DSC und MSV steigen auf – BVB steigt ab – Hansa wieder in Not

Der 37. Spieltag der Dritten Liga sorgte für einige Entscheidungen. Arminia Bielefeld und der MSV Duisburg dürfen die Sektkorken knallen lassen und die Rückkehr in die Zweite Liga feiern. Auch Holstein Kiel hat trotz der bitteren Niederlage immerhin Planungssicherheit und den Relegationsplatz in festen Händen. Im Keller verabschiedet sich Borussia Dortmund II aus der Liga, während Unterhaching und Mainz durch ihre Siege auch Hansa Rostock wieder in akute Abstiegsgefahr bringen. Wer von den drei Teams absteigen muss, entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Mit dem Blick auf die heutigen Ereignisse beginnen wir beim Spitzenspiel in Duisburg.

Kegel trifft früh – Zebra-Dreierpack in sieben Minuten besorgt den Aufstieg

Bereits vor dem Spiel war die Stimmung in der Schauinsland-Reisen-Arena auf Spitzenspiel-Niveau. Den Gästen aus Kiel merkte man in der Anfangsphase auch durchaus die Nervosität an. Entsprechend hatte Zlatko Janjic für Duisburg die erste Torchance der Partie (6.). Ein wenig überraschend gingen dann jedoch die Störche in Führung: Mike Kegel zimmerte einen Freistoß direkt auf den MSV-Kasten wo Keeper Michael Ratajczak keine gute Figur abgab und das 0:1 nicht verhindern konnte (10.). Ein Schock für Duisburg? Nicht wirklich – Zwar waren die Kieler nun besser im Spiel, doch die Zebras zeigten nun ihre Effizienz. Den Anfang machte Enis Hajri, der von der KSV-Defensive sträflich alleine gelassen wurde und so frei vorm Tor auftauchen konnte. Der Routinier blieb cool und erzielte das 1:1 (20.). Nun starteten die Hausherren durch – keine Minute nach dem Ausgleich rauscht der nächste Angriff heran, Kingsley Onuegbu marschiert durch, flankt überlegt nach innen und dort köpft Michael Gardawski zur Führung (21.). Der 24-Jährige war dann auch sechs Minuten später nach tollem Zuspiel von Kevin Wolze zur Stelle und markierte das 3:1 (27.). Die Störche waren nun richtig geschockt und konnten sich vor der Pause bei Keeper Kenneth Kronholm und dem Pfosten bedanken, dass es nicht noch weitere Gegentreffer hagelte. Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich die Partie etwas und die Zebras spielten souverän weiter. Die Führung kam demnach nicht mehr ins Wanken und der MSV kann die Rückkehr in Liga Zwei feiern. Die Störche dürfen sich hingegen nun auf die Relegationsspiele einstellen.

Königs und Güntner schocken Bielefelder Party – Testroet wird zum Helden

Auch in Bielefeld waren die Fans euphorisch und in Feierlaune. Schließlich erwartete man gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht aus Regensburg nichts anderes als einen Sieg und den damit verbundenen Aufstieg in die Zweite Liga. Schon früh wurde jedoch klar, dass der Jahn nicht zum Spaß nach Bielefeld gereist ist und durchaus frech nach vorne spielen wollte. Der Favorit hatte dennoch durch Junglas, der knapp vorbei köpfte, die erste gute Chance (5.). Die Gäste hielten aber weiter dagegen, hatten nach einer Ecke die Chance, doch Christian Hemlein klärte für den DSC auf der Linie. Besser machte es dann auf der Gegenseite Fabian Klos, der in der 28. Minute die umjubelte Führung der Hausherren besorgte. Bielefeld hatte danach mehr Kontrolle, konnte aber das zweite Tor nicht nachlegen. Die Gäste wurden vor der Pause jedoch lediglich durch einen Freistoß gefährlich, den Arminia-Keeper Schwolow parieren konnte. Ähnliches Bild nach dem Seitenwechsel als Knoll erneut per Freistoß den DSC-Torwart zu einer Flugeinlage zwang (53.). Danach beruhigte sich das Spiel zunächst und alles deutete auf einen souveränen Heimsieg hin, bis Marco Königs zuschlug: Der Stürmer erzielte quasi aus dem Nichts das 1:1 (80.). Und plötzlich wackelte die Arminia. Königs scheiterte zunächst, doch dann war Güntner zur Stelle und plötzlich lag der Favorit gegen den Jahn mit 1:2 zurück. Aufstieg vertagt? Nein, denn der DSC wehrte sich und kam durch Pascal Testroet zum umjubelten 2:2: Dick brachte eine Ecke und fand den Kopf des Jokers, der kurz zuvor eingewechselt wurde. Am Ende blieb es dabei und Bielefeld kehrt ein Jahr nach dem dramatischen Abstieg wieder in die Zweite Liga zurück.

