Ehemalige Drittligisten #4: Carl Zeiss Jena

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In unserer Serie "Ehemalige Drittligisten" nehmen wir von liga3-online.de Vereine unter die Lupe, die ehemals in der eingleisigen 3. Liga unterwegs waren und entweder in höhere Spielklassen auf, oder in niedrigere Ligen abgestiegen sind. In unserer heutigen Ausgabe geht es um den FC Carl Zeiss Jena. Am Ende der Saison 2011/2012 stand fest: Jena muss in die Regionalliga. Für das von Petrik Sander gecoachte Team reichte es nur zu Platz 18 in der Endabrechnung.

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Umbruch nach dem Abstieg

Über die gesamte Saison spielte Jena gegen den Abstieg. Sander-Vorgänger Heiko Weber musste  nach dem 16. Spieltag seinen Trainerstuhl räumen. Selbst die beiden achtfachen Torschützen Jan Simak und Nils Pichinot konnten den Abstieg nicht verhindern. Der damalige Top-Torschütze Pichinot spielte danach noch eine Saison in der dritten Liga, mittlerweile zog es auch ihn eine Liga tiefer. Er spielt für den Goslarer SC in der Parallelstaffel. Bei Carl Zeiss stand nach dem Abstieg fast ein kompletter Neuanfang bevor. Die einzige Konstante blieb Trainer Sander. Er baute ein Team für die Regionalliga auf. Fast der komplette Kader der Jenaer wurde dabei ausgetauscht. Elf Spieler von fremden Vereinen präsentierten sich vor der Spielzeit als Neuzugänge.

Neuanfang in der Regionalliga

Nachdem die Frischzellenkur im Personalbereich vollzogen war, verlief der Start etwas holprig. Das erste Saisonspiel gegen den FSV Zwickau musste abgesagt werden. Grund dafür war eine manipulierte Gästetribüne. Direkt spürte Jena den Gegenwind in der vierten Liga. Am Ende der Saison landete Petrik Sander mit seiner Elf auf einem guten zweiten Platz. Nur die ambitionierten Kicker von RB Leipzig machten der Möglichkeit des Wiederaufstiegs einen Strich durch die Rechnung. In der neuen Saison sollte dann alles noch ein bisschen besser werden. Ohne die übermächtigen Leipziger soll der Aufstieg in die dritte Liga anvisiert werden. Sieben externe Neuverpflichtungen präsentierte der FC Carl Zeiss vor der laufenden Spielzeit.

Sander muss gehen – Zimmermann übernimmt

Bereits nach vier Spielen wurde Petrik Sander entlassen. Der durchwachsene Saisonstart ließ bei den Verantwortlichen des Vereins Zweifel aufkommen, ob der Aufstieg in dieser Form möglich sei. Zunächst agierte Marco Kämpfe für zwei Partien als Interimstrainer. Dann übernahm Andreas Zimmermann das Steuer beim Klub. Seitdem Zimmermann im Amt ist, gab es drei Siege in drei Ligaspielen zu vermelden. Carl Zeiss Jena belegt aktuell den vierten Platz in der Regionalliga Nordost. Fünf Punkte trennen Jena vom Spitzenreiter Berliner AK. Wenn Neu-Trainer Zimmermann den Kurs beibehält ist eine Rückkehr in Liga drei keine Utopie.

 

 

   
  • RWEPETER

    Du Pisser der Gerechtigkeit

  • gerechtigkeit

    jo, und Erfurt schafft den Abstieg hoffentlich auch noch… Das O-Pack macht eh nur Probleme…

  • RWEPETER

    Die braucht keine Sau in Liga 3. Der Dorfclub mit seinem Sportfeld (Kaninchenbau) passen ganz gut in die Regionalliga !!!

    • Pfostenprinz

      Vielleicht sollte man mal seine Befindlichkeiten gegen über den Erzrivalen einstellen. Jena ist vielen deutlich lieber als Red Bull Leipzig oder solch untinteressanten Gegner wie Haching, Elversberg oder die 2. Mannschaften. Ich gönn Osna eigentlich auch den Tod, würde die Spiele allerdings jedes Jahr vermissen.
      Für Jena hoffe ich, dass die schnell wieder zurückkommen. Dann hätte man endlich wieder eine gescheite Fanszene mehr in der Liga.

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