Duisburg zittert sich auf Platz drei – BVB feiert kuriosen Sieg

Der MSV Duisburg hat den Patzer der Stuttgarter Kickers (0:1 in Rostock) ausgenutzt und sich mit einem am Ende knappen 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart II am Sonntag wieder auf den Relegationsplatz geschoben. Im Abstiegsduell zwischen Dortmund II und der SpVgg Unterhaching fuhr die U23 des BVB zeitgleich einen kuriosen und wichtigen 1:0-Sieg ein. Zunächst der Blick nach Großaspach: Vor 700 Zuschauern, darunter 500 MSV-Fans, starteten beide Teams verhalten in die Partie, wenngleich die Duisburger zumindest optisch leicht überlegen waren. Die erste Chance für die Gäste gab es in der 7. Minute zu verzeichnen, als Wolze den Ball auf Janjic ablegte und dieser im letzten Moment von einem Stuttgarter am Torschuss gehindert wurde. Acht Minuten später war der Bann dann gebrochen: Nach einem Foul von Sama an Dausch entschied Schiedsrichter Kempkes auf Elfmeter. Janjic trat an und verwandelte sicher zum 1:0. Mit der Führung im Rücken trat die Elf von Trainer Gino Lettieri nun wesentlich selbstbewusster auf und drängte die Schwaben oftmals weit in die eigene Hälfe zurück. In Minute 25 standen Klotz und Onuegbu im Strafraum einschussbereit, doch ein Stuttgarter könnte den Ball klären. Drei Zeigerumdrehungen später kam die Abwehr der Schwaben denn jedoch einen Schritt zu spät: Nach einem Schuss von Dausch wehrte Vlachodimos das Spielgerät genau vor die Füße von Klotz ab, der zum 2:0 abstaubte (28.). Die Zebras blieben die bessere Mannschaft, doch auch Stuttgart machte in der 35. Minute erstmals von sich reden: Wolze musste für den bereits geschlagenen Ratajczak auf der Linie klären! Zwei Minuten vor der Pause hätte Klotz bereits alles klar machen können, doch VfB-Keeper Vlachodimos war vor ihm am Ball. So blieb es zur Halbzeitpause beim 2:0 für die Gäste.

 Ratajczak fliegt: Scheidhauer muss ins Tor

Im zweiten Durchgang war der VfB zu Beginn das leicht bessere Team. Rausch (48.) und Sama (50.) hatten innerhalb von nicht einmal zwei Minuten die Chance zum Anschlusstreffer. Erst nach und nach investierten die Gäste wieder mehr in die Partie und hatten ihrerseits durch Janjic (54.) und Klotz (55.) zwei gute Möglichkeiten. In der Folge flachte das Niveau der Partie etwas ab: Duisburg verwaltete die Partie und Stuttgart fand gegen gut sortierte Zebras kaum Lücken. In der 68. Minute hatte der MSV jedoch Glück, dass ein Patzer von Ratajczak, der einen Abschlag zu kurz ausführte, keine Folgen hatte. Der Keeper stand auch knapp zehn Minuten später im Mittelpunkt: Nach einem  Foul an Kiesewetter sah der Keeper glatt Rot – zudem gab es Elfmeter für den VfB. Da der MSV sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, musste mit Kevin Scheidhauer ein Feldspieler ins Tor. Den fälligen Elfmeter konnte er jedoch nicht parieren (Tashchy / 83.). Der MSV zog sich danach weit zurück und versuchte den knappen Sieg über die Zeit zu retten, was am Ende auch gelingen sollte. Somit rücken die Duisburger auf den Relegationsplatz vor.

Alomerovic sieht Rot – Harder schießt BVB zum Sieg

Der BVB, der mit den Weltmeistern Ginter und Großkreutz von Beginn an auflief, war in den ersten Minuten die klar bessere Mannschaft und erspielte sich bereits früh erste Chancen. Bereits nach drei Minuten gab Derstroff den ersten Warnschuss ab, dieser flog jedoch über den Kasten. Maruoka (8.) und Stankovic (12.) hatten weitere gute Chancen, nutzten diese jedoch ebenfalls nicht. Von Unterhaching war im Spiel nach vorne nicht viel zu sehen. Die beste Chance hatte Köpke in der 19. Minute, als er freistehend vor Alomerovic scheiterte. Danach schalteten beide Teams einen Gang zurück, ehe Derstroff in der 39. Minute die Riesenchance zur Führung liegen ließ. Nach einer Flanke von Großkreutz traf er das leere Tor nicht. Zur Pause blieb es trotz der Überlegenheit der Hausherren beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Münchener Vorstädter forsch aus der Kabine und hatten in der 56. Minute die Riesenchance zur Führung: Nach einer Flanke von Schwabl rauschten Köpke und Widemann jedoch am Ball vorbei. Danach tat sich lange nichts, bis es in der Schlussphase äußert kurios wurde: Nach einem Foul von Alomerovic an Hufnagel sah der Keeper Rot, zudem gab es Elfmeter für Unterhaching. Köpke trat an, scheiterte aber an Ersatzkeeper Bonmann, der einen schnellen Konter einleite. Der Ball landete bei Harder, der nur Sekunden nach dem Elfmeter zum 1:0 einnetzte. Unterhaching warf nun alles nach vorne, musste ab der 89. Minute aber ebenfalls in Unterzahl weiterspielen: Mario Erb sah Gelb-Rot. Am Ende blieb es beim 1:0 für den BVB, der an Unterhaching in der Tabelle damit vorbeizieht.

 

   
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