Dynamo enttäuscht: "Wahnsinnig viele einfache Fehler gemacht"

Mit dem 1:1 in Bayreuth blieb Dynamo Dresden zwar zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, doch freuen konnte sich am Ende niemand. Vor allem der Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang nach der frühen Führung passte Trainer Markus Anfang gar nicht. Entsprechend holte der Übungsleiter zur Kritik aus.

"Enttäuscht von unserer Mannschaft"

Eigentlich lief doch alles für Dresden. Bereits nach sieben Minuten konnte der wiedergenesene Manuel Schäffler bei seinem Comeback das 1:0 erzielen. "Es müsste eigentlich Sicherheit bringen, wenn du 1:0 führst, hat es aber nicht", musste auch Anfang auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bilanzieren. Bei "MagentaSport" legte er zudem nach: "Wir haben zwar geführt, aber in keiner Phase das gespielt, was wir hätten spielen können." Statt der erhofften Sicherheit folgte immer mehr das Gegenteil. "Fehlender Mut, dann vor allem Situationen auch mal klar auszuspielen, Ballverluste", zählte Anfang die Negativpunkte auf.

Letztendlich habe seine Mannschaft "alles vermissen lassen", resümierte er resigniert. Auch wenn die Leistung nach der Pause, der das 1:1 Bayreuths vorausging (45.), besser wurde. "Wir haben es versucht", gestand Anfang zu, doch am Ende reichte es einfach nicht, sodass nach 90 Minuten lediglich ein Remis beim Tabellenschlusslicht stand. "Am Ende, muss man vielleicht sogar sagen, dass e0s gerecht war", musste Anfang zugeben. Das ärgerte ihn sichtlich, könne es sein Team doch "wesentlich besser". An diesem Samstag habe es aber "wahnsinnig viele Fehler gemacht". So war er am Ende des Tages "enttäuscht von unserer Mannschaft".

Gebrauchter Tag

Auch Angreifer Manuel Schäffler wollte keine Ausreden finden. Zu viele "Kleinigkeiten" hätten gefehlt. Symptomatisch die Großchance kurz vor dem Schluss, die Topscorer Ahmet Arslan freistehend vergab (79.). Einfach ein gebrauchter Tag, den es "manchmal gibt. Am Ende des Tages hat es heute einfach nicht gereicht", befand auch der 33-Jährige, der selbst "etwas überrascht" war, dass er nach seiner Zwangspause statt Kollege Stefan Kutschke starten durfte. Dass der Joker, der nur zehn Minuten zum Zug kam, nach dem Spiel wütend den Innenbereich verließ, hatte indes nichts mit seiner Teilzeit-Beschäftigung zu tun, stellte Anfang klar. So hatte der Dresdner "vorne ein, zwei Situationen, die er nicht so gespielt hatte", was ihn störte. Mit seiner Rolle habe er "null Probleme".

Am Ende stand für die Dresdner immerhin die fünfte Partie ohne Niederlage in Serie. Doch dies war für Schäffler auch "das einzig Positive, was wir heute mitnehmen können". Unter dem Strich blieb auch für Trainer Anfang die Erkenntnis, dass seine Mannschaft "kein gutes Spiel gemacht" habe. Noch sei es ein "weiter Weg, dass wir da noch stabiler sind". Tabellarisch hatte das Remis beim Schlusslicht dabei jedoch keine große Auswirkung, da aus der Top-Sechs der Liga niemand dreifach punkten konnte. Lediglich Wiesbaden könnte Dynamo den 5. Platz mit einem Sieg am Sonntag gegen Essen noch streitig machen. In der eigenen Hand haben es die Dresdner dann am kommenden Wochenende wieder, wenn mit dem VfL Osnabrück eine gänzlich neue Herausforderung wartet.

   

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