Dotchev in Köln vor dem Aus? Entscheidung am Sonntag

Nach dem 1:2 gegen Waldhof Mannheim rangiert Viktoria Köln nur noch zwei Punkte vor der Abstiegszone. Ob Trainer Pavel Dotchev im Amt bleibt, entscheidet sich am Sonntag.

"Eine Nacht drüber schlafen"

Bereits unmittelbar nach der Partie, die Köln trotz Führung verloren hatte, kam es am Samstag zu einer Krisensitzung – das Ergebnis: "Wir haben mit Pavel offen alle Szenarien durchgespielt und sind so verblieben, dass wir eine Nacht drüber schlafen wollen und uns am Sonntag erneut zusammensetzen werden. Dann entscheiden wir, was wir machen", so Sportvorstand Franz Wunderlich in der "Bild". Eine Trennung käme nach nur einem Sieg aus den letzten elf Spielen und vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen bei 3:10 Toren nicht überraschend. "Uns ist allen klar, dass es so nicht weitergehen kann", so Wunderlich.

Hinter den Erwartungen

Dabei hatte die Saison mit 13 Punkten aus den ersten sechs Spielen gut begonnen. Doch Platz 13 nach 20 Spieltagen ist nicht das, was man sich bei der Viktoria vor der Spielzeit versprochen hatte – zumal der Kader mit mehreren namhaften Spielern wie Marcel Risse verstärkt worden war. Dotchev, mit 268 Partien der Rekordtrainer der 3. Liga, hatte die Höhenberger nach dem Aufstieg im Sommer 2019 übernommen und sie in der vergangenen Saison auf Rang zwölf geführt. Aus den 59 Partien unter der Leitung des Deutsch-Bulgaren holte Köln 20 Siege und 14 Unentschieden, was einen Punkteschnitt von 1,25 bedeutet. Ob noch weitere Spiele hinzukommen?

   
  • DM von 1907

    Die Krise an Dotchev festzumachen, wäre falsch – das hat er nicht verdient.

    Die Mannschaft ist nicht wirklich gut zusammengestellt – nur den prominenten Namen nach. Bunjaku ist langsam und ungefährlich geworden, man merkt ihm sein Alter jetzt doch an. Risse kann seine fehlende Spielpraxis und seine mangelnde Zweikampfstärke nicht verbergen, der vermeintliche Königstransfer kommt meist nur von der Bank und bleibt auch dann blass. Fritz und Klingenburg sind Mitläufer, die gerne sichere Alibipässe spielen. Beide hätten übrigens nach ihren üblen Frustfouls gegen den ständigen Unruheherd Boyamba die zweite Gelbe sehen müssen!!

    Der Sieg von Waldhof war nach der starken zweiten Halbzeit verdient – und dennoch etwas glücklich.

    • H S

      gewonnen ist gewonnen – und Geld alleine macht noch keine große Mannschaft aus, oder wieso wartet die Retortenmannschaft RB Leipzig seit Jahren auf den großen Durchbruch?

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