Dotchev wird deutlich: "Mannschaft hat zum großen Teil enttäuscht"

Statt wie erhofft eine Serie starten zu können, gab es für den MSV Duisburg beim 2:4 gegen Viktoria Köln einen neuerlichen Rückschlag und bereits die vierte Auswärtspleite in Folge. Trainer Pavel Dotchev fand im Anschluss deutliche Worte.

Alle vier Gegentore nach Standards

Über 1.000 Fans hatten den MSV nach Köln begleitet. Doch zu feiern gab es für sie nach Spielende nichts, stattdessen suchten die Anhänger am Zaun das Gespräch mit den Spielern. "Wir müssen jetzt hoffen, dass unsere Fans auch weiterhin hinter uns stehen. Denn das geht heute auf die Mannschaft. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte Torhüter Leo Weinkauf im "Telekom"-Interview und nahm kein Blatt vor den Mund: "Wir sind scheiße ins Spiel gekommen, haben dann keine Lösungen gefunden und kassieren vier dumme Gegentore", war der 25-Jährige mächtig sauer und führte aus: "Dass wir die Gegentore fressen, ist scheiße. Aber die Entstehung war noch beschissener." Denn: Alle vier Gegentreffer resultierten aus Standards – eine durchaus besorgniserregende Tatsache.

Entscheidend waren die ersten beiden Gegentore in der 31. und 44. Minute, ehe es in einer turbulenten Schlussphase zwei weitere Treffer setzte (90.+1 und 90.+5). "Das war brutal schlecht und einfach nicht gut verteidigt", befand Trainer Pavel Dotchev auf der Pressekonferenz. "Es ist alles schief gelaufen, was schieflaufen konnte." In der Schlussphase, als der MSV über Marvin Ajani (86.) und Orhan Ademi (90.+3) zwischenzeitlich zweimal verkürzen konnte, seien die Zebras "brutal ausgekontert worden", so der MSV-Coach.

Großer Ärger bei Dotchev

Unter dem Strich war der 55-Jährige mit der Leistung seiner Jungs alles andere als zufrieden: "Die Mannschaft hat zum großen Teil enttäuscht. Wir haben kein gutes Spiel gemacht." Vor allem die Tatsache, dass der MSV nach dem Sieg im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wie so häufig in der bisherigen Saison danach ein schlechtes Auswärtsspiel ablieferte und im sechsten Spiel auf fremdem Platz bereits die fünf Pleite kassierte, ärgerte Dotchev: "Es ist für mich ein Rätsel, warum die Mannschaft so unterschiedliche Gesichter zeigt", sagte der Deutsch-Bulgare und sprach von einer Achterbahnfahrt. "Das müssen wir möglichst schnell abstellen." Aufgrund der zweiten Halbzeit zeigte sich Dotchev aber "zuversichtlich, dass wir unsere Sache besser machen werden".

Die gute Nachricht für die Zebras: Am kommenden Samstag steht wieder ein Heimspiel an, dann gastiert mit dem SV Meppen ein punktgleicher Tabellennachbar in der Schauinsland-Reisen-Arena. Zuvor sind Meidericher am Dienstag im Landespokal gegen Rheinland Hamborn gefordert. Im Duell mit dem Kreisligisten will der MSV Selbstvertrauen sammeln, um die großen Leistungsschwankungen bald hinter sich lassen zu können.

   
  • Borys Bleed

    Laßt den Gembalies öfter spielen, sonst wird der noch zum Schwarzenegger. Scheiß auf die Gegentore. Mehr hätten wir mit Schmidt auch nicht!

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