Dresden besiegt FCI deutlich – Hansa springt auf Platz 2

Deutlicher Sieg für Tabellenführer Dynamo Dresden im Topspiel! Gegen den FC Ingolstadt setzten sich die Sachsen mit 4:0 durch und bauen die Tabellenführung damit weiter aus. Auch Hansa Rostock ist weiter auf Erfolgskurs und springt nach einem 2:1 in Köln auf Rang zwei, Saarbrücken bleibt durch ein 3:1 in Verl an der Spitzengruppe dran. Im Tabellenkeller kassierte Magdeburg beim 0:1 gegen Wiesbaden (jetzt Dritter) die sechste Pleite in Folge, zudem musste sich Lübeck mit 1:2 in Halle geschlagen. Lautern und Meppen trennten sich 2:2.

Dresden 4:0 Ingolstadt: Dynamo ganz souverän

Das Spitzenspiel in Dresden war in der Anfangsphase vom Abtasten beider Mannschaften und vom Spiel ohne Risiko geprägt. Bis auf einen Abschluss von Daferner aus der zweiten Reihe (6.) ergab sich in den ersten 35 Minuten keine nennenswerte Torraumszene. Das erste echte Highlight kam erst kurz vor der Pause. Königsdörffer ging nach einer schönen Kombination in den Strafraum und wurde von Gaus zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Heinz Mörschel und rechts zum 1:0 für die SGD (39.). Aufgeweckt von der Führung legten die Dynamos direkt nach. Nach einem Doppelpass kam Königsdörffer aus 18 Metern zum Abschluss und ließ dem Gästekeeper mit einem Schlenzer keine Abwehrchance (45.). Mit einer 2:0-Führung gingen die Sachsen in die Kabine.

Für die Schanzer ging es auch nach der Pause schlecht weiter. Keine vier Minuten waren gespielt, da drückte Marc Stendera unglücklich den Ball zum 0:3 ins eigene Tor (49.). Zuvor war Dresdens Pascal Sohm zweimal mit einem Abschlussversuch gescheitert, ehe sein Versuch vom Ingolstädter ins eigene Tor gelenkt wurde. Der FCI probierte im Anschluss zwar die Spielkontrolle zu übernehmen, blieb aber offensiv viel zu harmlos. Stattdessen vergab auf der anderen Seite Ehlers per Kopf die große Chance auf das 4:0 (71.). Kurz vor dem Ende vergab Mörschel erneut eine Doppelchance auf das vierte Tor. Tief in der Nachspielzeit setzte die Heimelf mit dem 4:0 durch Luka Stor doch noch den Deckel auf die Partie und hält die Konkurrenz aus Ingolstadt damit deutlich auf Distanz. Bei einem Spiel mehr beträgt der Vorsprung nun sechs Punkte. Der FCI ist derweil auf Rang vier abgerutscht.

Köln 1:2 Rostock: Hansa-Serie geht weiter

Gegen die Kölner Viktoria erwischte Aufstiegskandidat Hansa Rostock einen denkbar schlechten Start. Einen eigentlich harmlosen Rückpass tippte Julian Riedel noch leicht an und spielte ihn so direkt in den Lauf von Marcel Risse an Keeper Kolke vorbei. Der Ex-Bundesliga-Spieler bedankte sich und schob das Spielgerät mühelos zum 1:0 ein (6.). Die Kogge antwortete indes sehr schnell. Neidharts Flanke von der rechten Seite drückte Rother flach ins kurze Eck zum 1:1 (13.). Die Gäste blieben auch in der Folge das aktivere Team. Nach einer erneuten Hereingabe vom Flügel traf Verhoek aus sieben Metern nur den Pfosten des Kölner Tores (23.). Im Anschluss wurde das Spiel immer zerfahrener, sodass gelbe Karten lange Zeit die einzigen Highlights des Spiels blieben. Erst in der Schlussminute vor der Pause konnte Schultz im letzten Moment einen Abstauberversuch von Herzog noch klären (45.).

Auch der zweite Durchgang blieb zunächst überschaubar. Ein Abschluss von Bahn aus zehn Metern flog auf Seiten der Gäste vorbei (49.). Es blieb für lange Zeit die einzige Abschlussaktion. Mitte der zweiten Hälfte war die Partie völlig eingeschlafen. Aus dem Nichts gingen die Rostocker daraufhin in Führung. Lorch verlor am eigenen Strafraum den Ball gegen Herzog, der das Auge für Pascal Breier behielt. Aus wenigen Metern Abschluss zog der Stürmer die Kugel gefühlvoll zum 2:1 ins Tor (72.). Das Tor weckte die Partie noch einmal auf. Herzog ließ mit einem Schuss aus kurzer Distanz das mögliche 1:3 liegen (78.). So wurde Rostock am Ende noch einmal in die Defensive gedrängt, brachte die knappe Führung aber über die Zeit. Weil Ingolstadt zeitgleich in Dresden verloren hat, springt Hansa mit dem siebten Sieg aus den letzten acht Partien auf Rang zwei, Köln bleibt auf Platz 14.

