Irre Schlussphase! MSV besiegt Münster und baut Spitze aus

Der MSV Duisburg ist der große Gewinner des 22. Spieltages! Gegen Preußen Münster setzten sich die Zebras am Sonntag in einer spektakulären Schlussphase mit 3:2 durch – das Siegtor durch Fabian Schnellhardt fiel dabei erst in der fünften Minute der Nachspielzeit. In der Tabelle liegt Duisburg nun bereits sieben Zähler vor dem Relegationsplatz. 

Duisburg erst souverän, Schnellhardt trifft

Vor 14.345 Zuschauern begann der MSV forsch, bereits nach drei Minuten wurde es erstmals gefährlich. Nach einer Flanke zog Andreas Wiegel zwei Mal ab, blieb jedoch jeweils an der Preußen-Abwehr hängen. Der Tabellenführer spielte sich in dieser Phase am Strafraum der Preußen fest und hatte über Wiegel (6.), Brandstetter und Onuegbu (jeweils 14.) weitere Chancen. In Minute 19 sorgten die Preußen dann mal für Alarm, ein Schuss von Grimaldi musste zur Ecke geklärt werden. Danach spielte aber wieder nur der MSV. In Minute 24 hätte die Führung bereits fallen müssen, doch erst verpasste Brandstetter den Ball und dann zog Wiegel knapp vorbei (25.). Duisburg kam dem 1:0 immer näher und wurde nach 38 Minuten schließlich belohnt: Nach einem Konter behielt Onuegbu die Übersicht und setzte Fabian Schnellhardt in Szene. Der 23-Jährige hatte viel Zeit, um sich den Ball zurecht zulegen und schlenzte ihn anschließend aus 20 Metern in den Winkel – Traumtor. Danach zog sich der MSV etwas zurück, Münster probierte es mit langen Bällen, kam vor der Pause aber nicht mehr entscheidend vor das Tor.

Münster dreht die Partie nach Kobylanksi-Doppelpack

Die zweite Halbzeit startete dann mit einem Paukenschlag: Nur 25 Sekunden nach Wiederanpfiff war der eingewechselte Martin Kobylanksi frei durch und traf zum 1:1-Ausgleich. Die Preußen waren nun voll da und hatten drei Minuten später die nächste Chance, dieses Mal zog Rühle jedoch über den Kasten. Erst danach fanden die Hausherren langsam zurück in die Partie und erholten sich vom Schock zu Beginn des zweiten Durchgangs. Gefährliche Torchancen spielte sich der Tabellenführer zunächst jedoch nicht heraus, stattdessen wurde die Partie nun hitziger: Innerhalb von nur zehn Minuten zeigte Schiedsrichter Tim Skorczyk vier Mal Gelb. Auf sportlicher Seite hatten der eingewechselte Iljutcenko (59.) und Bomheuer (60.) zwei Kopfballchancen, konnten das Leder jeweils aber nicht richtig drücken. In Minute 70 dann die Riesenchance für den MSV: Nach einem Kopfball von Wiegel musste Preußen-Keeper Schulze-Niehues schon sein ganzes Können aufweisen, um den Einschlag zu verhindern. Diesen gab es eine Minute später auf der anderen Seite: Nach einem Pass von Grimaldi war Kobylanski frei durch und brachte das Leder von links im Tor unter – Spiel gedreht (71.)! Duisburg reagierte mit wütenden Angriffen, wurde aber zunehmend hektisch.

MSV-Wahnsinn in der Schlussphase

In der Schlussphase warfen die Zebras nochmal alles nach vorne und kamen fünf Minuten vor dem Abpfiff zum Ausgleich: Dustin Bomheuer war nach eine Ecke zur Stelle und netzte aus neun Metern zum 2:2 ein. Danach wurde es hektisch: Nach einem Foul an Albutat sah Benjamin Schwarz Gelb-Rot (90.+ 4), zudem gab es Freistoß für den MSV – und der Wahnsinn nahm seinen Lauf. Über Umwege kam der Ball zu Fabian Schnellhardt, der das Leder in der fünften (!) Minute der Nachspielzeit aus 25 Metern in den Winkel knallte und damit für Ekstase in der Duisburger Arena sorgte. Kurz danach war Schluss, Duisburg gewann mit 3:2. In der Tabelle liegt der MSV nach den Patzern von Osnabrück und Magdeburg mit 42 Punkten nun deutlich vor der Konkurrenz, auf Platz 3 und 4 sind es bereits sieben Zähler.

   
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