte Rasen zuvor ausgetauscht worden war. Allerdings war auch das neue Geläuf noch weit weg vom Optimalzustand, was für Ärger sorgte.

Spiel konnte erst verspätet starten

Kurz vor dem geplanten Anpfiff um 16:30 Uhr wurde es nochmal hektisch, angeregt wurde im Innenraum diskutiert. Weil sich beim Warmmachen beider Teams größere Stücke aus der 3,5 Zentimeter dicken Rasensode gelöst hatten, ordnete Schiedsrichter Robin Braun eine kurzfristige Nachbearbeitung der Greenkeeper an. Kurzzeitig stand offenbar eine Absage im Raum, letztlich konnte der Ball aber mit knapp achtminütiger Verspätung rollen. Wobei er alles andere als flüssig über den Platz rollte, zudem lösten sich bei Grätschen und Schüssen immer wieder größere Stücke aus dem Rasen heraus, was dazu führte, dass die Spieler zu Greenkeepern wurden und das Geläuf mehrmals notdürftig flicken mussten. Ganz offensichtlich war der erst zu Wochenbeginn verlegte Platz an vielen Stellen noch nicht richtig angewachsen.

Dass der Rasen noch nicht in einem "super Zustand" sein würde, sei laut FCS-Coach Rüdiger Ziehl zwar zu erwarten gewesen, wie er bei der Pressekonferenz nach der Partie sagte. Dennoch zeigte sich der 46-Jährige überrascht von der Beschaffenheit des Geläufs: "Der Platz war vorher schlecht, heute war er anders schlecht." Das habe dazu geführt, dass etwa Amine Naïfi bei mehreren Dribblings nicht an seinen Gegenspielern vorbeikam, "weil der Platz sehr trocken und stumpf war. Das hat uns schon beeinflusst. Am Ende mussten aber beide auf dem Platz spielen", so Ziehl.

"Bodenlos trifft es ganz gut"

Auch Arminia-Coach Mitch Kniat kam während der Pressekonferenz auf den Rasen zu sprechen und griff einen Kommentar aus der Journalisten-Runde auf, wonach der Platz "bodenlos" gewesen sei. "Die Aussage bodenlos trifft es ganz gut, denn der Boden war nicht wirklich fest." Die Spieler hätten ihm nach dem Warmmachen die Rückmeldung gegeben, "dass es echt ein bisschen kriminell gewesen ist". Der Schiedsrichter hätte die Akteure dann aber eines Besseren belehrt, "es ging schon", so der 38-Jährige. "Wir können auf Holz klopfen, dass sich keiner verletzt hat."

Ziehl geht davon aus, "dass der Platz in zwei Wochen deutlich besser aussieht". Dann steht das Heimspiel gegen Erzgebirge Aue an (9. März) an, ehe es drei Tage später zum Nachholspiel im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach kommt. Spätestens dann sollte sich der Platz in einem tadellosen Zustand befinden, nachdem die ursprünglich für Anfang Februar angesetzte Partie kurz vor Anpfiff aufgrund des unbespielbaren Rasens abgesagt worden war. Gut möglich, dass in den kommenden Tagen einzelne Stellen nochmal ausgetauscht werden. Nach Angaben der Stadt hatte der Rollrasen-Lieferant zugesagt, eventuell entstehende Schäden mit neuer Sode zu reparieren. Im Sommer soll der Platz dann komplett neu aufgebaut werden – inklusive Drainage. Dann dürfte der Ärger mit dem Rasen künftig endgültig der Vergangenheit angehören.

   
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