Drei Gründe, warum die Stuttgarter Kickers Tabellenführer sind

Für viele Experten stehen die Stuttgarter Kickers etwas überraschend nach acht Spieltagen an der Tabellenspitze der Dritten Liga. Doch schon in der vergangenen Rückrunde lieferten die Blauen konstant gute Leistungen und belegten in der Rückrundentabelle Platz vier hinter den drei Aufsteigern. Im folgenden Artikel zeigt liga3-online.de an drei Gründen auf, weshalb die Kickers völlig verdient auf Platz eins stehen.

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Grund 1: Eingespielte Mannschaft

Horst Steffen ist es gelungen, die Mannschaft für jedes Spiel gut einzustellen und einen Plan an die Hand zu geben. Dabei treten die Kickers noch offensiver als in der Vorsaison auf, neben den drei Stürmern sorgen oftmals auch die beiden Außenspieler Fabio Leutenecker oder Fabian Baumgärtel mit ihren Hereingaben und Flanken für Torgefahr. Steffen setzt auf eine eingespielte Mannschaft und lässt oftmals die gleiche Startformation spielen. Dies gibt den Stammspielern viel Sicherheit und das Kombinationsspiel wird dadurch noch flüssiger. Dass er sich jedoch auch auf seine Reservisten verlassen kann, zeigte sich im letzten Heimspiel gegen Fortuna Köln. Trotz der Ausfälle von Abwehrchef Marc Stein und den Stürmern Edwini-Bonsu und Gerrit Müller gelang ein hochverdienter 2:0 Erfolg gegen den Aufsteiger.

Grund 2: Heimstärke

Es war der vierte Sieg im vierten Heimspiel, dabei blieb man zudem das dritte Mal ohne Gegentor. Neuzugang Korbinian Müller, der sich in der Vorbereitung gegen Torwart-Konkurrent Mark Redl durchgesetzt hatte, ist endgültig bei den Blauen angekommen. Die Mannschaft tritt in Reutlingen sehr dominant auf und stört den Gegner schon früh im Spielaufbau, wodurch sie oftmals schon in der gegnerischen Hälfte in Ballbesitz kommen und sich dann Torchancen herausspielen. Neun Treffer erzielten die Schwaben somit insgesamt in ihren vier Heimspielen, sodass die nach Reutlingen mitgereisten Kickers-Fans immer zufrieden nach Hause fahren konnten. Auch von den gegnerischen Trainern bekamen die Schwaben viel Lob, jeder von ihnen sieht die Mannschaft stark genug, um bis zum Ende um den Aufstieg mitzuspielen.

Grund 3: Starkes Mittelfeld

Damit dies gelingt, muss auf das Mittelfeld der Blauen weiterhin so viel Verlass sein wie bisher. An 13 von 15 Toren waren Enzo Marchese, Besar Halimi und Sandrino Braun beteiligt. Eine starke Quote des wohl im Moment besten Mittelfeldes der Dritten Liga. Dabei überzeugt jeder Spieler mit verschiedenen Qualitäten. Kapitän Marchese sorgt für den Spielaufbau und lässt sich oftmals in die Innenverteidigung fallen, er kann das Spiel durch lange Diagonalpässe auf die gefährlichen Stürmer schnell machen. Zudem gilt er mit drei verwandelten Elfmetern wie auch letzte Saison als sicherster Elfmeterschütze der Dritten Liga. Besar Halimi ist wohl die Kickers-Überraschung der bisherigen Saison. Der 19-Jährige kam vor der Saison vom VfB Stuttgart II und konnte schon acht Tore in dieser Saison für seine Mitspieler auflegen, womit er an mehr als der Hälfte aller Treffer beteiligt ist. Mit seinen Tempodribblings ist der 1,69 m große ehemalige Junioren-Nationalspieler kaum zu stoppen. Ein Tor blieb ihm bisher allerdings noch verwehrt, doch es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. „Ich freue mich, dass ich bei den Kickers einen Trainer habe der auf mich setzt und ich meine spielerischen Qualitäten auf den Platz bringen kann", lobt Halimi Trainer Horst Steffen. Unter seinem Ex -Trainer Jürgen Kramny beim VfB II kam Halimi nur selten zum Einsatz. Halimi verfolgt in seiner noch jungen Karriere noch große Ziele. "Ich möchte mich mit guten Leistungen wieder für die Junioren-Nationalmannschaft empfehlen“, so der Top-Scorer. Der dritte im Bunde ist Sandrino Braun. Er ist ein klassischer Sechser und gewinnt viele wichtige Zweikämpfe in der Defensive. Auch wenn er oftmals unauffälliger spielt als seine Mittelfeldkollegen ist er aus dem System der Kickers kaum mehr wegzudenken.

Kickers ein Aufstiegskandidat

Wenn man sich diese Fakten ansieht müssen die Experten die Schwaben in jedem Fall auf der Rechnung haben. Obwohl im Verein keiner vor der Saison vom Ziel „Aufstieg“ sprach, ist man mit Sicherheit nicht unglücklich über die aktuelle Tabellensituation, auch wenn Marchese von einer „Momentaufnahme“ spricht. In dieser Form sind die Blauen ein echter Aufstiegskandidat.

FOTO: Julian Lehnhardt

 

   

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