Doppelschlag zum Sieg: Halle holt gegen Oldenburg die ersten Punkte

Der Hallesche FC hat die ersten Punkte der Saison eingefahren. Mit 2:0 nach einem Doppelschlag setzten sich die Saalestädter am Freitagabend gegen den VfB Oldenburg durch. Während der HFC damit vorerst auf Rang 13 springt, bleiben die Norddeutschen weiterhin sieglos.

Gayret und Appiah lassen Chancen liegen

Zwar stellte das Freitagabendspiel gerade einmal den 4. Spieltag dar, doch war bei beiden Mannschaften schon gehörig Druck zu verspüren. Während der Aufsteiger aus Oldenburg zumindest schon ein Remis ergattern konnte, stand der HFC gar noch ohne jeden Punkt da. Entsprechend sollte für beide das direkte Duell die Wende bringen. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen Mit-Aufsteiger Elversberg tauschte VfB-Trainer Fossi wieder auf fünf Positionen: Plautz, Krasniqi, Starke, Brand und Sturm-Routinier Wegner kamen für Herbst, Bookjans, Knystock, Schmidt und Ifeadigo. Halles Trainer André Meyer musste nach dem 0:2 in Freiburg die rot-gesperrten Nietfeld und Kreuzer ersetzen. Zudem mussten Deniz und Bolyki zunächst auf der Blank Platz nehmen. Für die vier kamen Herzog, Fünger, Zimmerschied und Müller.

Die Heimmannschaft startete gleich besser in die Partie, wenngleich der VfB die erste Chance verbuchte. So rutschte eine Flanke von Plautz von rechts durch, sodass Brand am zweiten Pfosten an die Kugel kam, aber keine Kontrolle erlangte (4.). Zielstrebiger dann der erste Anlauf der Saalestädter in der 7. Minute, als Gayret für Zimmerschied ablegte, der aus spitzem Winkel über den Kasten schoss. Kurz darauf kamen die Hallenser der Führung sogar noch näher: Nach einem doppelten Ballverlust der Oldenburger legte Zimmerschied nun für Gayret ab, der einen weiteren Haken schlug, aus kurzer Distanz aber am sich breit machenden Boevink scheiterte (16.). In der 19. Spielminute folgte die erste gelbe Karte der Partie gegen Oldenburgs Steurer, dessen Foulspiel einen gefährlichen Freistoß zur Folge hatte. Wieder nahm sich Gayret der Sache an, fand aber erneut seinen Meister in Keeper Boevink.

Auf der Gegenseite versuchte es Wegner aus der Distanz, zielte jedoch zu hoch (23.). Das Spiel kippte nun ein wenig, und der Gast wurde stärker. So kam VfB-Abwehrchef Appiah nach einer Ecke mit dem Kopf an das Leder und zwang Halles Schlussmann Gebhardt zu einer ersten Parade (33.). Der Aufsteiger setzte weiter nach und kam über Brand zu einer nächsten Gelegenheit, doch der Abschluss des Mittelfeldmannes konnte von Vollert am kurzen Pfosten per Grätsche geblockt werden (35.). Es sollte die letzte größere Chance sein. Spielerisch folgte nicht mehr viel – stattdessen Kampf im Mittelfeld. Die Folge: Sowohl Halles Landgraf (38.) als auch Oldenburgs Plautz (40.) wurden noch verwarnt. Anschließend ging es ohne Tore in die Pause, nachdem Halle eigentlich gut ins Duell gestartet war, den Esprit aber etwas verloren hatte.

Kopfballtreffer ebnen HFC den Weg

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es dann nach 15 Minuten Pause wieder auf den Platz. Die besseren Chancen nach dem Seitenwechsel verbuchte wieder der Gast. In der 54. Minute konnte die Hintermannschaft des HFC eine Flanke nur unzureichend klären, wodurch die Kugel im Rückraum bei Brand landete, der direkt abzog, den Kasten aber knapp verfehlte. Auf den Kasten schoss eine Minute später dann Zietarski aus der Distanz, doch Gebhardt faustete den wuchtigen Distanzschuss zur Seite weg. Erst im direkten Gegenzug wurde Halle im zweiten Durchgang erstmals gefährlich. Nach einer Kombination über mehrere Stationen landete die Kugel beim für die Gesperrten eingesprungenen Kapitän Landgraf, der seinen Versuch allerdings weit über das Gehäuse setzte (56.). Spiegelgleich gestaltete sich ein Schuss von Damer wenige Minuten später (60.).

Auch in der Folge blieb die Partie ereignisreich. Wieder kam der Gast zu leicht in den HFC-Sechzehner, wo Wegner aus spitzem Winkel mit viel Kraft das lange Eck anvisierte, dieses aber knapp verfehlte (65.). Indes kamen bei den Saalstädtern Deniz und Bolyki für Müller und Herzog  (67.). Dieser Impuls sollte sich auszahlen, auch wenn die Joker noch nicht in Erscheinung traten. So schlug Damer eine Ecke scharf an den ersten Pfosten, wo der Ball über Umwege bei Fünger landete, der aus kurzer Distanz wuchtig zum 1:0 für den HFC einköpfte (68.). Dies entsprach zwar nicht unbedingt dem unmittelbaren Spielverlauf, was den Heimfans aber durchaus egal sein durfte. Und es kam gar noch besser: Nur Augenblicke später setzte sich Damer auf der rechten Seite durch und brachte wieder eine starke Flanke in die Mitte, wo diesmal Zimmerschied hochstieg und mit Effet ins lange Eck zum 2:0 einnickte (72.). Ein Doppelschlag nach Maß für den Halleschen FC.

Fossi reagierte und brachte diverse neue Kräfte für die Schlussphase. In der 76. Spielminute kam der Gast dem Anschluss dann doch noch einmal ein wenig näher, doch ein Kopfball von Wegner nach Ecke konnte am Fünfer geblockt werden. Wenig später versuchte sich Zietarski aus der Distanz, doch Gebhardt parierte den Schlenzer des Oldenburgers souverän. Es folgten diverse Wechsel auf beiden Seiten, die den Spielfluss leiden ließen. Entsprechend sollte sich am Ergebnis nichts mehr tun, auch wenn Joker Löder (87.) und Bolyki mit dem Schlusspfiff (90.+4.) auf der einen Seite gar die Chance aufs 3:0 haben sollte, während Oldenburg auf der anderen Seite einen Freistoß aus 17 Metern liegen ließ (90.+2.). Der HFC beendet schlussendlich die Durststrecke von drei Spielen ohne einen Punkt und holt gegen Oldenburg gleich einen Dreier. Der VfB bleibt nach dem Aufstieg auch im vierten Spiel sieglos. Durch das Ergebnis springt der HFC auf den 13. Platz, während Oldenburg mit dem 17. Rang Vorlieb nehmen muss. Weiter geht es für die siegreichen Hausherren am kommenden Freitag gegen 1860 München. Oldenburg empfängt sonntags Verl.

   
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