MSV verliert nach späten Gegentoren – Burghausen unterliegt 0:4

Durch zwei späte Treffer von Tobias Jänicke und Alexander Nandzik sicherte sich der SV Wehen Wiesbaden am Sonntag einen etwas glücklichen 2:0-Heimsieg. Über weite Phasen waren die Gäste aus Duisburg zwar die bestimmende Mannschaft, kurz vor Ende schlugen dann aber die Rot-Schwarzen zu. Der SVWW zieht mit Heidenheim wieder punktemäßig gleich, der MSV steckt im Mittelfeld der Tabelle fest. Nach der Niederlage in Erfurt nahm SVWW-Trainer Peter Vollmann zwei Wechsel vor: für Adam Straith (Kanadische Nationalmannschaft) und Nico Herzig (Rückenverletzung) spielten Maximilian Ahlschwede und Michael Wiemann in der Abwehr. Bei den Gästen nahm MSV-Trainer Karsten Baumann nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund II auf einer Position einen Wechsel vor: Matthias Kühne ersetzte Deniz Aycicek.

Die Anfangsphase des Spiels begann vielversprechend. Innerhalb der ersten fünfzehn Minuten tauchten beide Teams gefährlich vor den beiden Torhütern auf, jedoch hielten beide Abwehrreihen stand. Im Anschluß schalteten beide Mannschaften einen Gang zurück und die Partie verlor ein wenig an Tempo. Die 4.790 Zuschauer mussten bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit gedulden, bevor die Akteure wieder sehenswerte Torszenen produzierten. SVWW-Mittelfeldspieler Book verfehlte das Tor knapp mit einem sehenswerten Schuß. Auf der anderen Seite kratzte Torhüter Gurski einen Freistoß von MSV-Mittelfeldmann de Witt aus dem Winkel. Damit ging es torlos in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel waren die Wiesbadener zunächst darauf bedacht, die Defensive zu sichern, während der MSV weiter mutig nach vorne spielte. Vor allem im Mittelfeld boten sich den Zebras viele Räume, da die Hausherren nicht richtig in die Zweikämpfe kamen. So blieben die Duisburger das aktivere Team und erarbeiteten sich, vor allem nach Ecken, einige gute Chancen. Im weiteren Verlauf flachte das Niveau der Partie immer mehr ab: Vieles spielte sich nun zwischen den Strafräumen ab, was das Verzeichnen von Torchancen zur Seltenheit werden ließ. Erst ab der 65. Minute nahm die Partie wieder etwas Fahrt auf: Erst stand Vunguidica auf Seiten der Hausherren plötzlich frei vor dem Kasten der Duisburg – er verzog jedoch. Im direkten Gegenzug bot sich auch dem MSV eine gute Chance, doch Onuegbu und dann Gardawski konnten den Ball ebenfalls nicht im Tor unterbringen.

Zwei späte Tore sorgen für den Sieg

Die kurze Drangphase beider Mannschaften hielt jedoch nur kurz an. Danach fielen beide Mannschaften in ihr altes Muster zurück: Wiesbaden kam vor allem im Mittelfeld nicht richtig in die Zweikämpfe und Duisburg fehlte oftmals die letzte Anspielstation im Sturm. In Minute 81 bot sich dem MSV eine weitere Doppelchance, doch Wolze und Onuegbu vergaben jeweils. In der 84. Minute war es Vunguidica, der sich kraftvoll gegen Dum durchsetzte. Sein Schuss prallte vom Pfosten ab, in der Mitte konnte Tobias Jänicke zur Führung für den SV Wehen abstauben. In der Nachspielzeit nutze der kurz zuvor  eingewechselte Alexander Nandzik einen Fehler der MSV-Abwehr und traf zum 2:0-Endstand. Der SV Wehen Wiesbaden empfängt bereits am kommenden Freitag um 19 Uhr Aufsteiger Holstein Kiel zum Heimspiel in der BRITA-Arena. Der MSV Duisburg bestreitet am Samstag um 14 Uhr sein Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98.

Stuttgart II besiegt Burghausen mit 4:0

Im zweiten Sonntagsspiel konnte sich der VfB Stuttgart II gegen den SV Wacker Burghausen, für die es das Spiel eins nach Georgi Donkov war, deutlich mit 4:0 durchsetzen. Nachdem die erste Halbzeit noch recht ruhig blieb, da beide Mannschaften im Abschluss zur harmlos blieben, begann die zweite Halbzeit mit einem Paukenschlag. Mit dem ersten Angriff gelang dem VfB die Führung: Khedira tauchte plötzlich völlig frei vor Torhüter Stephan Loboué auf und schob den Ball aus acht Metern zur nicht unverdienten Führung ein. Die Stuttgarter gaben nach dem schnellen Führungstor weiterhin viel Gas und konnten bereits in der 61. Minuten auf 2:0 erhöhen: Nach einer Flanke von Rathgeb stand Marco Grüttner genau richtig und netzte zum 2:0 ein. Nun war die Partie bereits entschieden: Vom Tabellenletzten war nicht mehr viel zu sehen. Der VfB hatte nun leichtes Spiel und baute die Führung zehn Minuten vor dem Abpfiff sogar noch auf 3:0 aus. Wenig später erhöhte Marco Grüttner gar zum 4:0-Endstand.

Mitarbeit: Christian Brinker // FOTO: Gepa Pictures

   
Back to top button