Dynamo-Aufstieg vertagt, VfL und Cottbus verlieren, Aue siegt

Die Aufstiegsfeier der SG Dynamo Dresden ist wohl noch um eine Woche vertagt. Gegen Holstein Kiel erreichten die Sachsen lediglich ein 0:0-Remis. Verfolger Osnabrück verlor sogar mit 2:4 beim FC Rot-Weiß Erfurt. Erzgebirge Aue dagegen setzt sich weiter von Platz drei ab und schlug Werder II mit 1:0. Im Abstiegskampf kassierte Cottbus eine bittere 0:3-Pleite in Münster. Die weiteren Ergebnisse: Mainz II vs. Köln 0:1, Stuttgart II vs. Aalen 1:1, Würzburg vs. Stuttgart 2:1.

Dynamo-Aufstiegsfeier vertagt – 0:0 gegen Kiel

Gegen die KSV hatten die SG Dynamo Dresden ihren ersten Matchball zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch die Gäste aus dem hohen Norden versteckten sich nicht und störten die Gastgeber mit aggressivem Pressing schon in der eigenen Hälfte. Dennoch hatte Dynamo nach 10 Minuten die erste große Chance zur Führung über Eilers und Stefaniak, die aber beide vergaben. Auch die Gäste verbuchten die eine oder andere Gelegenheit, wurden aber in Person von Sane nach 20 Minuten geblockt. Richtig laut wurde es dann nach 31 Minuten, als Aosman einen Distanzschuss nur an den Pfosten setzte und für ein großes Raunen sorgte. Doch vor der Pause hätten die mutigen Kieler fast noch den Stecker aus dem Spiel gezogen, als Fetsch aus acht Metern völlig frei am Tor vorbeizog. Es blieb beim 0:0 zur Pause.

Auch nach dieser blieben die Gäste frech und forsch in ihren Aktionen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff musste Blaswich gegen Sané und Fetsch retten. Die Gäste wirkten zielstrebiger als Dynamo, dass scheinbar mit den eigenen Nerven zu kämpfen hatte. Den Spielern und Fans war der Wille zum Aufstieg deutlich anzumerken, doch die Gäste aus Kiel ließen kaum Chancen der Sachsen zu. Pascal Testroet hatte es in der 83. Minute dennoch auf dem Kopf, doch Zentner parierte seinen Kopfball stark. In der Nachspielzeit kam Dynamo dem 1:0 dann immer näher, doch es blieb am Ende beim 0:0, durch das den Sachsen der Aufstieg wirklich nur noch theoretisch zu nehmen ist.

4:2 – Erfurt verdirbt Osnabrück die Laune

Für den VfL Osnabrück bestand die Aufgabe in Erfurt nicht nur darin, für sich selbst wieder drei Punkte einzufahren, sondern auch die Aufstiegsfeier der Dresdner zu vertagen. Dementsprechend offensiv gingen die Niedersachsen auch zu Werke und erzielten schon nach acht Minuten den Führunstreffer durch Marcel Kandziora, nach toller Vorarbeit von Marcos Alvarez. Doch RWE versteckte sich keineswegs und hatte über Menz und Odak zwei Halbchancen. Für den Aufwand belohnten sich die Erfurter dann nach einer guten halben Stunde. Eine Flanke von Aydin landete perfekt bei Jens Möckel, der ins kurze Eck und zum Ausgleich traf. Bis zur Pause entwickelte sich dann eine ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber das Spitzenteam immer wieder zu ärgern wussten.

Direkt nach dem Wiederanpfiff wurde dieser Ärger bei den Gästen dann noch größer. Okan Aydin brachte die Thüringer nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wieder in Führung. Kammlott hatte ihn im Strafraum mustergültig bedient. Der VfL wirkte in der Folge völlig von der Rolle. Nur fünf Minuten später tankte sich Sebastian Tyrala auf der rechten Seite durch, zog vor den Sechzehner und vollendete flach ins Tor zum 3:1. Die Osnabrücker kamen überhaupt nicht mehr in ihr Spiel und wirkten insgesamt konfus und unstrukturiert nach der Pause. Der VfL wurde zwar nach gut einer Stunde wieder etwas aktiver, wusste aber mit seinem Ballbesitz erschreckend wenig anzufangen. Mitten in die Lethargie traf dann allerdings Marcel Kandziora in der 78. Minute zum 2:3 und sorgte wieder für mächtig Spannung im Steigerwald. Christian Groß hatte in der 84. sogar die große Chance zum 3:3, scheiterte jedoch an Klewin. Mitten in den Sturmlauf der Gäste traf RWE dann doch zur Entscheidung und setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 4:2 durch Carsten Kammlott.