Verl 1:3 Saarbrücken: FCS feiert dritten Sieg in Folge

Im Duell der starken Aufsteiger zeigten sich die Gäste aus dem Saarland sehr spielfreudig. Mit dem ersten sehenswerten Angriff des Spieles brachte Shipnoski die Kugel von rechts zu Jänicke, der sofort an den Fünfer zu Gouras durchsteckte. Aus der Nahdistanz spitzelte dieser den Ball an Brüseke vorbei ins Tor – 1:0 (11.). Verl versuchte zu antworten und erzielte durch Köhler aus Abseitsposition den vermeintlichen Ausgleich (18.). Während sich die Ostwestfalen noch ärgerten, spielte der FCS schon wieder nach vorne. Eine Flanke von Günther-Schmidt wollte eben jener Köhler vor Shipnoski klären und legte den Ball unglücklich ins eigene Tor zum 0:2 (19.). Die Verler zeigten sich keinesfalls unter Schock und spielten weiter nach vorne. Die wache Gästedefensive um Keeper Batz ließ aber kaum Möglichkeiten der Gastgeber zu. Sobald die Offensive des FCS um Shipnoski und Günther-Schmidt das Tempo anzog, bekam der SCV Probleme in der Defensive. Zellner lupfte kurz vor der Pause den Ball in den Lauf von Shipnoski, der sofort Günther-Schmidt suchte. Dieser wurde gerade noch von Jürgensen am Abschluss gehindert (44.). Daher blieb es beim 2:0 zur Pause.

Im zweiten Durchgang änderte sich wenig an der Ausrichtung. Verl hatte vermehrt den Ball, Saarbrücken wirkte allerdings gefährlicher in der Offensive. So legten die Gäste nach gut einer Stunden den Deckel auf die Partie. Nach einem Konter lief Gouras mit Geleitschutz der Verler aufs Tor zu und jagte die Kugel aus 13 Metern links oben unters Tordach (55.). Der gebrauchte Tag für Verl wurde in der 72. Minute perfekt. Als Eilers alleine vor Batz auftauchte und die Kugel im 1-gegen-1 weit neben das Tor zog (72.). Erst kurz vor dem Ende belohnte sich Justin Eilers mit dem 1:3 noch selbst und gestaltete ein wenig Ergebniskosmetik. Der Sieg der Gäste war unter dem Strich völlig verdient, da der SCV offensiv zumeist harmlos blieb. Nach dem dritten Sieg in Serie ist Saarbrücken nun Sechster, Verl rutscht auf Platz 8 ab.

Kaiserslautern 2:2 Meppen: FCK wieder nur Remis

Der kriselnde FCK erwischte zuhause gegen Meppen einen sehr ordentlichen Start. Während Kleinsorge nach drei Minuten bereits an Domaschke scheiterte (3.), ersprintete der Stürmer kurz darauf einen verunglückten Rückpass zum Gästekeeper. Im direkten Duell der Beiden kam der Routinier des SVM allerdings einen Tick eher an den Ball (5.). Nach einer Viertelstunde fingen sich auch die Emsländer und ließen defensiv kaum noch etwas zu. Erst nach 25 Minuten kam ein Distanzschuss von Zimmer zumindest mal wieder in die Nähe des Gästetores, sorgte aber nicht für Gefahr (25.). Im Anschluss daran wurde die Partie wieder munterer. Aus dem Nichts ging der SVM in Führung. Nach einem Ballverlust des FCK flankte Guder ins Zentrum, wo sich Spahic und Rieder behinderten, sodass der Ex-Lautrer Hemlein unter die Latte köpfen konnte – 1:0 für Meppen (28). Der FCK antworte zügig. Ritter spielte einen Doppelpass mit Hanslik und legte das Spielgerät rechts zu Zimmer. Dessen postwendende Hereingabe verwandelte Ritter im Zentrum aus acht Metern zum 1:1 (38.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabine.

Direkt nach dem Pausentee holten sich die Gäste die Führung wieder in Führung. Nachdem Rieder im Strafraum Tankulic umgerissen hatte, verwandelte Tom Boere den fälligen Elfmeter links zum 2:1 für die Emsländer (47.). Die Antwerpen-Elf brauchte einen kurzen Moment, um sich von dem Rückstand zu erholen. Nach einer Flanke von der linken Seite nahm Hercher die Kugel direkt und scheiterte an Domaschke. Den Abpraller drückte der kurz zuvor eingewechselte Huth allerdings zum 2:2 über die Linie (59.). Nur kurz darauf hatten die Pfälzer allerdings doppelt Glück, dass es nicht wieder 2:3 gestanden hatte. Zunächst kam Guder im Zweikampf gegen Zuck zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus (62.). Fünf Minuten später flog ein Hemlein-Volley nur knapp links am Tor vorbei (67.). In der Schlussphase blieb der FCK das leicht aktivere Team, während Meppen die besseren Chancen verbuchte. Die beste davon vergab Bozic in der 81. Minute aus spitzem Wonkel, ehe Evseev einen Distanzschuss über das Tor zog (85.), sodass es schlussendlich beim 2:2-Remis blieb. Kaiserslautern bleibt damit 15. und hat nur zwei Punkte Vorsprung auf Platz 17, Meppen ist nun Elfter.