Dresden effizienter als Dortmund – BVB steigt in die Regionalliga ab

Am anderen Tabellenende wurde in Dortmund um den Klassenerhalt gekämpft. BVB II musste dafür gegen Dynamo Dresden möglichst gewinnen, um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht zu verlieren. Und bereits nach vier Minuten war klar, dass die Gäste nicht zum Freundschaftsspiel angereist sind. Nach einer Ecke von Stefaniak war in der Mitte Hefele zur Stelle – 0:1. Dortmund ließ sich aber nicht schocken, schüttelte sich und schlug direkt zurück. Amini zog aus der Distanz ab und brachte dann so abgefälscht im Tor unter (9.). Nun waren die Gastgeber spielbestimmend und hatten Chancen zur Führung. Zunächst scheiterte Harder (14.), dann hatte Derstroff die Riesenchance (21.) und Kefkir traf nur das Außennetz (24.). Wer die Dinger vorne nicht macht, wird aber bekanntlich bestraft und so kam es auch für die starken Dortmunder: Wieder nach einer Ecke von Stefaniak war Marco Hartmann zur Stelle und besorgte vor der Halbzeit die erneut Gästeführung (43.). Diesmal zeigte das Tor Wirkung und der BVB kam mit deutlich weniger Schwung aus der Kabine. Dynamo hatte so mehr vom Spiel und guten Chancen für Stefaniak (50.) und Eilers (60.) schließlich durch Luca Dürholtz das vorentscheidende 3:1 (63.). Dortmund wachte erst spät wieder auf, kam durch Harder nochmals zum 2:3 (82.), konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Am Ende hätte auch ein Unentschieden nichts mehr geändert, denn der Sieg von Mainz 05 II besiegelte den Abstieg des BVB.

Weidlich scheitert am Pfosten – Makarenko trifft vom Punkt

Den Klassenerhalt im Derby eintüten war der Plan von Hansa Rostock gegen Energie Cottbus. Entsprechend kämpferisch ging die Kogge in die Partie gegen ebenfalls engagierte Gäste. Für den ersten Knaller sorgte Danso Weidlich, als er nach dreizehn Minuten eine Direktabnahme an den Pfosten hämmerte. Wer nun mit einem Offensivfeuerwerk rechnete, wurde jedoch enttäuscht. Stattdessen sahen die Zuschauer auf beiden Seiten viele Unterbrechungen und Standardsituationen, die jedoch für keine große Gefahr sorgen konnten. Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Rostock setzte weiter auf Standards, wurde aber nicht wirklich gefährlich. In der umkämpften Mitte der zweiten Halbzeit kam dann der Schock für die Hausherren – Elfmeter für Cottbus. Makarenko verwandelte diesen zur Führung der Gäste (72.). Nun musste Hansa kommen und sie kamen: Bickel scheiterte jedoch am klasse reagierenden Energie-Keeper Kevin Müller (75.). Auch danach drückte Rostock weiter, versuchte viel, konnte sich aber nicht mehr belohnen. Die Kogge gerät somit durch die Ergebnisse der Kontrahenten im Keller wieder in akute Seenot. Entscheidung vertagt.

Kickers sichern im Schongang den vierten Platz – Chemnitz siegt erneut

Ein Punkt hätte genügt um den Stuttgarter Kickers den vierten Tabellenplatz und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal zu sichern. Und genauso agierte der SVK auch, riskierte eher wenig und sorgte so für ein ereignisarmes Spiel. Die Gäste aus Erfurt, die in den vergangenen Wochen wenig Grund zum Jubeln hatten, versuchten zu Beginn etwas nach vorne und hatten durch Simon Brandstetter die größte Chance des Spiels. Mehr wurde es am Ende nicht – typisches 0:0. Anders machte es der Chemnitzer FC, der im Falle einer Stuttgarter Niederlage nochmal heran gekommen wäre. Durch ein Eigentor von Shqiprim Binakaj (55.) und das späte Tor durch Stefano Cincotta (88.) schlugen die Himmelblauen die SG Sonnenhof Großasapach mit 2:0.

Mainz feiert Lucas Höler – Widemann hält Haching am Leben

Für Mainz II war klar, dass ein Sieg nötig sein würde um den Klassenerhalt bereits eintüten zu können. Nach einer schwachen ersten Hälfte, spielten die Gäste dann nach dem Seitenwechsel auch so als würden sie die Klasse unbedingt halten wollen. Lucas Höler (57.) sorgte für die erste Führung, die Halle durch Osayamen Osawe (63.) direkt ausgleichen konnte. Nochmals Höler (72.) und eine starke Schlussphase der Mainzer besorgen den wichtigen Dreier. Dennoch sind die Rheinhessen noch nicht gerettet. Grund dafür ist die SpVgg Unterhaching. Die Bayern siegten hochverdient durch einen Treffer von Dominik Widemann (23.) gegen Preußen Münster mit 1:0. Im Keller sind also mit Mainz, Haching und Rostock drei Anwärter für den letzten Abstiegsplatz vorhanden. Die Entscheidung fällt dann nächste Woche.

Köln schlägt Wiesbaden – Nullnummer zwischen VfB und VfL

Um die goldene Ananas spielten Fortuna Köln und Wehen Wiesbaden. Den Sieg trug letztlich Köln davon, die durch Treffer von Sascha Marquet (57.) und Cauly Oliveira-Souza (61.) mit 2:1 gewinnen konnte. Den Ehrentreffer der Hessen erzielte David Blacha (75.). Keine Tore und auch kaum Chancen sahen die Zuschauer zwischen VfB Stuttgart II und dem VfL Osnabrück.

   
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