3:0: Preußen siegt, Energie bleibt im Keller stecken

Für die Gäste aus der Lausitz sollten im westfälischen Münster dringend wieder Punkte auf das eigene Konto, um die bedrohliche Lage im Abstiegskampf zu verbessern. Nach sieben Minuten erzielte Breitkreuz auch das vermeintliche 1:0 für die Gäste, stand aber in der verbotenen Zone. In der Folge verloren die Cottbuser völlig den Faden und liefen vielfach nur noch hinterher. Schwarz verzog nach 19 Minuten nur knapp für die Preußen und nur fünf Minuten später klingelte es dann im Tor von Daniel Lück. Björn Kopplin setzte einen sehenswerten Schlenzer in die Maschen. Die Führung der Gastgeber hätte auch noch deutlich höher ausfallen können, denn Krohne (30′), Hoffmann (38′) und Laprevotte (43′) scheiterten entweder an Daniel Lück oder einem Abwehrbein auf der Linie.

Auch nach der Pause starteten die Preußen offensiv. In der 49. Minute verpasste Lion Schweers den Ball und damit die Möglichkeit auf das 2:0. Cottbus kam auch nach der Pause nicht richtig in Tritt. Lück und Kauko konnten nur mit Mühe das 2:0 auf der Linie verhindern. Das fiel dann aber vier Minuten später doch. Eine Ecke von Bischoff verwandelte Grimaldi trocken zum hochverdienten 2:0. Als wäre es für die Lausitzer nicht schon schwer genug, so fingen sie sich wiederum nur wenige Zeigerumdrehungen später auch noch das 0:3 durch Rogier Krohne. Die Gäste betrieben in der Folge nur noch Schadensbegrenzung, während die Preußen den hochverdienten Sieg nach Hause fuhren.

1:0 – Aue müht sich zum Sieg gegen Bremen II

Für die Veilchen ging es gegen die jungen Werderaner darum den Abstand auf den VfL Osnabrück zumindest zu halten. Spielbestimmend gingen die Auer daher auch ins Spiel, kreierten aber erst nach 12 Minuten die erste Chance durch Adler. Während die Männer von der Weser erst nach und nach ins Spiel fanden, hätten Köpke und Rizzuto nach 20 Minuten schon für Jubel auf Seiten der Heimelf sorgen können, brachten den Ball aber nicht im Gehäuse unter. Dies tat dann augenscheinlich Mario Kvesic mit einem Freistoß. Sein Ball wurde wohl erst hinter der Linie wieder aus dem Tor gekratzt. Anerkennung fand der Treffer allerdings nicht. Somit ging es etwas glücklich für die Gäste mit einem 0:0 in die Kabine.

Nach dem Wechsel zeigte sich plötzlich ein anderes Bild und die Bremer drückten die Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Eine Flanke von Julius von Haacke verpasste das Tor am langen Pfosten nur knapp. Mitten in die Drangphase der Bremer trafen die Auer zum 1:0. Einen Ball in die Mitte verpasste Köpke, sodass Adler in der Box frei stand und zum 1:0 abschloss. Das Tor gab den Veilchen wieder deutlich mehr Ruhe. Skarlatidis versuchte einen Lupfer in den Strafraum, wurde aber vom Bremer Keeper noch gestoppt. Aue versuchte nun die Entscheidung zu erzielen, doch Kvesic scheiterte nach 74 Minuten an Duffner im Bremer Tor. Sicher wirkte die Führung der Gastgeber allerdings nicht. Die Bremer kamen immer wieder zu brandgefährlichen Szenen im Strafraum der Auer. Auf der Gegenseite hätte Köpke alles klar machen können, zog jedoch knapp am Tor vorbei. Die Auer retteten am Ende dennoch den knappen Vorsprung über die Zeit und setzen sich deutlich von Rang drei ab.

Die weiteren Spiele:

Mainz II vs. Fortuna Köln: 0:1 (0:1 Biada 87′)

Die Mainzer verloren am Ende mit 0:1 und standen mit leeren Händen und ratlosen Gesichtern da. Eine Vielzahl an Torchancen hatte allein Devante Parker liegen lassen. Auch ansonsten wirkten die 05er gefährlich und bissiger, bevor Biada in der 87. Minute das Spiel auf den Kopf stellte. Die Fortuna dürfte damit wohl gerettet sein.

Stuttgart II vs. VfR Aalen: 1:1 (0:1 Drexler 18′, 1:1 Hagn 84′)

Ein Remis gegen den VfR Aalen ist für die U23 der Schwaben deutlich zu wenig. Dennoch hatte das Spiel am Ende keinen Sieger verdient. Zu schwach war die Leistung der Gastgeber und zu lustlos die der Gäste. Drexler hatte den VfR verdient in Führung geschossen, doch Hagn glich noch aus. Die Schwaben wachten erst in den letzten zehn Minuten auf.

Würzburger Kickers vs. Stuttgarter Kickers: 2:1 (1:0/2:0 Shapourzadeh 43’/69′, 2:1 Badiane 78′)

Die Würzburger Kickers sind weiterhin im Höhenflug. In einer größtenteils souverän und sicher geführten Partie führten die Gastgeber durch einen Doppelpack von Shapourzadeh u.a. per Elfmeter. Die Gäste spielten zwar ordentlich mit, kamen aber nur noch zum Anschluss durch Badiane. Während die Heimelf wieder ganz oben dran ist, bleiben Kickers gerade so über dem Abstiegsstrich.

 

 

 
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