Wiesbaden 1:0 Magdeburg: Nächste Pleite für den FCM

Ein munteres Spiel entwickelte sich von Beginn an zwischen Aufstiegskandidat Wehen Wiesbaden und Kellerkind Magdeburg. Über Ajani (2.) und Brünker (7.) verbuchten beide Teams schon früh ihre ersten Abschlüsse. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste überraschend immer besser in die Partie. Nach einer halben Stunde flipperte die Kugel nach einem Standard durch den Strafraum der Gastgeber, ehe Mockenhaupt auf der Linie gegen Brünker klären konnte (33.). Nur eine Minute später flankte Gjasula ins Zentrum auf den 1,70 Meter kleinen Atik, der per Kopfball am stark parierenden Boss im Wehener Tor scheiterte (34.). Somit blieb es beim etwas schmeichelhaften 0:0-Remis für den SVWW zur Pause.

In den ersten Minuten nach der Pause wirkte es, als ob der SVWW nun selbst Druck entfachen wollen würde. Diese Phase ebbte indes schnell wieder ab, da der FCM mit aggressivem Pressing der Heimelf den Schneid abkaufen konnte. Beim letzten Pass zeigten sich die Gäste im eigenen Spiel indes zu ungenau. In einer offensiv äußerst dürftigen zweiten Hälfte schlug der SVWW im Stile einer Spitzenmannschaft doch noch zehn Minuten vor dem Ende zu. Nach einer Flanke von Kempe beförderte Korte die Kugel glücklich als Bogenlampe an den langen Pfosten, wo sie glücklich auf den Kopf von Medic fiel und von dort ins Tor kullerte (80.). Durch das Zufallsprodukt war der FCM zum Ende in Zugzwang, konnte aber – trotz 9:1 Ecken – keine Chance mehr kreieren. So gewann Wiesbaden schmeichelhaft und springt auf den dritten Rang der Tabelle, während Magdeburg nach der bereits fünften Pleite in Folge auf dem 19. Platz bleibt.

Halle 2:1 Lübeck: Zwei Standards bringen HFC den Sieg

Bereits nach zwei Minuten hätte der heimische HFC gegen Schlusslicht Lübeck in Führung gehen können. Nietfeld legte aus dem rechte Halbfeld eine Flanke auf den Fuß von Boyd, der aus spitzem Winkel aber am Lübecker Schlussmann scheiterte (2.). Die Hallenser übernahmen in der Folge die Spielkontrolle, während die Norddeutschen sich in der Defensive auf ihre Sicherheit konzentrierten. Einen Einwurf von der rechten Seite verlängerte Papadopoulos auf Manu, der mit seinem Direktversuch aus 14 Metern nur haarscharf das lange Eck verfehlte (25.). Bei den Gästen versandeten Angriffsversuche zumeist durch einfache Fehlpässe im Aufbau. Kurz vor der Pause bekam Lübeck etwas aus dem Nichts die gute Chance zur Führung. Chana erhielt im rechten Halbfeld den Ball und zog aus 20 Metern einfach mal ab. Nur haarscharf flog der Ball am Pfosten vorbei (38.). So ging mit dem Pausenpfiff der HFC durch Terrence Boyd vor der Pause in Front. Nietfelds Ecke von der linken Seite nickte Boyd aus zentraler Position ins lange Eck und ließ Raeder keine Chance (44.).

Direkt nach dem Wiederanpfiff erhöhte der HFC auf 2:0. Wieder war es eine Nietfeld-Ecke, die im Zentrum von Vučur auf den zweiten Pfosten verlängert wurde, wo Derstroff nur noch den Fuß hinhalten musste um das 2:0 zu markieren (50.). Der VfB versuchte zu antworten. Nach einer Ecke auf der anderen Seite köpfte ein VfB-Akteur aufs lange Eck, wo Boyd auf der Linie den Anschluss verhinderte (55.). Während Halle den Weg zum 3:0 suchte, kam der VfB 20 Minuten vor dem Ende zum Anschluss. Nach einer Ecke der Hallenser lief der Konter der Gäste. Ramaj zog von rechts in den Strafraum und zog flach aufs kurze Eck, wo der Ball abgefälscht tatsächlich zum 1:2 einschlug (71.). Die Gäste öffneten immer mehr ihre Defensive und ließen große Chancen der Hallenser zu. Manu setzte sich rechts gegen mehrere Gegenspieler durch und hatte das Auge für Eberwegin, der aus der Nahdistanz über das Tor zog (85.). Dadurch blieb es am Ende beim verdienten 2:1-Heimsieg des HFC, der sich damit auf Rang 9 verbessert. Lübeck bleibt Letzter.

 
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