MSV in Münster: 12.000 Zuschauer hoffen auf erwärmendes Duell

Rund zwei Wochen vor der Winterpause will der SC Preußen Münster mit möglichst zwei Heimsiegen in Folge die verkorkste Hinrunde zumindest teilweise wiedergutmachen. Bevor die Preußen nächste Woche die derzeit zweitplatzierten RasenBallsportler aus Leipzig empfangen, wartet am morgigen Samstag (14:00 Uhr, live im Ticker auf liga3-online.de) zunächst aber einmal die Hürde MSV Duisburg auf Ralf Looses Elf. Dabei glänzten beide Mannschaften zuletzt mit absoluter Inkonsistenz. Auf der einen Seite die Adlerträger, die seit Anfang Oktober eine reine Achterbahnfahrt erleben. Nach zwei 4:0-Erfolgen gegen Chemnitz und Dortmund II und der somit scheinbar geschafften Trendwende ging es dann plötzlich wieder steil bergab: Gegen Darmstadt (0:4) und Rostock (1:2) blieben die Münsteraner punktlos und präsentierten sich defensiv wieder wie in den schlechtesten Zeiten zu Saisonbeginn. Nach einem 2:2 gegen Saarbrücken blieb Looses Elf aber zuletzt wieder zweimal ohne Gegentor und Niederlage, erzielte aber selber auch nur einen Treffer – und das obwohl sie trotz Tabellenplatz 17 noch immer die viertbeste Offensive der Liga stellen.

Baumann blickt mit Respekt nach Münster

Auf der anderen Seite die Zebras aus Duisburg, die von den letzten zehn Spielen zwar vier gewinnen konnten, sich aber auch dreimal geschlagen geben mussten. Am vergangenen Wochenende feierte der MSV gegen die ausgerechnet so auswärtsstarken Unterhachinger den ersten Heimsieg seit Ende September. Nicht umsonst scheint Coach Karsten Baumann vor dem Duell gegen die Preußen nichts mehr auf solche Statistiken geben zu wollen: „Schaut man auf die Tabelle und in die Zeitungen, ist ja alles klar: Aber das war letztes Wochenende genauso und dann kam es ganz anders.“ Nicht ohne Grund blickt Baumann mit viel Respekt ins ca. 100 Kilometer entfernte Münster. Platz 17 hin oder her, „Ralf Loose gelang es in den vergangenen Spielen, die Defensive zu stabilisieren und im Sturm haben sie mit Matthew Taylor einen starken Mann.“ In der Tat zeigt der Trend beim SCP allmählich wieder in die richtige Richtung. Neben vier Punkten aus den letzten zwei Spielen scheinen auch interne Probleme in der Mannschaft keine große Rolle mehr zu spielen. Der vor zwei Wochen suspendierte Dominik Schmidt gab bereits letztes Wochenende in Halle sein „Comeback“ in der Startelf, zog sich dort allerdings einen Nasenbeinbruch zu und wird im Falle eines Einsatzes am Samstag eine Gesichtsmaske tragen müssen. Auch Abwehrkollege Patrick Kirsch plagt sich derzeit mit einer Kopfverletzung rum: „Das müssen wir beobachten“, so Loose, der im Fall der Fälle aber auf den jungen Simon Scherder wird zurückgreifen können. Auf den weiteren Positionen kann der 50-Jährige aber aus dem Vollen schöpfen. Dies hat zur Folge, das voraussichtlich einmal mehr Benjamin Siegert, Amaury Bischoff und Gaetano Manno die offensive Dreierreihe bekleiden und Dennis Grote sowie Marcus Piossek erneut nur auf der Bank Platz nehmen werden müssen.

"Wir wollen an die Leistung gegen Unterhaching anknüpfen"

Etwas mehr Sorgenfalten auf der Stirn dürfte Looses Gegenüber Baumann haben. Grund dafür ist Kingsley Onuegbu, der nach einem Schlag auf den Oberschenkel vergangenen Samstag diese Woche nur Laufeinheiten absolvieren konnte. Ob mit oder ohne Toptorjäger, die Zebras haben sich für das Spiel in Westfalen viel vorgenommen. "Wir wollen an die Leistung gegen Unterhaching anknüpfen. Wenn wir das schaffen, habe ich wenig Bedenken“, so Baumann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Die Einstellung und die Leistung haben mir sehr gut gefallen. Man hat bei jedem einzelnen gesehen, dass er unbedingt gewinnen wollte“. Diese Eigenschaften gilt es nun auch gegen Münster umzusetzen. Dafür müsse der Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden. Am Ende werde dann die Mannschaft gewinnen, „die weniger Fehler macht.“

Wer dies jedoch sein wird, entscheidet sich erst bei Abpfiff. Aufgrund der auf beiden Seiten ordentlichen Auftritte zuletzt dürfen die rund 12.000 Zuschauer erwarteten Zuschauer im Preußenstadion aber morgen ein schönes Fußballspiel erwarten.

Voraussichtliche Aufstellungen:

SC Preußen Münster: Masuch – Riedel, Schmidt, Kirsch, Hergesell – Kühne, Truckenbrod – Siegert, Bischoff, Manno – Taylor

MSV Duisburg: Ratajczak – Ofosu-Ayeh, Kühne, Bajic, Dum – Gadawaski, Öztürk, De Wit, Wolze – Zoundi, Onuegbu (Orsula)

 

FOTO: Flohre Fotografie

   
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