Ehemalige Drittligisten #5: Wuppertaler SV

In unserer Serie "Ehemalige Drittligisten" nehmen wir von liga3-online.de Vereine unter die Lupe, die ehemals in der eingleisigen 3. Liga unterwegs waren und entweder in höhere Spielklassen auf, oder in niedrigere Ligen abgestiegen sind. In unserer heutigen Ausgabe geht es um den Wuppertaler SV, ehemals Wuppertaler SV Borussia. Der Traditionsverein aus NRW war eines der Gründungsmitglieder der dritthöchsten deutschen Spielklasse und musste aufgrund von finanzieller Schieflage den Weg in die Regionalliga West und in dieser Saison in die Oberliga Niederrhein nehmen.

Zeit in der 3. Liga

Mit der Einführung der 3.Liga in der Saison 2008/09 qualifizierte sich der damalige Wuppertaler SV Borussia über Platz 6 der Regionalliga Nord für die neue Spielklasse. Unter dem Trainer Uwe Fuchs konnte der Verein mit 11 Siegen, 12 Unentschieden und 15 Niederlagen auf Platz 14 den Klassenerhalt feiern. 45 Punkte waren dabei ausreichend. Sportliche Absteiger der Saison waren damals die Stuttgarter Kickers, der VfR Aalen und Wacker Burghausen. In der darauffolgenden Saison kam man unter Trainer Peter Radojewski nicht mehr in den Genuss des Ligaverbleibs. Recht deutlich scheiterten die Wuppertaler mit 10 Siegen, 8 Unentschieden und 20 Niederlagen in der Saison. Das rettenden Ufer war am Ende der Saison ganze 8 Punkte entfernt und wurde von Werder Bremens U23 belegt.

 Regionalliga West

Der ambitionierte Verein peilte nach dem Abstieg den baldigen Wiederaufstieg in die 3. Liga an. Mit einem, für die Regionalliga, durchaus beachtlichen Kader sollte dieses Ziel erreicht werden. Dennoch scheiterte man in den beiden kommenden Saisons knapp auf Position 5 und 8 mit 50 und 57 Punkten am Aufstieg und an Preußen Münster und Borussia Dortmunds U23. Aufgrund des erneut ausbleibenden Erfolgs bot der damalige Präsident Friedhelm Runge allen Spielern des Vereins an, ihre Verträge aufzolösen. Nach heftigen Fanprotesten trat Runge nur wenige Wochen später zurück, ebenso wie ein Teil des Präsidiums. In der vergangenen Saison scheiterte der Verein auf Platz 14 der mit 20 Mannschaften besetzten Regionalliga West, da der Verein aufgrund einer drohenden Insolvenz die Spielberechtigung für die kommende Saison zurückgab.

Finanzielle Schieflage

Am 24. Mai diesen Jahres kam es aufgrund der Vorkommnise um den Präsidenten und die Finanzprobleme zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dabei wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass man den Teil "Borussia" aus dem Namen des Vereins streichen würde. Daher heißt der Verein nun nur noch Wuppertaler SV. Auf dieser Versammlung kam auch zu Tage, dass der Hauptsponsor des WSV aussteigen wolle und nicht mehr zur Verfügung stände. Im Zuge neuer Wahlen für das Präsidium wurde im Juni bekannt, dass der Verein Insolvenz anmelden muss. Somit zog man sich aus der Regionalliga zurück, um in der Oberliga Niederrhein mit einem Nachwuchskader neu zu beginnen.

Neuanfang in der 5. Liga

Dort ist der junge und neu besetzte WSV sehr ansehnlich in die Saison gestartet. Nach zwölf Spieltagen, und elf eigenen Spielen, stehen die Wuppertaler hinter dem SV Hönnepel-Niedermörmter auf dem 2. Rang der Tabelle. Aus den letzten acht Spielen konnte man ganze sechs Partien siegreich gestalten und setzte sich damit, trotz eines ausstehenden Nachholspiels, in der Spitzengruppe der Liga fest. Den Verantwortlichen und Fans des WSV wäre es zu gönnen, dass der ehemalige Bundesligist wieder in bessere Zeiten steuert. Immerhin kann man in der Vereinshistorie drei Jahre Bundesliga und sieben Jahre 2. Bundesliga (davon fünf in der alten 2. Bundesliga-Nord) vorweisen.

   
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